Dschungelcamp 4

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Ein herzliches HALLO aus der Schweiß-Hochburg, sowie der neuen Moskito-Fanmeile des Dschungels!

Immer mehr kleine Moskito-Freunde finden nun doch den Weg zu unserem Zuhause, denn man munkelt, dass sie gerne das Blut weißer, missionstüchtiger, junger Bibelschüler trinken. Dem entsprechend werden wir Dschungelcamp-Bewohner an bestimmten Stellen unserer bis lang makellosen Körper 🙂 nun rot (und dieses ROT stammt ausnahmsweise mal nicht von der Sonne!).

Neben dem Kampf gegen die Moskitos kämpft der eine oder andere hier mit so ganz anderen Alltagssorgen. Wie können wir im Dschungel Wiener Schnitzel mit Knödel herstellen, ohne dabei die berühmt, berüchtigte pohnpeische Brotfrucht verwenden zu müssen??? (Eine Frage, die Rafi fast um den Schlaf brachte!) Oder Franzi, die sich mit ihrem handeigenen Fächer nahezu ins Koma fächerte. Aber besondere Sorgen machen wir uns derzeit alle um unsere liebe Dani!

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Stundenlang ist sie nicht zu sehen, unauffindbar, verschollen in den Abgründen ihres Zimmers. Dunkle Rauchwolken lassen die Gruppe nur erahnen, dass sie sich wieder einmal nächtelang der intensiven Betreuung ihres Gebetstagebuches widmet. (Liebe Dani: Lass dir eines gesagt sein: So viel wie du schreibst, kann kein Mensch lesen, geschweige denn ERLEBEN!!!!) 🙂

Falls wir also gerade mal nicht über unsere schreibwütige Dani staunen, jagt auch im Dschungelcamp ein Unfall den anderen (und, liebe Dschungel-Jungs, damit meine ich jetzt nicht meine Autofahrkünste von neulich, denn dieses gelbe Hütchen wollte eindeutig von mir überfahren werden!!!) NEIN! Im Camp-Alltag lassen sich kleine oder größere Wunden einfach nicht ausschließen, und wer schließlich mal ein RICHTIGER Missionar werden will, muss früh üben. So war es z.B. Franzi, die uns diese Woche BEINAHE den schon lange erwarteten Satz „Ich bin ein Bibelschüler, holt mich hier raus!“ entgegenschrie. Franzi machte nämlich an der Meerpromenade einen unfreiwilligen Abgang ins Wasser.

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Bei dieser atemberaubenden Showeinlage (zumindest für Michal und mich 🙂 ) hinterließen die Korallen jedoch eindeutige Spuren an Franzis Beinen. Aber nicht nur Franzi ist seitdem gute Benutzerin unseres Desinfektionsmittels. Auch bei Rafi fragt man sich, ob er eigentlich noch aus Wasser und Blut oder eher Desinfektionsmittel und Pflaster besteht. Er kommt regelmäßig mit Schnitt- und Schürfwunden jeglicher Art aus seinem Dschungeleinsatz im Dorf zurück. Aber absoluter Vorreiter in Sachen Krankheitsgeschichten ist unser lieber Markus. Er durfte sich nämlich sogar schon ein Krankenhaus von innen anschauen! (TatüTata!)

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Während er wieder mal zu hastig sein Lieblingsessen – die Brotfrucht – verschlang 🙂 , fiel ihm eine Plombe aus seinem Zahn. Zum ersten Mal durfte er somit die Erfahrung von Zahnschmerzen machen. (Lieber Markus: Ein wahrer Missionar kennt keinen Schmerz!!!… und im Zweifelsfall musst du halt einfach mal die Zähne zusammen beißen! 🙂 )

Besonders geschockt waren wir jedoch letzteWoche, als Daniela Wibmer (eine unsere Dschungel-Camp-Gastgeberinnen hier vor Ort)

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noch nicht mal den Unterschied zwischen unserem liebevoll panierten Schnitzel und einem übriggebliebenen, fleischlosen (!) Panade-Restchen bemerkt hat. Liebe Daniela: Wir sind beeindruckt von deiner Anpassungsfähigkeit, aber Mission hin oder her: Fleisch bleibt Fleisch!!!

In diesem Sinne… Bis zum nächsten Mal!

Eure Nic

 

P.S. Einen ganz besonderen Gruß geht an dieser Stelle noch an Isi und Steffi am Schloss! Wir hoffen ihr hattet ein rauschendes Hochzeitsfest! Wir trauern noch immer, dass wir als perfekte Blumenkinder (!) nicht dabei sein konnten. Herzlichen Glückwunsch aus dem Dschungelcamp!!!!

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Wochenrückblick aus Dien

Kaselehlie Maingko!

Diese Woche werdet ihr nun mal über Dien informiert 🙂 Dani und ich sind dort und haben diese Woche viele Familien zu Hause besuchen können. Da wir dort in der Gemeinde untergebracht sind haben wir bisher nur wenige Familien in ihren Häusern besuchen können. Die Menschen leben zum Teil direkt neben der Gemeinde, nur durch die vielen Pflanzen und Bäume sieht man nicht weit… Wir wurden in jedem Haus sehr freundlich empfangen und bekamen auch überall etwas zu essen, das ist ja immer sehr nett, aber seit wir hier sind habe ich an keinem Tag bisher Hunger verspürt! Man kommt einfach nicht dazu hungrig zu werden!

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Als die Hitze am Donnerstag kaum noch auszuhalten war zeigten uns ein paar Kids und unser Jugendmitarbeiter wo es zum nächsten Fluss geht, in den wir dann sofort hinein hüpften und den Gedanken an Aale gekonnt verdrängten. Es ist echt faszinierend wie gut die Kinder hier schwimmen können und einfach mit uns mit dürfen. Am Donnerstagabend wollten wir dann die geplante Bibelstudygruppe mit den Kids und Teens weitermachen, aber da der Gottesdienst, der täglich Morgens und Abends stattfindet, so lang ging und die Kids dann anschließend zu müde waren und teilweise schon nach Hause gegangen waren, ließen wir es ausfallen und planen es kommende Woche einfach früher zu machen.

