FINALE!

Ja, es war der Tag des großen Finales – in Rio, und auch hier auf Pohnpei:  ein letztes Mal Schwimmen am Netpoint, ein letztes Mal Schnitzel von Raffi, ein letztes Mal gemeinsam Abendmahl Feiern, spät abends dann ein letzter Besuch von einigen aus der Gruppe bei Etwet und einigen anderen aus Salapwuk.

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Am Vorabend durften wir ein kleines Abschiedsfest feiern mit einer bunten Mischung aus Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen aus den Gemeinden, in denen wir im Einsatz waren.  Nachdem es die ganze Zeit über so war, dass die Leute uns mit Essen versorgt haben, durften wir es an diesem Abend einmal umdrehen.  Wir luden ein, und es war schön zu sehen, dass sie es annehmen konnten.  In einer fröhlichen und dankbaren Atmosphäre durften wir gemeinsam ein wenig Rückschau halten und eine Verbundenheit über gewaltige kulturelle Grenzen hinweg feiern.

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Ein besonderer Aspekt an diesem Abend war die Tatsache, dass Leute, die sonst so gut wie nie miteinander zu tun haben, weil sie nicht nur aus verschiedenen Gemeinden, sondern auch von verschiedenen Inseln kommen, beisammen waren.  Auch dass von Kindern bis ganz Alten jedes Alter vertreten war.

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Was bleibt von diesen drei Monaten?  Tonnen von Bildern, viele schöne, aber auch so manche schwere Erinnerungen, neu erworbene Fähigkeiten (so haben z.B. unsere Jungs alle gelernt, mit einer Machete umzugehen, und jeder hat in seinem Koffer mindestens ein solches Werkzeug dabei 🙂 ), Eindrücke vom Leben in einer anderen Kultur und mit viel weniger materiellen Dingen als zuhause.  Begegnungen, ja auch Freundschaften über diese kulturelle Grenzen hinweg, Menschen, die ermutigt wurden zu einem Leben mit Jesus bzw. in ihrem Leben mit Jesus.  Und hoffentlich vieles, vieles mehr, was wir jetzt nicht sehen – auch weil es in den unsichtbaren Bereich geistlicher Wirklichkeiten gehört.

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Stellvertretend möchte ich Samuel zitieren, den 70-jährigen Pfarrer von Nanmand, bei dem unsere drei Salapwuk-Jungs gewohnt haben:  Er sei beeindruckt gewesen von dem, wie die Jungs unbefangen mit jedem Kontakt gesucht haben – egal, ob es sich um gesunde oder kranke und behinderte Menschen handelt, um Kinder oder Erwachsene, um kirchliche Leute, oder Leute, die mit der Kirche gar nichts zu tun haben.  Auch dass sie sich sehr darum bemüht haben, Wort zu halten, wenn sie etwas vereinbart haben.  In beiden Dingen wolle er als alter Pfarrer von den Jungen lernen, meinte er.  Und wie vieles an Gelerntem da auf der anderen Seite bleiben wird, das können die Jungs dann so nach und nach selbst entdecken und erzählen.

Heute Nachmittag geht für uns der Heimflug los.  Bitte betet da noch besonders für uns – auch im Blick darauf, dass zwei aus unserer Mitte (Nina und Dani) in letzter Zeit nicht ganz fit waren.  Der lange Flug wird doch nochmal recht anstrengend.  In der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag müssten wir dann auf dem Schloss ankommen und nach zwei abschließenden gemeinsamen Tagen dort geht es am Samstag nachhause.  Nur als kleine Warnung:  wir kommen verändert heim – wie sehr verändert, das werdet ihr und werden wir wahrscheinlich erst so nach und nach entdecken.

Ja, und bitte betet auch für die, die hier zurückbleiben.  Das Haus wird wieder ruhig werden – aber hoffentlich nicht zu ruhig.  Vielleicht hilft da das heute früh geborene Katzenbaby ein wenig – zumindest für Daniela 🙂 .

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3 Kommentare
  1. Immanuel Sonnek
    Immanuel Sonnek sagte:

    Wow, danke für den Newsletter!
    Einfach unfassbar, wie einfach sie leben.
    Ich bete für gute Heimreise usw.
    Mfg Immanuel

  2. Christian Semrad
    Christian Semrad sagte:

    Danke für alles Mit hinein nehmen und Anteil geben. Ich wünsche euch die nötige Zeit wieder gedanklich und ganz praktisch anzukommen. Achtung der europäische Raum ist auch dazu angetan einen Kulturschock zu bekommen. Viel Segen für jeden von euch! Christian

  3. Famile Laurien
    Famile Laurien sagte:

    Was für spannende, anstrengende, schöne, segensreiche, erfahrungsreiche, ……drei Monate für Euch.
    Danke, dass Ihr uns mit Euren tollen Berichten so sehr daran habt teilnehmen lassen. Ihr freut Euch bestimmt auf zu Hause, angenehmes Klima, normales Bett, europäisches Essen…..bald aber kommt bestimmt auch wieder Fernweh und ein Sehnen nach einfacherem Leben auf.
    Wir beten und wünschen Euch, dass Ihr die Umstellung mit Gottes Hilfe prima schafft, und dass Ihr den Schatz dieser drei Monate Eure Leben lang im Herzen nicht vergessen werdet.
    Super NIna, dass Du trotz Deiner gesundheitlichen Schwierigkeiten so gut durchgehalten hast. Dir und Dani wünschen wir gute Genesung und Heilung.
    Alles LIebe, Gottes Segen und Führung auf Eurem weiteren Lebensweg….Eure Familie Laurien

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