Orientierungstage

Kaselehlie Maingko, (Grüße euch)

Nach den ersten zwei Tagen des Eingewöhnens beginnen wir nun aktiv zu werden. Für den Montag standen viele praktische Dinge an der Tagesordnung. Vom Austauschen der Türschlösser, Besorgung  von SIM-Cards, bis hin zur Reparatur der Dusche musste vieles erledigt werden. Das erste Mal kam ich mir nicht wie ein Tourist vor sondern wirklich wie ein Missionar mit einer Aufgabe.  Noch immer bin ich erstaunt wie wir von vielen Menschen mit einer freundlichen Neugierde beobachtet und auch angesprochen werden. Die Herzlichkeit der Menschen ist kaum in Worte zu fassen.

Am Abend wurden wir alle von den Sonntagsschullehrern und Gemeindeleitern der Gemeinden, in denen wir vorerst arbeiten werden, zum Essen eingeladen. Entsprechend mikronesischer Zeit begann dieses 1 ½ Stunden später als angesetzt. Doch als dann alle eingetroffen waren begann ein „Festessen“ der besonderen Art. Unter Gesang wurden wir willkommen geheißen, bekamen Kränze aufgesetzt und wurden gut parfümiert. Während dem Essen stellten wir uns dann gegenseitig vor. Es war eine Freude zu sehen und zu hören wie die Mikronesier aus tiefsten Herzen Gott zur Ehre singen und wie sehr sie sich schon freuen, dass wir zu ihnen kommen. Ich glaube beide Seiten, und bestimmt auch ihr, sind nun schon recht gespannt, was Gott in den nächsten Monaten alles bewirken wird.

DSC00214

Vorgestern (Dienstag) fuhren wir um die Insel und besuchten dabei auch die Gemeinden bei denen wir die nächste Zeit wohnen werden. Es ist erstaunlich wie bescheiden und doch glücklich die Menschen auf der Insel leben und wie wunderschön sie trotz oder gerade wegen ihrer wilden Faune ist.

DSC00265

Ich kann die Eindrücke, die ich bei der Rundfahrt bekommen habe, noch nicht ganz zuordnen und verarbeiten, da es doch sehr viel ist. Viele von uns waren am Ende ziemlich müde und ich glaube es geht den anderen ähnlich wie mir, doch habe ich in einer Sache Gewissheit bekommen, ich werde lernen müssen, mich in den Dörfern mehr auf Gott zu verlassen als ich es bisher tat.

DSC00278
Einen gesegneten Tag und Begegnungen mit  Gott wünsch ich euch allen!

Neues aus dem Dschungelcamp

Liebe Menschen da draußen! Nachdem ihr bis jetzt nur außergewöhnlich positive Berichte zu unserem Missionseinsatz gelesen habt, fühle ich mich geradezu berufen euch auch die etwas andere Seite zu unseren Einsatzberichten hier beizusteuern. Schließlich MUSS Mission auch mit Qualen und absoluter Freudlosigkeit verbunden sein

Herzlich Willkommen also zur ersten Ausgabe vom Mikronesien-Dschungel-Camp feat. „Ich  bin ein Bibelschüler- holt mich hier raus!“

Dschungelcamp

Tja, das Leben hier im Dschungel ist hart und heiß! …nicht dass die Hähne und Hunde (oder anderes Kriechgetier) was einen früh morgens weckt, das Problem sei. Nein! Ganz besonders aggressiv ist eine besondere Spezies von Bibelschüler, die einen früh morgens durch angeregte Duschgespräche im Freien vor dem eigenen Schlafzimmerfenster zum Erwachen bringt. (Herzlichen Dank lieber Rafi, Gabriel und Markus für euren Drang zur Sauberkeit am frühen Morgen!)

Ein Hoch aber auch auf unsere Nina, welche heute durch einen waghalsigen Sprung ins Meer todesmutig ihre Teilnahme im Camp bestätigt hat und anschließend noch mit einem Rochen um die Wette schwamm. (Nina, dein Schrei klingt noch jetzt in den Ohren aller Pohnpeier!)

Dschungelcamp2

Aktuelle Dschungelkönigin im Moment weit vor allen anderen ist allerdings unsere liebe Michal. Sie wird demnächst zur Moskito-Königin gekrönt, denn mit ihr und ihren Stichen kann wahrlich niemand mithalten!

Doch es bleibt weiterhin spannend…Kann Anton in seinem neuen Hawaii-Hemd aus dem Secondhandladen um die Ecke punkten? Wird Markus uns verlassen müssen, weil er beim Einbau des neuen Elektroherdes scheitern wird, oder wird  Birgitt vielleicht vor Verzweiflung mit uns allen vorzeitig ihren Dschungelaufenthalt abbrechen?

Dschungelcamp3

Das und viel mehr bei der nächsten Ausgabe vom Dschungelcamp 2014!  …

Einleben in Kolonia

Hey liebe Freunde!