 

Am Freitag wurden wir dann eingeladen mit auf eine kleine Insel zu fahren, bzw. eigentlich ist es ein selbst errichteter Korallenhaufen am Riff neben den Mangroven. Dreimal ist das kleine Motorboot gefahren um alle hinüberzubringen. Das Schnorcheln am Riff war faszinierend, sieht aus wie bei ‚Findet Nemo‘ 😉 Nach viel Essen und Bingospielen sind wir dann mit den Kids auf dem Boden der kleinen „Hütte“ ohne Wände direkt über dem Wasser eingeschlafen. Mein letztes Gebet war meinem Kopfkissen gewidmet, dass es doch bitte nicht runter fällt und wegschwimmt. Das ist nicht passiert und Dani war auch ein guter Moskitoschutz für mich, da sie ihr Blut wohl lieber mögen als meins. ABER: Mitten in der Nacht so um 1 Uhr rum bin ich aufgewacht, neben mir die schlafende Dani und ein paar kleinere Kinder und drum herum alle Frauen und Männer, die lustig picknickten, lachten und Musik hörten! Als sie sahen, dass ich wach bin, wurde ich auch gleich zum Picknicken eingeladen! Gegrillter Fisch und roher Fisch als Mitternachtssnack! Ich hab kaum was essen können, da ich noch beschäftigt war zu realisieren wo ich mich befinde! Der Sternenhimmel und das Meer überall herum war bei einer Nacht nach dem Vollmond gigantisch anzusehen! Gott ist so kreativ!

Am nächsten Morgen sind wir dann gleich zum Sonnenaufgang schwimmen gegangen. Am Nachmittag sind dann irgendwann fast alle endlich mal eingeschlafen, und ich musste daran denken, dass sich Jesus wohl das selbe Bild bot, als er die schlafenden Jünger am Ölberg vorfand 🙂

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Am Abend fand dann noch die Jugendgruppe statt wo wir ein Spiel und eine kurze Andacht einbringen konnten über Johannes 1, 12 mit der Anfangsfrage ob man automatisch Christ ist weil man in der Kirche ist und ob man dann auch ein Auto ist wenn man in der Garage steht. Die Jugend hat sich sehr gefreut über das Spiel und unsere Versuche das Programm ein bisschen aufzulockern. Nach der Jugend am Abend übten alle gemeinsam das neue selbstgeschriebene Lied von Suenchy (Jugendmitarbeiter) ein, um es am Sonntag in der Kirche vorzusingen. Wir mussten natürlich auch mit vor und Dani konnte einigermaßen gut mitsingen, aber ich hab einfach nur versucht meine Lippen irgendwie so zu bewegen wie die anderen 🙂

Nach langem und lustigen Ping-Pong Spielen mit den Kids und 1 bis 2 Kokosnüsse später waren wir dann wieder zurück in Kolonia.

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So langsam hab ich das Gefühl die Leute werden offener und kennen uns so weit dass sie wissen, dass wir sie gerne zu Hause besuchen und kein Problem haben mit ihrem Lebensstil. Auch fand ich die langsam tiefer werdende Gespräche mit verschiedenen Menschen sehr schön und bin gespannt was Gott noch alles vorhat. Für die kommende Woche haben wir für Freitagabend eine Ladiesnight geplant und sind gespannt wies so wird.

Der Wochenhöhepunkt war dann am Montag das Schnitzel Essen 🙂

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Viele Grüße aus dem Läuse –  Headquarter Dien,

eure Nina

 

Es bleibt spannend

Hallo ihr da drüben am andren Ende der Welt!

Nun melde auch ich mich mal persönlich. Zuerst ein Danke für eure Gebete und alles An-Uns-Denken. Franzi und ich kämpfen nach wie vor noch mit der Situation in unserer Gemeinde. Ich glaub meine Schwierigkeiten fangen einfach schon bei den krass unterschiedlichen Kulturen an – laut einem Test , den wir im Missionsteam gemacht haben, bin ich in keiner Kategorie wie die Mikronesier, sei es Ziel- und Zeitorientierung , Leistung oder Krisenmanagement. Franzi ist da Gott sei Dank kompatibler.

Wer mich kennt, weiß einfach, dass ich nicht tatenlos rumsitzen kann. Noch viel weniger, wenn ich in einem Auftrag hier bin.

Hier mal kurz ein Short-View auf unsere Tage in Mwalok: Morgens um halb 7 treffen sich ein paar wenige aus der Gemeinde zur Andacht. Dieses Treffen haben Franzi und ich einige Male besucht, um zu „sharen“ wie es so schön heißt, d.h. wir haben etwas zum Bibeltext gesagt, das wir uns am Abend zuvor überlegt hatten. Diese Vorbereitung genießen wir echt, da wir selber viel dabei lernen. In der Andacht selber verstehen wir aber nie mehr als das, was wir sagen. Und mit Übersetzern sieht es sehr karg aus. Nach diesem Meeting essen wir gemeinsam mit ein paar älteren Frauen Frühstück und dann  ist „Rest-Time“ bis zum Mittagessen, zu dem wir meist von Ehepaaren aus der Gemeinde in ein Restaurant ausgeführt werden. Restaurant? Den Grund darin sehen wir in der Scham, uns als Weiße mit in ihr „bescheidenes Heim“ zu nehmen. Für mich ein regelrechter Krampf, denn ich würde so gerne erleben, wie ihr Alltag und ihr zu Hause aussieht! Letzte Woche hat sich in der Hinsicht aber endlich was getan: die Frau vom Senior Pastor hat uns trotz der Bedenken ihres Mannes eingeladen und siehe da – wir waren hin und weg, es war richtig schön so mitten drin im Leben hier zu sein.

