12. Blogbeitrag

Was bedeutet Ostern?

Was Ostern für uns Christen bedeutet wissen nicht mehr viele Menschen. Leider.
Aber doch die meisten Leser unserer Seite und hoffentlich auch du!

Was Ostern für die Bibelschule Schloss Klaus bedeutet – das berichte ich euch gerne.

Am Osterdienstag startet das 3. Semester der Bibelschule!
Und das ist keine Drohung, sondern eine Verheißung. So wie Ostern damals ein neuer Anfang war, so ist es, in gewisser Hinsicht, auch dieses Jahr für einige Bibelschüler.

Insgesamt machen sich 8 Bibelschüler auf den Weg zum Schloss. Sieben davon werden für 3 Monate hier am Schloss sein und in den vielfältigen Arbeitsbereichen mithelfen, dienen und sich ausprobieren.
Und einer wird die Zeit in Rumänien verbringen und bei einem Baueinsatz handwerklich mit anpacken.

Wer sind die neuen 3.Semester-Bibelschüler und wie sehen sie aus?
Das dürfen sie euch schon bald selbst verraten. Wenn sie nach Ostern zur Einführungswoche hier am Schloss sind werdet ihr von jedem eine Kurzvorstellung zu lesen bekommen.

Auf unserer Gebetskarte bekommt ihr sie schon heute zu sehen. Und wer mag, darf gerne schon für die Bibelschüler und uns als Mitarbeiter beten.

Wir freuen uns sehr auf diesen Anfang des 3. Semestern und erwarten viele gesegnete Stunden, Tage und Wochen.

Herzliche Grüße, Dominik

Mit Christus weiterhin mutig voran!

 

Alles hat ein Ende…

Chaos Ankunft

Chaos Abreise

Nun hat die letzte eingeläutete Woche  auch ihr Ende gefunden. So wie wir Anfang April im Chaos beim Auspacken standen, standen wir dieses Wochenende im Chaos beim Einpacken. Es drehte sich hauptsächlich um Dinge wie, wem gehört was und wo ist noch Platz im Koffer.

 

BäuM – Beten ändert uns Menschen

Zwischen all dem Jubel-Trubel und den sich stapelnden Taschen, greife ich (Anne) noch ein anderes Thema auf, dass sich in den letzten Wochen immer wieder durch unseren Alltag und auch durch unsere Blogeinträge zog. Gebet oder wie Raphael sagt, „plaudern mit Gott“. Hier ein paar Auszüge aus unseren letzten Wochen die uns halfen :

  • Es passierte des Öfteren wenn wir abends ausgehungert von Einsätzen kamen, dass wir uns übers Essen, ohne zu beten, stürzten. Ich muss zugeben, ich vergesse es sehr oft und wenn ich ehrlich bin sah ich bisher keine Notwendigkeit für etwas zu beten was vor mir steht und normal ist. Hanibal hat uns mit seinen einfachen Sätzen wie, „Ich möchte beten.“ oder „Ich bin Gott dankbar für euch.“ daran erinnert Gott dankbar zu bleiben für das was wir haben. Was für mich selbstverständlich ist, heisst nicht dass es das ist.
    Danke Hanibal, für die Erinnerung mir bewusst zu machen was Gott mir jeden Tag aufs Neue schenkt.
  • Es gibt einen Mann und seine Frau, dessen Schicksal ich durch andere Menschen mitbekommen habe. Sie beide habe ich nie kennen gelernt und doch sind sie für mich Vorbilder in meinem Gebetsleben geworden. Bedingt durch seine Krankheit wurde der Familienvater schon früh zu unserem Herrn Jesus Christus Heim gerufen. In einer seiner E-Mail schrieb er: „Ich bedanke mich für eure Gebete, die mir Kraft geben, denn ich selber habe zu wenig Kraft um zu beten.“
    Mich ließen diese Worte einfach nicht los. Gerade als Elmar in Mathetes den Korintherbrief und Epheserbrief mit den Gaben aufgriff, stolperte ich immer wieder über „wir sind ein Leib“ und „wir sind verbunden in Christus“. Ich frage mich so oft, bewirkt Gebet überhaupt etwas?!? Besonders wenn ich keine Veränderung sehe. Die Worte aus der Bibel sowie die Worte aus der Email helfen mir meine Zweifel stehen zu lassen, weiter zu gehen, die Frage mit ja zu beantworten und weiterhin zu beten.
    Gott hört. Gott gibt Kraft. Gott verändert unter anderem durch Gebet und sei es (nur) uns Menschen.

 

Was hat eine Murmelbahn mit Erlebnispädagogik zu tun?