Langsam lässt der Jetlag ein bisschen nach, und wir bekamen von der Birgitt die ersten Aufgaben. Eine davon war z.B.: in 2er Teams Essen einkaufen gehen ohne Hilfe bzw. ohne in einen Supermarkt zu gehen, um für das Leben und die Menschen hier ein Gefühl zu bekommen.

Das war richtig spannend und jedes der Teams hat eigene Erfahrungen gemacht und neue Eindrücke von der Insel bekommen, sei es die Sprache, die Landschaft oder die Menschen.

Anschließend durften wir (Markus,Gabriel und ich) die erbeuteten Fische, die ein Team mitgebracht hatte, von deren Schuppen und Eingeweiden befreien. Natürlich hatten wir nur wenig Ahnung wie das bei diesen Viechern von statten geht, zum Glück waren da die  mikronesischen Jungs Ken und Chilton, die uns gezeigt haben wie’s geht.

Am Nachmittag waren wir dann spazieren (für die Deutschen ‚Laufen‘ 🙂 ) wo wir dann auf einem gemütlichen Plätzchen von Petra und Birgitt vieles über die Kultur hier gehört haben und Fragen gestellt haben. Weil dann mit der Zeit einige anfingen ein zu nicken (Jetlag lässt noch grüßen) gingen wir weiter richtung Heimwärts, wo sich dann einige ein  kleines Schläfchen gegönnt haben.

Wie üblich hatte die Birgitt dann nach dem Abendessen noch einige Infos für uns mit denen wir dann den Sandmann in unserem Zimmer belästigten. Übrigens, wir sind in unseren Zimmern nicht ganz alleine es gibt sie, „sie sind unter uns“ kleine Tierchen (Ameisen, Geckos,…), aber auch große wie z.B.: die Hunde vor unserem Fenster und die Katzen, die die Handtücher von Markus, Anton und mir „markiert“ haben. Also in diesem Sinne, verbunden im Herrn, eine Gute Nacht!

PS:  Bitte betet besonders für Nina, die gesundheitlich immer noch am kämpfen ist, und Franziska, die wie erwartet ziemlich mit der Hitze kämpft.

Mikronesien Tag 1

Auf unseren Aufenthalt in Tokio folgte der Flug nach Guam, wo wir eine letzte lange Pause machten und noch einmal die Annehmlichkeiten der amerikanischen Kultur – Hot Dogs und Burger 🙂 – genießen konnten, danach kam eine mehrstündige Wartezeit am Gate, die um 8 Uhr morgens endlich endete, wir bestiegen ein letztes Mal ein Flugzeug.

Der Flug war für sich schon ein Erlebnis, da wir nun erstmals bei Tag über den Pazifik flogen und die vielen kleinen Inseln bestaunen konnten, denen Mikronesien seinen Namen verdankt. Nach kurzer Zwischenlandung in Chuuk kamen wir dann endlich auf Pohnpei an (und zwar absolut pünktlich), wo wir auf dem Weg ins Flughafengebäude einen Vorgeschmack auf das warme, feuchte Klima der Insel bekamen. Nach einer (dank Birgitt) sehr kurzen Wartedauer bei Einreise und Zoll wurden wir dann von Petra, Daniela und den Geschwistern aus Pohnpei mit Blumenketten und –kränzen begrüßt und dann ins Hauptquartier in Kolonia gefahren, wo wir gemeinsam mit zwei Pastoren zu Mittag aßen und uns mit dem Haus und unseren Gastgeberinnen bekannt machen konnten. Nachdem wir noch gemeinsam dem Herrn Loblieder auf Deutsch, Englisch und Pohnpeiisch gesungen hatten verabschiedeten sich die beiden Pastoren und wir überlegten, wie der Tag weitergehen sollte.

Wo wir dann die Energie hernahmen, im Meer schwimmen zu gehen, weiß ich nicht – aber auf dem Weg zum alten Hafen bekamen wir einen ersten Eindruck vom Leben auf der Insel, von der atemberaubenden Schönheit und Vielfalt, die Gott diesem Flecken auf seiner Erde geschenkt hat, gleichzeitig aber auch von der einfachen Lebensweise vieler Bewohner und von dem Müll, der achtlos in die Mangroven geworfen wird. Nach Sonnenuntergang ging es dann wieder nach Hause, wo wir nach einem kurzen Abendessen völlig erledigt in unsere Betten fielen.

Es war ein sehr voller erster Tag auf Pohnpei, sehr bunt, sehr schön und echt intensiv. Ich staune immer noch, dass wir nun tatsächlich da sind – auf der anderen Seite der Welt.

PS:  Eigentlich sollte dieser Beitrag schon gestern Abend online gehen, aber wir sind nicht ins Internet reingekommen.  Nur ein kleiner technischer Fehler, stellte sich heute heraus:  ein Kabel war nicht verbunden :).  Sorry.

Gruß von unterwegs!