Special guest und Wochenend-Highlight dabei war Nic 🙂 ! Gemeinsam haben wir uns belehren lassen, was man alles mit Kokosnüssen anstellen kann und anschließend eine Spritztour um die Insel Sokehs gemacht. Wir hoffen, dass sich nun auch andere aus der Gemeinde anstecken lassen.

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Nach dem Mittagessen werden wir wieder zurück gebracht und dann ist wieder „Rest-Time“ bis wir um 4 nachmittags dann die Kids aus dem Dorf draußen treffen und mit ihnen spielen, singen und ein bisschen reden können – da ist aber leider oft die Sprachbarriere ein Problem, da uns nur die Kids über 7 Jahre verstehen. Doch meistens sind diese Kids dann so lieb und übersetzen uns für die Kleinen.

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Ab 6 Uhr ist entweder Gottesdienst, Kinderstunde oder Abendessen. Um 8 an den Wochenenden trifft sich dann die Jugend zum Singen und Samstag Abend gibt es noch den Notenlesen-Kurs für jeden, der Lust hat.

Bisher sah es bei alledem so aus, dass wir in alles mit reingenommen wurden, aber keine Aufgaben bekamen und sich auch keiner wirklich um uns kümmert während dem Programm, somit verstehen wir fast nichts.  Kultur hin oder her, es war klar, dass wir reden mussten. Also sind Franzi und ich direkt auf die Sonntagsschulleiterin und den Jugendleiter zugegangen und haben gefragt, wie wir uns investieren können, denn ich bin nicht hergekommen, um ihnen bei allem nur zuzusehen.

Und siehe da – trotz wahnsinnig zäher, mir sehr schwerfallender Gespräche – sind wir jetzt endlich soweit, dass wir 3 feste Termine ausmachen konnten. In Zukunft dürfen wir die Kinderstunde und Sonntagsschule für die Kinder ab 11 machen (auch dieses Alter mussten wir regelrecht aushandeln, denn darunter verstehen die Kids zu wenig, um auch mit uns zu sprechen) und Samstag Abend werden wir in der Jugend einen Basis Glaubenskurs machen. Spannend, denn die Mikronesier sind weder Kleingruppen noch Diskussionen gewohnt!

Ich für meinen Teil lerne grad einfach sehr krass, wie abhängig ich von Gott bin, denn allein kann ich hier gar nichts erreichen und auch nur er kann durch mich reden, so dass bei den Kids was hängen bleibt. Das sagt sich so schnell, doch es umzusetzen kann mitunter sehr schmerzhaft sein.

Wie war das noch gleich?!: Seine Kraft ist in den Schwachen mächtig. Amen dazu!

Ihr dürft gerne weiterbeten, dass wir nun wirklich loslegen dürfen und Gott uns gebraucht, da wo er uns haben will und wo ich auch mit ganzem Herzen aufgehen darf.

Dschungelcamp Volume 3

 

Gabriel mit seiner neuen Sonnenbrille!

Gabriel mit seiner neuen Sonnenbrille!

Ein verschwitztes HALLO nach Hause!

Ist es Regen oder Schweiß?

Wie schön, dass es in unserem Dschungelcamp doch so regelmäßig regnet, so lassen sich die (Angst-) Schweißflecken mit den immer wieder auftretenden Regenschauern vermischen und somit wenigstens ein wenig verbergen. (Schwitzen inkognito!) An dieser Stelle jedoch ein ernstgemeintes „Congratulation!“ an unsere liebe Michal. Michal ist seit kurzer Zeit in einer Beziehung! Und es ist nicht der „nette“ Betelnuss-konsumierende Taxifahrer von neulich, der ja schon immer mit einer deutschen Frau eine große Familie gründen wollte. Nein! Michal kämpft nun gemeinsam mit ihrem neuen Partner, dem Wäschetrockner (!), gegen das (Wäsche-)Unrecht in der Welt! Herzlichen Glückwunsch euch beiden! Ihr seid wirklich ein großartiges Paar und eure gemeinsame Leidenschaft für Mission wird garantiert noch belohnt werden:-)

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Im Dschungelcamp-Contest im Moment ganz vorne liegt unser lieber Lukas. Er verhält sich nicht nur wie ein Mikronesier – man munkelt, dass er bereits seinen Pass umändern hat lassen und hier bleiben wird. Seine entspannte, relaxte Art kommt der mikronesischen Kultur am ähnlichsten und während die anderen Teilnehmer beim bloßen Anblick der Brotfrucht auf ihren Tellern bereits Ausschlag bekommen (oder wie Markus ein Würgereiz! 🙂 ), findet unser Lukas immer noch Gefallen daran. Lukas…du hast das Zeug zum neuen Dschungelkönig 2014!

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Weitere Pluspunkte dieser Woche gab es für Gabriel und Markus. Sie haben unseren neuen Herd und das neue Waschbecken installiert. (Liebe Jungs: solange sich Hammer und Schraubendreher in eurer Gewalt befinden, ist euch die Teilnahme im Camp gewiss!)

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Aber auch unsere Franzi, die durch ihre abendlichen Massage-Einlagen einem jeden platt gelegenen Rücken entgegenwirkt, wollen wir ungern nach Hause schicken. Da wird es für Anton schon schwieriger. Unser „Kücken“ schafft es doch immer wieder Stühle und Gläser mit seiner rohen Manneskraft zu zerstören! Das Einzige was ihn diese Woche noch hält ist die Gewissheit, dass wir bald (am 20.05.) mit ihm seinen 19. Geburtstag feiern wollen. (Party-Alarm!!!)

Einen erbitterten Wettkampf  bieten sich derzeit jedoch die Mädels im pohnpeiischen Dschungelcamp. Ausgelöst wurde das Ganze durch ein ganz besonderes Preisausschreiben von Birgitt, die mit verlockenden Preisen der Krönung der ersten Läusekönigin im Camp entgegenfiebert.

