Basis-Bericht

 

 

Liebe Welt da draußen….

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Nach all den Berichten aus den verschiedenen Dörfern kommt nun ein Einsatz- Bericht aus der Basis hier in Kolonia. Ich muss schon sagen, so ab und zu bin ich schon ein bisschen traurig, wenn mich immer mittwochs  die einzelnen Teams verlassen und ich hier mit Birgitt, Petra und Daniela an unserer Basis zurückbleibe. Doch wenn dann wieder die Einsatzzeit für die Teams losgeht, startet auch hier für uns an der Basis „der Ernst des Lebens“ :-).

Dass mir in meiner Schlossarbeit zu Hause die Migranten- und Flüchtlingsarbeit besonders am Herzen liegt ist mittlerweile kein Geheimnis mehr. Umso genialer ist es für mich zu sehen wie Gott auch hier auf einer so kleinen Insel für mich diesbezüglich Türen geöffnet hat.  Gott beweist wieder mal sehr viel Humor, denn es ist im Moment so, dass ich auch hier auf Pohnpei  unter Migranten eingesetzt bin:-).

Um genau zu sein darf ich zwei Jugendkreise begleiten, die jeweils zu Gemeinden gehören, die von anderen Inseln sind und somit hier als „Ausländer“ auf Pohnpei leben.

Diese zwei Gemeinden sprechen beide kein Pohnpeisch – … was für mich persönlich ja nicht weiter schlimm  ist, denn so lang sie mein Englisch verstehen kommen wir ganz gut miteinander klar…🙂

Besonders ans Herz gewachsen sind mir „meine“ Mokilis.

Mokili-Kids...jeahhh

Mokili-Kids…jeahhh

Bei ihnen bin ich immer donnerstags zur Kinderstunde und Samstag abends zum Jugendkreis. Die Mokilis stammen von der Insel Mwoakilloa und sind ein sehr aufgewecktes und eher lautes Völkchen 🙂.

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Nachdem ich doch immer wieder sehr mit der zurückhaltenden Art der Mikronesier zu kämpfen habe, bin ich Gott ganz besonders dankbar, dass ich auf diese Inselgruppe hier treffen durfte. (Laut und Laut gesellt sich eben gern 🙂 ) Jeden Donnerstag  „kämpfe“ ich hier  mit 50 energiereichen Kindern, die es lieben Theater zu spielen und zu singen.

Es ist immer wieder schwierig, mich gegen diese Meute durchzusetzen, aber es macht einfach jedes Mal Mega Spaß, wenn man sieht, wie die Kinder sich freuen und wie sie bei den biblischen Geschichten mitleben und mitfiebern.

...im Jugendkreis mit Raffi

…im Jugendkreis mit Raffi

Der andere Jugendkreis (neben dem Mokili-Jugendkreis) befindet sich in Pohrakiet. Diese Gruppe ist eher zurückhaltender, aber dort gibt es eigentlich keinen Jugendkreis, also ist es quasi ein „Pilotprojekt“.  Jeden Freitag treffen wir uns mit den Jugendlichen und machen eine Art Glaubensgrundkurs.  Im Moment kommen um die 15 Jugendliche (hauptsächlich Mädels) und wir haben meistens eine echt gute Zeit zusammen.

Was in letzter  Zeit im Bezug auf meine Einsätze für mich persönlich sehr schwierig war, war die Tatsache, dass ich allein war und mir das „One-Man/Woman-Team“  von meiner Persönlichkeit her leider nicht wirklich gut liegt. Noch nie war mir so sehr bewusst, wie wichtig für mich Gemeinschaft und Teamwork ist und noch nie vorher wurde mir so bewusst, was für eine große Rolle Kommunikation in meinem Leben spielt. Nicht nur einmal hab ich hier schon die Krise gekriegt, weil man sich mit so vielen Leuten einfach nicht verständigen kann, weil sie kein Englisch sprechen. Das deprimiert mich immer wieder und fordert heraus andere Kommunikationswege auszuprobieren  🙂 .

Umso dankbarer bin ich die letzten Tage dafür, dass ich zur Unterstützung bei den ganzen Kreisen nun immer wöchentlich im rotierenden System (🙂…ja, auch wir haben ein System!) einen der Salapwuk-Jungs (Gabriel, Raffi oder Markus) zur Seite gestellt bekomme. Ich bin Gott echt sehr dankbar für die Jungs, denn 50 Kids zu bändigen ist zu zweit wesentlich einfacher 🙂 .

Raffi bei der Arbeit!

Raffi bei der Arbeit!

Ich bin gespannt wie es weitergeht… Wir haben immer gesagt, dass wir das tun wollen was Gott uns vor die Füße legt… und zu unserer großen Überraschung liegt da einiges vor unseren Füßen 🙂 .

Ihr seht also, wir sind auf eure Gebete angewiesen .

Ich grüße euch und find‘s super zu wissen, dass so viele für uns beten, an uns denken, unseren Blog lesen und somit mit dabei sind!

DANKE!

Eure Nic

3 Kommentare
  1. Christian Semrad
    Christian Semrad sagte:

    Liebes Missionsteam!(ob auf den verschiedenen Stationen oder in der Basis) Danke für eure Berichte, die so viel an Informationen zum Beten geben! Jesus möge euch täglich seine Kraft, Weisheit und Bewahrung schenken! Das ihr trotz der Hitze und allen anderen Umständen gestärkt werden dürft und Jesus als den treuen Helfer und Hirten erfahren könnt.
    Liebe Grüße aus dem gerade sehr warmen Österreich! Euer Christian

  2. Eva Breuninger
    Eva Breuninger sagte:

    Liebes Missionsteam, liebe Missionare!

    Nachdem ich viele Tage nicht online war, habe ich heute viel Zeit aufgewendet, um endlich wieder zu lesen, was sich bei euch so tut. Es ist sehr bewegend zu lesen und Anteil zu nehmen. Danke, dass ihr euch gebrauchen lasst von Gott. Auch wenn jetzt manches echt schwierig ist, ihr werdet im Rückblick staunen, wie viel ihr gelernt und erlebt habt. Das wird euch nicht mehr genommen, das wird euer Leben und euren Glauben prägen und bereichern. Solltet ihr meine Freundin Arinda treffen, grüßt sie ganz lieb von mir. Von ihr habe ich auch viel lernen dürfen. Und zum Trost: Im Moment ist es in Deutschland auch sehr heiss und schwül – nicht ganz so wie bei euch, aber für viele ebenso anstrengend. Weiterhin ganz viel Kraft und Geduld und Ausdauer und Neugier und Mut und Schlaf und was ihr alles so braucht. ER, unser Herr, ist dabei – was für ein Vorrecht?!

    Eva Breuninger

  3. Elfriede und Hans Lay
    Elfriede und Hans Lay sagte:

    Liebe Nicol,
    Mit Spannung lesen wir immer wieder Deine Nachrichten. Die Herausforderungen sind enorm, aber wir glauben und wissen, daß Gott noch viel größer ist. Deine Art, zu schreiben, begeistert uns immer wieder. Ja, mit Humor geht alles besser. Es ist ein großes Vorrecht, daß wir füreinander beten dürfen und so mit Dir verbunden zu sein.
    Es grüßt Dich Hans und Elfriede und auch der Gebetstreff, der sich dienstags bei uns trifft

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