Nach gefühlten Tausenden von Flugstunden sind wir nun in Tokio angekommen. Übermüdet – und zum Teil überdreht (z.B. Rafi 🙂 ) – genießen wir eine kurze Pause, bevor es dann in die Inselwelt des Pazifik weitergeht.  Ob ihr es glaubt oder nicht:  wir waren so wichtig, dass wir bei der Ankunft in Tokio alle namentlich begrüßt wurden:

…nichts Schlimmes:  sie wollten uns nur sagen, dass unser Gepäck direkt bis zum Endziel Pohnpei durchgeht.

Wir melden uns wieder, wenn wir auf Pohnpei angekommen sind, wollen aber nochmal ganz herzlich danke sagen all denen, die für uns beten und besonders auch noch denen, die zum Verabschieden extra an den Flughafen München gekommen sind.  Danke euch allen!  Es ist toll, euch in der ganzen Sache mit dabei zu haben.

letzter Abend vorm Abflug

Heute ist der letzte Tag vor unserem großen Abenteuer. Wir haben 16:41 und ich bin stolz darauf sagen zu können „Ja, auch ich habe nun endlich gepackt!“ 🙂 Ich weiß schon nicht mehr wie viele Leute mich heute gefragt haben, ob ich nervös bin…gefühlt wahrscheinlich rund eine Million:-). Und ja, ich werde so langsam nervös! Es mischt sich gerade eine Art Vorfreude, Abenteuerlust mit Angst und Nervosität. Geniale Mischung sag ich euch! Ja, aber das gehört wohl so (haben mir zumindest erfahrende Missionare vermittelt:-)). Ich freu mich auf morgen…wenn wir im Flieger sitzen und uns mindestens ein Dutzend Dinge einfallen, die wir vergessen haben. Bin von Herzen froh und dankbar, dass man Gott nicht vergessen kann, sondern dass er immer mitgeht :-)..Ich sag nur: Mikronesien wir kommen!!!!… Eure Nic

Die Kurzbibelschule Schloss Klaus startet ein drittes Semester!

…aber nicht im Klassenzimmer, sondern auf dem Missionsfeld.

Unsere Vision:  ein ‚Missionsteam’ bestehend aus Bibelschülern des jeweiligen Jahrgangs geht nach Ende ihrer regulären Bibelschulzeit in einen dreimonatigen Missionseinsatz.  Für einen ersten Einsatz wollen wir am 16. April auf die Insel Pohnpei in Mikronesien fliegen.

Mikronesien, das sind ganz kleine Inseln am anderen Ende der Erde.  Seit 1978 besteht eine Partnerschaft zwischen der UCCP – einem mikronesischen Gemeindeverband – und Schloss Klaus.  Derzeit arbeiten dort zwei unserer ehemaligen Bibelschülerinnen:

P1120301Petra Scheerle (KBS 1991-92) und Daniela Wibmer (KBS 2006-07).  Ihre Arbeit wollen wir durch unseren Einsatz unterstützen.

In Mikronesien werden die Bibelschüler in Zweierteams auf verschiedene Gemeinden bzw. Gastfamilien aufgeteilt, um dort mit zu leben und möglichst viel Zeit vor allen Dingen mit den Kindern und Jugendlichen zu verbringen.  Junge Europäer, die mitten in einer ganz anderen Kultur ihre Beziehung zu Jesus mit Freude, Frische und Lebendigkeit leben!  Dabei gibt es für sie selbst viel zu lernen – und sie können ansteckend wirken mit ihrer Freude an Jesus.  Das ist unser ganz großes Gebet für die Gemeinden in Mikronesien – und ganz besonders auf Pohnpei, wo so vieles geistlich in verkrusteten Traditionen stecken geblieben ist:  dass vor allen Dingen die Kinder und Jugendlichen Jesus Christus ganz neu entdecken und mit neuer Freude und Lebendigkeit ihre Beziehung zu Ihm leben lernen.  Angesichts der vielen kaputten Familienverhältnisse, der generellen Perspektivlosigkeit und der enormen Alkohol-, Drogen- und Suizidprobleme unter den Jugendlichen und Kindern auf der Insel ist solch ein geistlicher Aufbruch ein ganz, ganz dringendes Anliegen.

Gezielte Vorbereitung schon während der eigentlichen Bibelschulzeit und intensive Begleitung und regelmäßige Treffen der Gesamtgruppe für Austausch, Gebet und Planung vor Ort sollen diese drei Monate für jeden Teilnehmer aus der Bibelschule zu einer intensiven Erfahrung machen.  Schulung und praktischer Missionseinsatz in einem.  Gott erleben in einer ganz anderen Kultur.  Und dabei Gott zur Verfügung stehen, von Ihm gebraucht werden und für andere Menschen ein Segen sein!

Für die Umsetzung dieser Vision braucht es die Unterstützung von vielen, die vielleicht nicht selbst gehen können, die aber durch ihr Gebet und ihre Gaben es möglich machen, dass andere gehen.  Wir sind dankbar für jeden, der sich auf diesem Weg in die Segenskette mit einreiht und dadurch mit dafür sorgt, dass das Zeugnis von unserem Herrn Jesus Christus bis an die Enden der Erde bekannt wird.  Wir sagen hier schon mal ein sehr herzliches Dankeschön!