Mit von der Läusepartie sind aber nicht nur unsere langhaarigen Mädels. Nein! Auch unser mittlerweile langbärtiger Rafi  hat sich entschlossen diesem erbarmungslosen Läusekampf nicht nur als Zuschauer beizuwohnen.

Wer das Kopf an Kopf Rennen 🙂 gewinnt, werdet ihr im nächsten Bericht erfahren. Es bleibt spannend!

Es grüßt euch..eure Nic

Die etwas andere Seite

 Vor fast genau 29 Jahren bin ich – damals so alt wie die älteren unserer Bibelschüler (d.h. 25 Jahre) – das erste Mal hier auf Pohnpei gelandet. Aus dem Flugzeug ausgestiegen, hatte ich das Gefühl ich stehe im Schatten eines der Triebwerke – aber nein, das war nicht die Temperatur eines Flugzeugtriebwerks, es war ‚Pohnpei-Normaltemperatur‘. Der Flughafen bestand aus einer Wellblechhütte, und es war mitten in der Nacht.

So vieles war diesmal anders – wir kamen bei Tag an, das Flughafengebäude ist ziemlich modern, und vor allen Dingen war ich nicht allein. Trotzdem ist vieles noch genau wie damals – und doch erlebe ich es so ganz anders:

Ich bin mit einer völlig anderen Aufgabe zurückgekommen: statt selbst wie früher viel in den Gemeinden unterwegs zu sein, um Gottes Wort mit anderen zu teilen, verbringe ich diesmal viel Zeit hier in unserem ‚Basislager’ in Kolonia. Da heißt es da zu sein, wenn die Teams in die Dörfer hinausgehen – sie vielleicht noch mit einem Gebet oder Wort auf den Weg zu schicken. Da zu sein, wenn sie aus den Dörfern zurückkommen und dann oft erst mal viel zu erzählen oder zu fragen haben. Da heißt es auch, durch die gemeinsamen Zeiten hindurch zu leiten. Ein kleines bisschen die Bibelschule fortzusetzen mit Themen, die uns in besonderer Weise hier begleiten: ‚Wie leben und dienen wir als Team?‘ und: ‚Wie gehen wir mit den krassen Kulturunterschieden so um, dass Jesus auch darin zum Ausdruck kommt?‘ Und in alle dem darauf zu achten, dass auch angesichts so mancher Fragen und Nöte die Vision für unser Hiersein immer wieder klar wird.

Ja, und nebenbei heißt es auch, die praktischen Notwendigkeiten unseres Hierseins im Auge zu behalten – seien es die Finanzen für Transport, Lebensmitteleinkäufe und anderes, die Verlängerung unseres Besuchervisums oder notwendige Reparaturen hier im Haus. Da und dort sind auch Gespräche mit der Kirchenleitung bzw. den Leitern der einzelnen Einsatzgemeinden notwendig. Alles – um den Einsatz der Teams in den Dörfern möglich zu machen.

In alle dem wird mir immer wieder von neuem staunend bewusst, dass Jesus selbst durch jeden einzelnen von uns hier gegenwärtig ist. Und selbst da wo wir mit den vielen fremden Dingen eher kämpfen, ist Jesus da und will uns gebrauchen. Ich bin aus tiefstem Herzen dankbar für jeden einzelnen aus unserem ganzen Team! Dankbar auch für euch alle, die ihr Anteil nehmt und für uns betet! Und ganz besonders dankbar bin ich für den genialen JOKER an meiner Seite: NIC!

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Durch Nic bringt Gott unglaublich viel Frische und Ermutigung in die Gruppe hinein, und als guter Joker ist sie auch sehr vielseitig einsetzbar: vorgestern den Tag über bei Franzi und Michal in Mwalok, die mit ihrer Situation in der Gemeinde dort noch nicht wirklich gut klar kommen, gestern früh morgens mit fünf anderen aus dem Team bei einem Fundraising-Lauf des Colleges (Gratulation an Rafael zu deinem 13. Platz und an Gabriel zu deinem 15. Platz – und das, obwohl ihr die Strecke nicht gekannt habt!), danach zusammen mit Nina, Dani, Markus und Gabriel zu einem weiteren Kurzbesuch bei den beiden in Mwalok, und dann über Nacht bei Nina und Dani in Dihen, wo sie mit der Gitarre unterm Arm schon sehnlichst erwartet wurde.

Nic, du bist ein genialer JOKER! Und weil du dich geweigert hast, in deinen Dschungelcamp-Berichten über dich selbst zu schreiben, hier noch eine kleine Ergänzung zum letzten Dschungelcamp-Bericht:

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Todesmutig, wie sie nun mal ist, schaut Nic im Markt den schwarz-blau-braunen Ungeheuern ins Auge, die da in einer Kiste liegen. Große, starke Scheren bedrohen sie. Die leben ja noch! Nein, da ist es mit dem ganzen Mut unserer lieben Nic vorbei. Sie kneift. Die rote Mangrovenkrabbe dagegen, die ihr in Kepinle nach der Sonntagsschule vorgesetzt wird, die schmeckt gut. Die würde sie auch gerne wieder mal essen – nur diese schwarz-blau-braunen Ungeheuer aus dem Markt bitte nicht! Liebe Nic: Dschungellektion Nr.99 für dich: ohne die schwarz-blau-braunen Ungeheuer gibt es die roten Mangrovenkrabben auf deinem Teller nicht! Gott hat diese Krabben nun mal so gemacht, dass sie sich beim Kochen innerhalb von Sekunden von schwarz-blau-braun auf ein leuchtendes Rot verfärben! Also: raus in die Mangroven, um die schwarz-blau-braunen Ungeheuer zu fangen – wenn du dich traust! Aber pass auf deine Finger auf! Ihre Scheren haben Power! Mahlzeit 🙂 !

