Ich staune immer wieder, wie schnell die Zeit vergeht. Wir sind nun seit 3 Wochen in Rumänien und es ist in den letzten Tagen so viel passiert. Wir kommen gar nicht so richtig dazu alles zu verarbeiten – oder Blog zu schreiben 😉

Letzte Woche am Montag (9.5.) sind Alice, Josias, Marleen, Rahel und Sarah nach Suceava gefahren. Sie begleiteten Beni Schaser zu einem Hilfsgütertransport an die Grenze, bzw. Dienstag und Mittwoch in die Ukraine. Schon sehr früh nach Ausbruch des Krieges hat Beni Kontakte geknüpft und seitdem immer wieder Transporte organisiert.
Sarah berichtet von einem ihrer vielen Erlebnisse:

„Am Montag sind wir mit 6 vollbeladenen Autos/Kleinbussen losgefahren. Wir hatten hauptsächlich Lebensmittel wie Nudeln, Reis, Öl, aber auch Klamotten und Decken dabei. Auf der langen Fahrt konnten wir auch die wunderschöne Landschaft genießen.
Bei einer ukrainischen Gemeinde in Nowoselyzja (im Süden der Ukraine) wurden wir schon mit Freude erwartet. Es waren ganz spannende Begegnungen, denn einige junge Männer, die ursprünglich aus Kiew kommen, haben nach dem Ausladen noch mit uns auf Englisch geredet. Einer der Männer erzählte uns, dass seine Familie mit Kriegsbeginn nach Kasachstan geflohen ist, er das Land aber nicht verlassen darf und nun in der Produktion für Schutzwesten arbeitet. Jede Weste hat eine extra Tasche, für ein Neues Testament. Mit diesen verbreiten sie das Evangelium. Eine Weste bietet zwar temporären Schutz, eine Beziehung zu Jesus Christus bietet ewigen Schutz. Es hat uns total erfreut, wie sie die momentane Situation nutzen, um Jesus unter die Menschen zu bringen. Danach zeigten sie uns, wie diese genäht werden. Zum Abschluss beteten wir gemeinsam auf Ukrainisch, Rumänisch und Englisch. Genial, dass Gott alles versteht und dass wir Geschwister im Glauben auf der ganzen Welt treffen.“

Wir sind unserem Gott sehr dankbar, dass der Einsatz mit den Hilfsgütern stattfinden konnte, alle wieder gesund angekommen und um viele Erfahrungen reicher sind.