Armin und TabeaAm Freitag durften wir noch einmal gemeinsam an einer Sache bauen und uns kreativ ausleben. Armin und Tabea gaben uns „kleinere“ erlebnispädagogische Aufgaben. Die letzte Aufgabe ließ auf alle Fälle alle Herzen höher schlagen. Wir durften in einem bestimmten Zeitrahmen aus Toilettenrollen und anderen Materialien eine Murmelbahn herstellen. Den zeitlichen Rahmen sprengten wir etwas. Die Techniker und Tüftler in unserem Team machten sich an „Trichter“, „freie Fälle“ und „Loopings“ etc.!
Andere bemalten die Röhren und dekorierten die Bahn. Wieder andere bemalten die lebenden Objekte.

 

Lisa und Anne Steffi und Melli

Murmelbahn2 Murmelbahn

 

 

 

Ich finde es faszinierend wie man durch solche Aufgaben etwas über die Gruppe und die einzelnen Rollen der Leute erfahren und daraus lernen kann. Ich glaube ich spreche für uns alle, dass es unser Wunsch ist, aus unseren Erlebnissen der letzten Wochen zu lernen und daran zu wachsen.

 

 

 

 

Tanzen verbindet

Zu meiner (Klaudia) großen Freude hatte ich die schöne Aufgabe, zusammen mit meinen Mitschülerinnen (leider ohne Sophia, da sie zu diesem Zeitpunkt noch in Rumänien war), einen gemeinsamen orientalischen Tanzabend nur für Frauen zu organisieren. Was kann es schöneres geben, unterschiedliche Kulturen und Glaubensrichtungen durch gemeinsames Tanzen miteinander zu verbinden.

BuffetEs war so ein schöner und auch gesegneter Abend, dass wir 4 Mädels uns einig waren, es war wirklich ein krönender Abschied von unserem Praxis-Semester!
Im Rahmen des Begegnungs-Cafés der evangelischen Gemeinde in Windischgarsten durften wir Flüchtlingsfrauen, Frauen aus der Gemeinde und aus dem Schloss, zu diesem gemeinsamen Abend einladen.
Auch wenn wir von unterschiedlicher Herkunft und Kulturen sind und unterschiedliche Vergangenheiten uns geprägt haben, vereint uns doch eine Tatsache! Wir sind alles Frauen, die von Gott einzigartig und wunderbar geschaffen sind. Gott hat uns geschaffen um die Schönheit seiner Liebe in uns sichtbar zu machen. Das stand auch an diesem Abend an erster Stelle.

Tanzabend2Bei aller Harmonie und Leichtigkeit an diesem Abend gab es doch eine Situation die mich herausgefordert hat. Natürlich sollte es an diesem Abend auch einen kleinen Input zum Thema „Frauen der Bibel“ geben. Aber erst kurz vorher, als es darum ging wann ich anfangen sollte und wer mich in Farsi übersetzen wird, bekam ich es mit der Angst zu tun. Jetzt erst stellte ich mir die Frage: „Moment mal, wollen die Frauen das überhaupt? Ist es überhaupt passend? Sind doch die meisten der Flüchtlingsfrauen Muslima.“

Nach kurzer Besprechung mit meinen Mitschülerinnen aber, war mir klar; natürlich sag ich das, denn
Denn es ist uns unmöglich nicht von dem zu reden was wir gesehen und gehört haben“
Apostelgeschichte 4,20

Es gibt keinen unpassenden Moment über Jesus zu sprechen! „Verkündigt das Wort, zu jeder Zeit und an jedem Ort.“

Tanzabend6

 

In diesem Sinne, verabschiede ich mich im Namen aller Bibelschüler von allen treuen Lesern, lieben Betern und allen anderen die hier mal vorbei geschaut haben. Es war eine aufregende und unendlich lehrreiche Zeit, die wir niemals vergessen werden.

Danke für eure Gebete, eure ermutigenden Worte, euer Lob und Dank und euren Humor.

Wir wünschen Euch allen, auf all Euren Wegen, Gottes Gnade und die Liebe Jesu!

Eure

AnneFranziHanibalImmanuelJonasKlaudiaLisaRaphaelSophiaTabea

 

 

Jeden Tag neue Herausforderungen!

Tick…tack… mit heute ist das 3. Semester offiziell beendet. Taschen werden gepackt, Kisten geschleppt, Vorbereitungen auf das Kommende werden angetreten. Abreise – die ersten heute in der Früh , oder morgen, andere bleiben über den Sommer…
Während die die noch hier sind den Abschlussbericht schreiben, lassen wir Jonas noch aus der vergangenen Woche „zu Wort kommen“.

 

Ich erzähl euch jetzt mal nicht alles was ich letzte Woche erlebt habe, möchte euch aber doch an ein paar Dingen teilhaben lassen.