2. Einsatz im Dorf

Ein sehr sehr lautes Hallo auch von mir,

Es ist schon wieder eine Woche vergangen, in der viele Dinge passiert sind. Wir (die vier Teams) sind letzten Mittwoch wieder in die verschiedenen Gemeinden gegangen.  Jedes Team hat viel erlebt und ihre eigenen Highlights aber auch Tiefen gehabt. Lukas und Anton durften dabei zusehen, wie man einem Wasserbüffel ein Nasenring verpasst. Nina und Daniela sind erstaunt wie motiviert die Jugend in ihrer Gemeinde ist, und sie dürfen beim nächsten Mal sogar ein Bibelstudium mit der Jugend dort beginnen. Fett oder!? Doch nicht alles ist so rosig, wie es scheint. Die Franzi und die Michal haben es noch schwer, weil sie nicht genau wissen, wo sie mitarbeiten können und sich investieren können. Überhaupt wissen sie noch nicht genau, was ihre Aufgabe von Gott in der Gemeinde ist. Das ist ein echtes Gebetsanliegen.

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Auch wir, Rafael, Markus und ich hatten eine sehr spannende Zeit In Salapwuk. Wir durften m Donnerstag die Elementary School (Grundschule) besuchen. Edward, der Sohn von Samuel, unserem Gastvater, arbeitet in der Bücherei. Er hat uns die Schule gezeigt und erklärt. Wir haben den Kindern beim Unterricht zugeschaut und in den Pausen zusammen Football und Volleyball gespielt. In der großen Mittagspause, habe ich eine Slackline aufgebaut. Für die Kinder war es etwas total Neues und sie waren gleich Feuer und Flamme und haben sich auf der Line ausprobiert. Die Mittagspause ging leider zu schnell vorbei. Für uns war es aber richtig schön zu sehen, wie schnell man die Kinder begeistern kann und dass die Lehrer uns akzeptiert haben. Am Freitag, hat uns Samuel zu dem “Chief“  von Salapwuk mitgenommen. Er sagte, dass er uns dort vorstellen möchte und außerdem hat man an dem Tag gefeiert, weil die Brotfruchtsaison angefangen hat. Sehr zu unserem Leid, weil wir die Brotfrucht eigentlich gar nicht mögen. Sie ist bei ihnen fast schon Hauptnahrungsmittel 🙂 .

 

Brotfrucht im Feuer

Brotfrucht im Feuer

Brotfrucht wird gestampft

Brotfrucht wird gestampft

...Und im Bananenblatt serviert!

…Und im Bananenblatt serviert!

Zurück zum Chief. Bei ihm haben wir zusammen Brotfrucht gegessen. Diese muss zu Beginn der Saison traditionell zubereitet werden. Die Frucht wird als Ganzes gebraten, dann auf einer Steinplatte gestampft und anschließend zusammen mit Kokosnussmilch auf einem Palmblatt serviert. Wir mussten als erstes probieren. Während wir mit unserem Brechreiz gekämpft haben, hat Samuel uns vorgestellt 🙂 . Natürlich mit den Titeln die er uns letzte Woche gegeben hat. Danach war es relativ offen. Die Jugend hat anschließend noch Sakau zubereitet und getrunken. Unser Interesse galt eher den Kindern die dort gespielt haben. Man hat ihnen angemerkt, dass sie es nicht leicht haben unter der Fuchtel von dem Chief. Einmal waren die Kinder etwas zu laut beim Spielen. Da hat der Chief einfach einen Stock genommen und all den Kindern obligatorisch richtig hart einen Schlag verpasst. Als ich das gesehen habe, musste ich schlucken. Umso mehr stieg in uns die Motivation, den Kindern so viel Liebe wie möglich zu vermitteln. Für uns war es auch gut, die Kinder mal außerhalb der Schule kennen zu lernen  und zu wissen wo man sie findet. Wir haben viel über Ihre Lieblingsgeschichten in der Bibel geredet und es ist schön zu sehen wie offen die Kinder sind.

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Wir haben auch den kaputten Basketballkorb repariert. Für uns war es eine Kleinigkeit. Desto mehr überrascht waren wir, wie sehr sich die Jugend in unserem kleinen Dörfchen darüber gefreut hat. Seit dem sieht man die Jugendlichen auch mehr draußen und sie lungern nicht immer in Ihren Hütten herum. Diese Jugendlichen sind uns auch ein großes Anliegen. Es ist sehr schwer, Kontakt mit Ihnen aufzunehmen und auch mal persönliche Gespräche zu führen. Wir sehen einfach, wie sehr sie unzufrieden und gelangweilt über das Leben hier im Dschungel sind. Bitte betet dafür, dass wir irgendwie Kontakt zu ihnen finden, sei es durch gemeinsames Fischen gehen oder Basketball spielen.

Das war ein kurzer Bericht über das was Rafael, Markus und ich, in Salapwuk erlebt haben. Wir alle hatten jetzt für zwei Tage eine schöne Erholung im “Basislager“ bei Petra und Daniela. Wir haben gestern noch zusammen das Abendmahl gefeiert. Mit dem Wissen, dass wir gestärkt und unheimlich geliebt sind von Gott gehen wir nun wieder in die Familien und Gemeinden zurück. Jeder von uns hat gemischte Gefühle. Desto mehr hilft uns das Wissen, dass Ihr für uns betet  und uns unterstützt und dass wir da nicht alleine hinaus gehen müssen.

Vielen Dank dafür und Liebe Grüße,

Gabriel

Dschungelcamp Teil 2

Liebe Freunde vor den Bildschirmen da draußen!

