Viele neue gute Erfahrungen!

Woche 7+8: 13.06- 26.06.2022

Die Kinderfreizeit in Arkeden

Vergangene Woche fand in Arkeden die 1.Kinderfreizeit mit den älteren Romakindern aus den Kinderarchen statt. Knapp 20 Kinder, davon überwiegend Jungs, sprangen auf dem Gelände herum und erfüllten es mit ihrem Lachen. Zum 1.mal kamen die Kinder aus zwei unterschiedlichen Siedlungen zusammen, was den Mitarbeiterinnen anfangs etwas Bedenken bereitete, da diese oft mehr Feinde als Freunde sind. Doch wir durften erleben, wie die Kinder im Laufe der Freizeit immer mehr zu einer Gruppe wuchsen und aus Fremden schließlich Freunde wurden.

Vieles, was in Deutschland selbstverständlich ist, ist hier etwas anders. So wussten die Mitarbeiter bis zum Start der Freizeit nicht, wie viele und welche Kinder letztendlich kommen würden. Oft sind es kurzfristige Aufgaben, die die Kinder von den Eltern bekommen, wie Arbeiten auf den Feldern und Zuhause, oder besonders das Aufpassen auf die kleineren Geschwister, die es den Kindern leider nicht ermöglichen, bei Aktionen, wie solche Freizeiten dabei zu sein. Umso schöner war es zu sehen, dass doch viele der Kinder kommen konnten.

Mit mehreren Autos wurden die Kinder am Dienstag Vormittag in ihren Siedlungen abgeholt. Außer ihrer Kleidung, die sie anhatten, hatten sie keinerlei Gepäck oder Sonstiges dabei.  So wurden sie beim Ankommen direkt mit Zahnbürsten und Handtüchern ausgestattet. Nach dem Duschen am Abend erhielten sie ebenfalls neue, frische Klamotten und Schuhe.

Das Thema der Freizeit war Noah und die Rettung Gottes durch die Arche. Es war schön zu beobachten, wie das Gelände für die Kinder selbst wie eine Arche sein durfte, ein Ort der Sicherheit und Geborgenheit, wo sie einen liebevollen Umgang erfahren konnten und wenigstens für einige Tage nichts arbeiten mussten, sondern einfach nur Kind sein durften. Rund um das Thema, wurden viele tolle Aktivitäten, Bastelangebote und Spiele gemeinsam mit den Kindern durchgeführt. Wieder faszinierte mich die Begeisterung und Freude sehr, die die Kinder an den Aktivitäten hatten. Sie können sich an den kleinsten Dingen erfreuen, an denen Kinder in Deutschland sonst schnell die Lust verlieren.     

Vor allem die Offenheit, Lebensfreude und Herzlichkeit, welche die Kinder ausstrahlen und weiter geben, haben mich immer wieder neu berührt. Das selbstverständliche Einbinden von uns in ihr Spiel sind für sie ganz normal und erleichtern es, trotz Kommunikationsschwierigkeiten mit ihnen in Kontakt zu treten.

Neben den actionreichen Aktivitäten gab es jeden Tag auch eine Zeit, in der die Kinder durch biblische Geschichten oder Anspiele Gottes Botschaft vermittelt bekamen. Anschließend wurde in Kleingruppen noch einmal über das Gehörte gesprochen und gemeinsam mit den Kindern gebetet.

Zum Tagesabschluss gab es am Abend ein Lagerfeuer und es wurde gemeinsam gesungen. Es war ein unglaublich schöner und besonderer Moment, zu erleben, wie die Kinder voller Begeisterung und von Herzen die Lieder sangen und dabei große Freude hatten.

Am Donnerstag Abend wurden die Kinder dann mit den Autos wieder nach Hause gebracht. Der Gedanke, die Kinder nach dieser schönen und wertvollen Zeit in ihre zum Teil schwierigen und nicht sehr schönen Umstände zu entlassen war nicht einfach. Es löste einen gewissen Schmerz und ein Gefühl aus, helfen zu wollen, aber es nur bis zu einem gewissen Teil zu können. Doch wir dürfen dafür beten, dass die wenigen Freizeittage für die Kinder zu einem unvergessliches Erlebnis wurden, das sie für ihr weiteres Leben prägt und sie niemals vergessen lässt: Sie sind von einem wunderbaren Gott geschaffen, unglaublich geliebt und gewollt und er hat einen guten Plan vorbereitet, egal wie die Umstände auch sein mögen. Das möchte ich dir auch zusprechen!