Also los geht’s…

M4JJa, also meine Woche war jeden Tag von neuen Herausforderungen geprägt. In der vergangenen Woche war ich Mitarbeiter für eine Klasse aus München. Die Woche stand unter dem Thema „Räuber und Ritter“. Heißt, die ganze Woche war auf dieses Thema zugeschnitten und wir hatten allerhand voll zu tun. Das erste was für mich richtig herausfordernd war, war dass ich zum ersten Mal in einem Theaterstück mitspielen musste und ich mich eigentlich kenne, dass das überhaupt nicht meins ist. Bei der ersten und einzigen Probe für den ersten Teil, habe ich mich nicht ganz so sicher gefühlt. Ich muss sagen, ich bin an dem Tag wo wir es aufgeführt haben zu Gott gegangen um ihn um seine Hilfe zu bitten, da ich es nicht allein konnte, und es ist echt super gelaufen. Hätte ich am Anfang nicht gedacht dass es so gut geht. Von da an ist es mir zum einen immer leichter gefallen und zum anderen mir hat es immer mehr Spaß gemacht. Wir hatten auch mal den Auftrag Workshops zu machen. Also habe ich auch einen gemacht und es war am Anfang super, da ich mal planen konnte was ich mache. Nur habe ich dann am Tag selber bemerkt, dass das was ich geplant habe so nicht ganz funktionierte –  zeitlich und vom Schwierigkeitsgrad her. Da bin ich ziemlich an meine Grenzen gekommen, da ich für die Kids immer da sein musste / wollte, aber auch merkte dass das für die Altersstufe fast zu schwer war. Aber vor allem das Thema mit meinen Grenzen habe ich dies Woche aufs Neue kennen gelernt, da ich es ganz praktisch erlebt habe.

Die Art und Weise der Kleingruppenarbeit war ebenfalls neu und herausfordernd für mich. Ich hatte die Kinder alleine. Wir haben die Andacht vom Vormittag noch einmal wiederholt und bin mit ihnen ins Gespräch gekommen. Ich tat mich in der Art und Weise schwer, da ich es so noch nie gemacht hatte. Sonst konnte ich mich immer auf noch jemanden verlassen der genauso oder noch weiter im Glauben steht wie ich. Aber dieses Mal musste ich alleine durch (doch halt, nicht allein, sondern mit Gott). Ich habe in dieser Zeit der Gruppenzeit jetzt nicht speziell gebetet, aber habe gemerkt dass Gott bei mir war, da es immer besser mit den Kids gelaufen ist von Tag zu Tag.

Bei einer sehr heftigen Situation habe ich echt gemerkt dass Jesus bei mir ist. Diese hat sich einmal am Abend abgespielt, wo die Kids mit uns ans Lagerfeuer durften. Der Lehrer einer Schulklasse kam auf einmal auf mich zu und sagte dass zwei der Jungs mit Steinschleudern aus dem Fenster der Burg geschossen hatten, die wir in meinem Workshop gemacht hatten. In dieser Zeit hat er die Burschen schon ermahnt, hat aber noch mal gemeint, ich sollte doch noch mal zu den Burschen und mit ihnen reden. Puh… hab ich mir gedacht; voll die Herausforderung! „Kann ich das?“ oder „Schaff ich das?“ Nun, ich bin zu den Jungs gegangen. Aber vor dem Zimmer bin ich erst noch einmal mit diesem Thema zu Gott gegangen, da ich nicht wusste was ich sagen soll oder wie ich mit ihnen umgehen soll. Dank Gott durfte dies Gespräch gut verlaufen.

Taufe Immanuel

 

Wie ihr merkt war die Woche echt voll mit neuen Herausforderungen für mich und dies hat sich auch am Sonntag nicht geändert. Immanuel hatte seine Taufe. Diese durften wir zusammen mit ihm feiern. Er hat mich auf einmal gebeten für  ihn, nach seinem Zeugnis (gemeinsam mit Joel – Jahresteam) zu beten. Es war mir eh schon voll das  Anliegen es für ihn zu machen, da er für mich als Freund hier im 3. Semester sehr wichtig geworden ist. Nur weiß ich, dass mir immer voll komisch ist, nicht direkt Angst, vor solchen Sachen. Aber ich war in dieser Situation so fest entschlossen dies zu machen, dass ich zu Gott gebetet habe mir doch zu helfen, dass ich es alleine nicht schaffe und dass er mir doch die Energie und die Kraft zum beten gibt. Und hey er war da!

Es war eine richtig schöne Taufe und ich hoffe dass ich noch mehr solcher schönen Taufen erlebe, da Gott hier wirken kann.