NOCH haben wir im Dschungelcamp alle Teilnehmer beisammen – NOCH  ist kein Bibelschüler in den Tiefen des mikronesischen Dschungels verloren gegangen, doch sind wir uns dessen bewußt, dass bei jedem Missionseinsatz auch mit Verlusten und Entbehrungen jeglicher Art zu rechnen ist.  (Unsere besondere Aufmerksamkeit gilt an dieser Stelle Rafi, der schon allein wegen seiner handlichen Größe gerne mal  unbemerkt  von Schlingpflanzen in die Unterwelt des mikronesischen Dschungels verschleppt werden könnte)

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Aber auch andere Kandidaten setzen sich todesmutig immer wieder neuen Herausforderungen aus. Ein Dank an Anton, der nahezu unter  „Hochspannung“ ein Wasserkocher reparieren WOLLTE. Oder Dani, die unter Einsatz ihres Lebens mit der Länge ihres neuen Rundbriefes kämpfte ( Liebe Dani: 398 Seiten für nicht mal 2 Wochen sind nun wirklich genug Infos!). Ebenso wie Michal, die tagtäglich den Kampf der verschwitzen Unterwäsche kämpft und diesen (bis jetzt!) noch immer gewonnen hat.

Aber unsere absolute Favoritin dieser Woche ist Nina!

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Sie punktet mit einem ihrer (vielen!) neuen Wickelröcke. Denn sie trägt im Dschungel jetzt nicht nur Lichtschutzfaktor 30, sowie Wickelfaktor 55. Sie hat sich durch ihre angepasste Sommermode auch gleichermaßen einen Dateschutzfaktor 286 zugelegt. (Nina, du bist das Wochenvorbild aller Dschungelfrauen!)

Wie es nächste Woche weitergeht bleibt spannend. Werden wir uns evtl. von einem Kandidaten verabschieden müssen?

Spannend bleibt es weiterhin für Markus. Er konnte zwar durch  seine neu gelernten Pohnpeisch -Vokabeln punkten (Streber!), aber hat sich neulich gründlich Minuspunkte eingefahren, als er mit seinem morgendlichen Duschstrahl durchs „Fenster“ (ABSICHTLICH!!!) mein Bett unter Wasser setzte. ( Lieber Markus an dieser Stelle von Birgitt leider kein Photo an dich! 🙂 ) Oder wird uns Gabriel feat. ‚Nahlek‘ verlassen müssen? Er muss nun weitere Dschungelprüfungen ohne seine Sonnenbrille bestehen, welche durch ein unglaubliches Missgeschick neulich von uns wich. (Upps!…I´m sorry 🙂 )

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Alles weitere demnächst in voller Länge, wahrheitsgetreu und unzensiert hier nachzulesen!

Das Dschungelcamp grüßt …!

Im ‚Basislager‘

Kaselehlie Maingko (Grüßt Euch),

ihr Lieben in der Ferne, jetzt will ich auch mal was schreiben. Die ersten Tage in den einzlenen Dörfern sind nun vorbei und wir konnten 2 erholsame Tagen in Kolonia verbringen. Wir konnten die Zeit gut nutzen um die ersten Eindrücke zu verarbeiten und uns auszutauschen, wie es uns in den Einsatzorten gegangen ist. Am Montag hieß es auch erst mal ausschlafen 🙂 und nach einigen praktischen Dingen am Vormittag haben wir am Nachmittag auch mit dem Austausch unserer Lebensgeschichten weiter gemacht was für mich echt bewegend und wertvoll zugleich ist.

Am Abend durften wir auch wieder einmal mehr die schönen Seiten der Insel kennen lernen und waren gemeinsam Baden und schnorcheln. Ich als Naturfreund bin echt froh, dass es immer wieder solche Momente gibt. Einfach um die Seele baumeln zu lassen und die Schöpfung und den Sonnenuntergang zu genießen. Das ist für mich immer wieder ein Grund dankbar zu sein, dass wir so einen großen Gott haben, der sich auch in seiner Schöpfung zeigt.

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Für mich ein mindestens genau so wichtiger Teil in der Zeit im „Basislager“ sind die Gebetszeiten und das gemeinsame Abendmahl. Im Lobpreis und Anbetung vor Gott zu kommen und aus ihm Kraft für die bevorstehende Woche zu schöpfen ist ein echt tolles Geschenk, für das ich sehr dankbar bin.

Ich möchte auch hier an der Stelle noch mal ganz persönlich Kalanghan (Danke) sagen, dass so viele von euch die Zeit hier und die Begegnungen mit den Leuten im Gebet mit tragen. Wir dürfen das immer wieder erfahren, wie wir auch durch das ein oder andere Tief getragen werden.

Bitte betet mit für:

– gute Kontakte zu den Verantwortlichen in den Gemeinden, sowie Schulen

– wertvolle  Begegnungen und Gespräche mit den Kindern und Jugendlichen in den Gemeinden sowie im jeweiligen Ort selbst

– Offenheit, Spontanität und gute Ideen von unserer Seite

Vielen Dank!

Von der Insel, Markus

Erste Erfahrungen in den Dörfern

Wir – d.h. Rafael, Markus und ich (Gabriel) – haben die Ehre unseren Missionseinsatz in einem kleinen Dorf Namens Salapwuk, mitten  im Regenwald zu verbringen. Uns wurde gesagt, dass es der Geburtsort der pohnpeiischen Kultur sei und, dass die Bewohner noch sehr einfach ohne Strom und fließend Wasser leben. Diese Befürchtungen haben sich teilweise bestätigt. Wir Drei waren überwältigt von der Natur und leicht geschockt, wie einfach sie leben, oder  besser gesagt überleben.  Doch noch mehr überraschte uns die Art und Weise, wie herzlich sie uns aufgenommen haben. Samuel, der Mann, der uns aufgenommen hat, ist extra aus seiner Palmdachhütte ausgezogen, damit wir einen eigenen Schlafplatz haben. Es ist schwer all die Eindrücke so kurz zu fassen. Samuel  hat uns mitgenommen zum Bananen pflanzen. Er zeigte uns wie man Jam (eine essbare Wurzel) ausgräbt und sie zubereitet. Anfangs dachte ich, er macht Scherze, doch er zieht das mit den Namen wirklich durch 🙂 .

