Hallo!

Unsere erste Woche hier in Rumänien ist jetzt vorbei und wir sind uns alle einig darüber, dass es eine sehr gute Woche war.

Wir, also Kathrin, Sabrina, Chris, Sabine, Birgitt und ich (Nathalie),  haben die 15-stündige Autofahrt ohne Stau überstanden und durch regelmäßigen Fahrer- und Insassenwechsel zwischen den zwei Caddys haben wir es auch gut miteinander ausgehalten.

Das letzte Stück bis nach Arkeden, unserem ersten Einsatzort, besteht aus sechs Kilometern Schlagloch mit ein bisschen Straße dazwischen, aber nachdem wir auch das hinter uns gebracht hatten, sind wir im Licht der Abendsonne endlich bei der Kirchenburg angekommen.

Johannes, die Mitarbeiter vor Ort und die Freizeitteilnehmer des CVJM-Nürnberg haben uns offen und herzlich willkommen geheißen und das hat ausgereicht, um sich schon am ersten Abend sehr wohl in der Gruppe zu fühlen.

Die Nächte in Arkeden sind begleitet vom Gebell der Straßenhunde, Hahnenschreien zu früher Stunde und lautstarkem Grillengezirpe – aber all das hat uns während der Woche nicht am Schlafen gehindert. Denn die Nachmittage haben wir alle gemeinsam mit Arbeiten an der Scheune und am Pfarrhaus verbracht und an den Vormittagen haben wir in Zweierteams jeweils thematische Einheiten bei den Erwachsenen, den Teens (Chris + ich) und den Kindern (Sabine + Sabrina) gestaltet.

Kathrin hat mit Birgitt den inhaltlichen Teil für die Erwachsenen vorbereitet und durfte an zwei Tagen eigene Meetings halten – und auch wenn eins davon aus Zeitmangel leider sehr stark gekürzt werden musste, war es eine sehr wertvolle Erfahrung für sie.

Der Mittwoch war von einer Menge letzter Handgriffe und Vorbereitungen an der Scheune gefüllt. Denn am Mittwochnachmitttag um vier Uhr sind um die 100 Gäste zur Einweihung der Scheune auf das Gelände der Kirchenburg geströmt. Sogar der Bischof der siebenbürgischen evangelischen Kirche ist gekommen, um zusammen mit Beni, Christin und vielen ihrer Unterstützer die riesigen Fortschritte zu feiern, die sie beim Umbau der alten Scheune zu einem Jugendbegegnungszentrum gemacht haben.

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nachher (2017)

Bundeserneuerung

Während der ganzen Woche haben wir uns generationenübergreifend mit den verschiedenen Bundesschlüssen und -Erneuerungen Gottes mit den Menschen beschäftigt. Für das Volk Israel bildete jeder von ihnen einen großen Fixpunkt in der Geschichte mit ihrem Gott. Und das gilt auch für uns heute – unsere Beziehung zum Schöpfer des Universums ist unser höchstes Gut, aber wir sind als Menschen gar nicht in der Lage, ihm aus eigener Kraft treu und gehorsam zu bleiben. Die Geschichte der Bundeserneuerungen erzählt uns davon, wie gnädig und geduldig Gott mit uns ist, wenn wir uns ihm immer wieder zuwenden.

Um sich dieser Gnade bewusst zu werden und sie ernst zu nehmen, haben wir am Donnerstag als geschlossene Gruppe unseren Bund mit Gott erneuert.

Es hat mich persönlich sehr bewegt, die Woche über so viel über die Liebe und Leidenschaft Gottes für die Menschen zu erfahren (und in meinem Fall auch darüber zu reden) und dann zu sehen und teilzuhaben, wie eine Gemeinschaft als Einheit neu die Entscheidung für Gott trifft und ihm ein einstimmiges JA gibt.

Inzwischen sind wir nach Csekefalva übergesiedelt, wo wir diese Woche zusammen mit den Mitarbeitern hier Kinderbibeltage für Roma-Kinder veranstalten werden. Die vergangenen zwei Tage haben wir genutzt, um Zeit als Team zu verbringen und Kräfte zu sammeln. Wir waren alle müde und  dankbar für die Ruhetage, denn die vergangene Woche war sehr arbeitsreich.

Aber ich muss und will gerne sagen, dass der Segen, den wir empfangen durften, alles was wir geben konnten, übertrifft. Gottes Wort und die Gemeinschaft mit allen, die da waren, sind so wohltuend gewesen und es war eine Freude, zusammen an etwas zu arbeiten, dessen Kern nicht Leistung oder Effizienz ist, sondern Gottes Herz.

Liebe Grüße und Danke für euer Gebet!

Danke…

…dass wir die ganze Woche wundervolles Wetter hatten und alle Gewitterwolken konsequent an uns vorbeigezogen sind.

…dass außer ein paar kleineren Verletzungen nichts passiert ist.

…dass die Scheuneneinweihung wünschenswert verlaufen ist und alle große Freude an dem Projekt haben.

…für die Einheit und Gemeinschaft.

…für Beni und Christins Arbeit hier in Rumänien und für alle ihre treuen Unterstützer.

…für Gottes Gnade.

Bitte für…

…die angeschlagene Gesundheit von Familie Schaser und Sabrina.

…Erholung für Familie Schaser

… gesegnete Kinderbibeltage – dass die Romakinder verstehen, dass Gott ihr Vater sein will und dass sie ihn annehmen.

…viel Kraft und Segen für Juliane und Shahram, die am Schloss geblieben sind, um u.a. die Freizeitarbeit dort zu unterstützen

…Weisheit für die Zukunftsentscheidungen, die einige von uns gerade beschäftigen.

…Trost und Versorgung für eine Romafamilie aus Csekefalva, deren Vater sich in den letzten Tagen das Leben genommen hat.