Rafe eats the Machete

Als wir am Sonntag mit in den Gottesdienst gegangen sind, durften wir leider miterleben, wie gesetzlich und von Ritualen verkrustet der Gottesdienst wirkt. So schön die Natur und all das Neue für uns auch ist, so stark wird uns auch klar, was Birgitt immer mit der Perspektivlosigkeit gemeint hat.  Für die Menschen hier scheint es echt nichts anderes zu geben als Gottesdienst, Fischen, Essen und Schlafen.  Unser Gebetsanliegen ist, dass wir es irgendwie mit Jesus Hilfe hinbekommen, durch unser Tun und unsere Art miteinander zu leben, zeigen können, dass Gott ein lebendiger und hoffnungsbringender Gott ist. Am meisten beeindruckt hat uns, dass Samuel und seine Familie eigentlich nichts haben und doch alles für uns geben. Wir sind so dankbar für das was wir erlebt haben und noch erleben werden! Liebe Grüße aus dem Dschungel!

 

Dani und Nina berichten:

Wir sind am Freitag um 15 Uhr losgestartet, beide gesundheitlich angeschlagen aber nachdem wir zusammen gebetet hatten wagten wir die Reise. Gott sei Dank, wirklich Gott sei Dank hat er uns echt durchgetragen und Dani Heilung geschenkt. Als wir ankamen, wurden wir gleich begrüßt mit leckerem Essen und wunderschönem Ausblick von einer kleinen Hütte aus, die oberhalb der Gemeinde auf einem Berg war. So ging es dann am Abend im Gottesdienst weiter, wir bekamen wieder bunte Blumenkränzchen auf den Kopf und viel, viel Essen. Die Gemeinde in Dihen hat jeden Morgen und jeden Abend Gottesdienste, die zahlreich besucht werden. Neben der Gemeinde ist auch ein Volleyballplatz und Basketball Korb.

Am Samstag wurden wir eingeladen, mitzukommen auf eine kleine Riffinsel, die nur aus Mangrovenwald bestand. Dort waren wir den ganzen Tag schwimmen und tauchen und konnten das wunderschöne Riff mit den bunten Fischen anschauen! Die Männer waren fischen und so konnten wir die Fische auch schmecken und nicht nur sehen (Ps. 34, 9 🙂 ) Am Samstag Abend war dann Jugendkreis, wo wir uns nochmal vorstellen sollten und ein kurzes Wort weitergeben durften.

Am Sonntag dann nach dem sehr heißen Gottesdienst in langen Kleidern und Stromausfall, gabs nochmal ein Festessen, zu Ehren eines Ehepaars aus der Gemeinde, die zurück nach Guam fligen und uns, weil wir jetzt da sind. Sonntag Nachmittag gab es ein großes Volleyballturnier, bei dem wir mitspielen konnten. Was uns sehr beeindruckt hat war die Gemeinschaft von den Menschen hier, wie sie miteinander umgehen und zusammen etwas unternehmen, egal welche Altersgruppe. Wir sind gespannt wie es weitergeht und hoffen, dass wir uns bald einleben können und nicht mehr so viel extra Arbeit verursachen für die Menschen aus der Gemeinde.

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Lukas und Ich (Anton) wurden in die Gemeinde Wapar gesandt. Untergebracht waren wir bei der Familie eines Gemeindemitgliedes namens Rayray. Nachdem wir herzlich willkommen geheißen und bewirtet worden waren, ging es dann auch schon sehr bald ins Bett. Tags darauf war der Vormittag sehr verregnet und wir somit gezwungen, im Haus zu bleiben. Erst kurz vor Mittag klarte der Himmel auf und nach dem Essen nahm uns Rayrays Frau zu einer Feier mit – der ersten Jahrestagsfeier des Todes einer Frau. Für Lukas und mich war es ein tiefer Einblick in die Kultur und die Bräuche der Pohnpeier. Jeder brachte mindestens zwei Körbe mit Essen mit, sodass wir ernsthaft ins Zweifeln kamen, wo das ganze Essen hinsollte, auch wenn sicher 200 oder mehr Besucher da waren. Hinzu kamen dann noch mehrere Schweine und eine sehr große Schildkröte, die in den traditionellen Erdbacköfen zubereitet wurden. Es gab Gesang, es wurden Bäume als Geschenke präsentiert und es wurde ein traditionelles narkotisches Getränk zubereitet. Für uns war es schwierig, zu entscheiden, wo wir überall hinsehen und –hören sollten, auch wenn wir natürlich kein Wort verstanden. Nach etwa drei Stunden wurde dann das Essen auf alle Gäste verteilt und nach einem Gespräch mit einigen Pohnpeiern wurden wir dann zum Abendessen nach Hause gebracht. Dieser Samstag war ein erster Einblick in die Kultur, in die wir nun drei Monate lang eintauchen dürfen.

 

Hallo auch von Franzi und Michal! Wir sind untergebracht in der Gemeinde Mwalok in einem großen Zimmer im Obergeschoss. Unten ist  das Bad und der Aufenthaltsraum, wo wir gemeinsam mit unseren Gastgebern essen.

Wo waren wir dabei: Freitagabend im Frauenkreis bei dem wir direkt um Zeugnis gebeten wurden, da wir zu den ersten fünf gehörten (Dank unserer Pünktlichkeit!); Samstag morgens um 6 bzw. halb 7 Morgengottesdienst bei dem wir echt gestaunt haben wie hoch und laut die Mikronesier singen können. Nachmittags sind wir dann raus und haben Kids beim Fischen zugesehen, mit ihnen gespielt und uns ausfragen lassen. Der Jugendchor, der dann abends stattfinden sollte, fiel leider aus. Sonntagmorgen wurden wir dann zu einer Frau aus der Gemeinde nach Hause eingeladen zum Frühstück und danach ging’s für 8 Uhr zur Sonntagsschule, 10 Uhr war der Gottesdienst für 2 ½ h.

Es war echt schön, wie wir in der Dorfgemeinschaft aufgenommen wurden. Es hieß „jeder weiß dass ihr da seid, und wir werden euch beschützen“. So fühlt es sich auch an, auch wenn man eigentlich nur sehr wenige kennt. Viele kommen auf uns zu und sprechen uns an, fragen, wie lange wir bleiben und woher wir kommen. Natürlich blieb die Frage, ob wir Singles sind auch nicht aus 🙂

Michal & Franzi

Gebetsanliegen:  es wär echt schön, wenn ihr für die vielen Kids beten könnt, die dort im Dorf sind, dass wir einen guten Zugang zu ihnen finden und sie sich von uns einladen lassen in die Gemeinde zu kommen. Auch ist es uns ein Herzensanliegen, mit den Erwachsenen mehr ins Gespräch zu kommen über ihre Beziehung zu Jesus, denn was wir so im Sonntags Gottesdienst gesehen haben, hat uns regelrecht erschreckt: es  wirkt alles sehr gesetzlich und es scheint wirklich „nur“ um ein Leben nach den Regeln Gottes zu gehen, seine Liebe scheint nur ein sehr kleiner Teil zu sein. Und das, wo er doch der größte ist!

 

Gottesdienst in Kepinle!

Nachdem alle Bibelschüler übers Wochenende ausgezogen sind,  munkelte schon der ein oder andere, dass Birgitt und ich (Nic) es uns nun in unserer Hängematte gemütlich machen (Liebe Bibelschüler: Das würden wir doch nie tun 🙂 ).

Also machten auch wir uns am Sonntag hier vor Ort auf, um in den Gottesdienst der Kepinle-Church (hier im Ort) zu gehen, um uns mit den Gemeindeleitern dort zu treffen. Der Gottesdienst selber war für mich als Mikronesien-Neuling ein absolutes Highlight. Nicht nur, dass man als Gäste mit Blumenkränzchen begrüßt wurde und in der ersten Reihe sitzen muss. Auch der Gottesdienst mit  2 (!) Predigten in einer mir unbekannten Sprache (und das war diesmal NICHT Englisch:)) und unzähligen Ventilatoren in der Kirche  war absolut neu für mich. Danach gab’s ein mega Essen und viele Gespräche von denen das Fazit war, dass ich mir die Sonntagschule hier vor Ort mal anschauen werde und (wenn’s klappt!) einen Jugendkreis starten könnte.  Was draus wird, werden wir sehen…aber ich bin gespannt. Auf jeden Fall gibt es Möglichkeiten und wir müssen jetzt einfach mal abchecken was genau auch hier vor Ort mein Ding sein könnte. Ich merke persönlich immer mehr wie es mir ein Anliegen ist, die jungen Leute hier zu erreichen und bin Gott für diese offenen Türen echt voll dankbar. Tja, und nun heißt es dann mal nächste Woche: Äääääction! ..losgehts!

Letzte Lebenszeichen bevor es RAUS geht und ernst wird!

Liebe Freunde,

Wie gut, dass die Liebe unseres Herrn jeden Morgen neu ist und wir nicht auf die Liebe von gestern angewiesen sind. Jeden Tag neu ein unglaubliches Privileg vor ihm zu stehen und zu sehen WIE er mich anschaut, egal wie ICH mich fühle. In seiner Gegenwart zu stehen, einfach zu SEIN und wirklich zu WISSEN, dass seine Arme immer bereit sind, um sich um mich zu schließen, wenn ich es zulasse. Sein Blick atemberaubend, seine Liebe unbeschreiblich!!

„Dani du kannst vor mir stehen/bestehen, ich richte dich auf. Ich weiß um dein Herz!“
Sein Wesen – schier nicht auszuhalten!!

Den Tagesvers hat er heute auch wieder nur für mich geschrieben:
„Welche Befreiung liegt darin, dass wir nicht alles können, haben, erreichen müssen! Wir bringen einfach unseren bescheidenen Beitrag.“ (Albert Frey)
Und dazu aus 2. Korinther 12,9:
„Jedes Mal sagte er: Meine Gnade ist alles, was du brauchst. Meine Kraft zeigt sich in deiner Schwäche. Und nun bin ich zufrieden mit meiner Schwäche, damit die Kraft von Christus durch mich wirken kann.“
Denn als ich heute Morgen so um 6 Uhr aufgewacht bin, hatte ich urplötzlich Bauchschmerzen, richtige Krämpfe und hab mich (zum Teil auch jetzt noch) so „leb-“ und kraftlos gefühlt. Und das jetzt, wo es die ersten Tage raus gehen soll!
Auch im Allgemeinen sind nicht nur körperliche (z.B. Michal und die Plage der Moskitostiche, Franzi mit den „Klimavertragen“ oder auch Nina), sondern auch geistliche Anfechtungen deutlich zu spüren.

Und gerade da ist es so gut, wenn uns Gott immer wieder erneut ins Herz schreibt, dass ER uns befähigt und ER in uns lebt und in allem gegenwärtig ist!
So war der gestrige Abend noch einmal eine weitere Ermutigung, wo wir „abschließend“ das Abendmahl zusammen feiern konnten und uns auch ein ganz besonderer Gruß unseres UNGLAUBLICHEN Jahrgangs stärkend erreichte. (Ihr seid echt die BESTEN!! Vielen Dank für eure Liebe und die Rauchzeichen aus Österreich!)

Ja so werden jetzt die einzelnen Teams in die verschiedenen Gemeinden gehen, wobei die ersten bereits schon vor Ort sind:
Markus, Gabriel und Rafael haben sich schon um 7:30 Uhr von uns nach Nanmand verabschiedet.
Michal und Franzi werden heute vormittag nach Mwalok gehen.
Lukas und Anton werden so gegen 3 Uhr Wahpar erreichen,
und Nina und ich um die gleiche Zeit nach Dihen aufbrechen.

Soweit also die ersten Etappe unseres Lebens hier. Jetzt heißt es „auf zu neuen Ufern“ :)!
Wir sind dankbar für jedes Gebet, das nicht nur die Arbeit Gottes „unterstützt“, sondern die Arbeit Gottes IST.

Viele liebe Grüße 🙂