 

In der letzten Woche war ich sehr viel mit meiner Freizeit beschäftigt und habe nicht allzu viel von meinem Team mitbekommen. Eins aber habe ich mitbekommen… dass alle das letzte Mal in der DIG waren da, es ja sich das 3. Semester natürlich dem Ende neigt. So neigt sich auch dieser Blogeintrag dem Ende. Wünsche euch eine gesegnete und kraftreiche Woche. Gott ist mit Euch!

 

Lass die Kinder zu mir kommen!

 

Auch in die KW 24 möchten wir euch mit hineinnehmen und berichten…

 

Zeltstange Spinnennetz

Franzi
Am Montag nach unserer „Teamkrise“ hatten wir einen besonderen Teamtag. Wir freuten uns darauf, dass nach dem vielen Reden am Wochenende, etwas praktisches auf dem Programm stand. Tabea kündigte uns an, dass sie erlebnispädagogische Spiele mit uns vorhat und so waren wir sehr gespannt was uns erwarten wird. Als Team, leider ohne Immanuel – der bei einer Schulklasse mit dabei war –  ging es in den „Wald“. Die Übungen haben uns viel Freude gemacht, besonders das gemeinsame Tun und Schaffen und es als Team geschafft zu haben. Hanibal hatte einen spaßigen Tag und heiterte uns mit seinen Späßen auf. Wir waren alle sehr gelassen, entspannt und genossen die Zeit zusammen.
Aber schaut selbst, die Fotos sprechen sicherlich für sich.

…………

Letzte Woche war die Lukasschule aus München da, ich (Immanuel) war die Woche mit dabei.
Am Mittwochabend haben wir ein Lagerfeuer zusammen gemacht. Während ich Grillstecken geschnitzt habe, hat Lydia zusammen mit den Kindern Lieder gesungen. Bei dem Lied „Voll-Voll-Volltreffer, ja ein Volltreffer Gottes bist du“  habe ich angefangen im Hintergrund die Bewegungen zu machen. Die Kinder haben mich gesehen und nach und nach haben sie mich entdeckt, sich umgedreht und die Bewegungen mit gemacht. Alle Kinder, die am Lagerfeuer saßen, haben die Bewegungen mitgemacht und haben dann bei „ein Volltreffer Gottes bist du“ auf mich gezeigt. Das hat mich richtig geflasht und mich sehr bewegt, dass die Kinder mir mit diesen Bewegungen gezeigt und zu gesungen haben, dass ich Gottes Volltreffer bin. Mir fällt es selbst sehr schwer mich so zusehen und es auch anzunehmen. Auch wenn es mir davor schon andere (Erwachsene) zugesprochen haben, konnte ich es von den Kindern annehmen und wirklich glauben, dass ich Gottes Volltreffer bin.
Mich hat der Bibelvers „Lasst die Kinder zu mir kommen, denn ihnen gehört das Himmelreich.“ (Mt. 19,14) die ganze Woche beschäftigt  und ich konnte ihn durch diese Begebenheit erlebnispädagogisch verstehen.
In dieser Woche habe ich herausgefunden, wie gern ich mich mit Kindern beschäftige.

……………..

Lisa

Diese Woche war eine sehr lehrreiche, aber zugleich herausfordernde Woche! Ich war am Anfang der Woche schon am kränkeln. Habe es zwar bemerkt, aber gehofft dass es nicht schlimmer wird. Ich habe es auch wohl ignoriert, verdrängt und nichts den anderen gesagt.
Am Mittwoch als Anne und ich in der DIG in Windischgarsten waren, habe ich am Vormittag gemerkt, wie mein Körper Stück für Stück versagte und ich dann so fertig war, dass ich mich dann hinlegen musste. Dadurch musste Anne dann alleine, nach Spital zum Flüchtlingshaus, fahren! Wohlgefühlt habe ich mich nicht dabei. Ich hatte gehofft, dass ich einen Tag später noch zu dem Konfiabend nach Vorchdorf mitfahren kann. Aber ich musste mir eingestehen, auch nach dem Gespräch  mit Tabea, dass es nicht gut wäre. Und es mir auch mal gut tun würde, mich komplett auszuruhen. Also rief ich Klaudia an und sagte ihr dass ich am Abend nicht mitgehen würde, was mir schwer fiel! Es war das Beste, aber ich fühlte mich schlecht, weil ich nicht eher etwas gesagt habe und die ganze Arbeit an den anderen hängenblieb! Es war ein ziemlicher Kampf und ich war gefühlsmäßig auch sehr durcheinander und habe mit Jesus gerungen! Denn ich habe erkannt, dass ich die letzten paar Wochen meine Sorgen, Ängste, Schamgefühle nicht vor Jesus gebracht habe, sowie auch die Dinge die mich beschäftigen, die mich aufwühlen, die mich bewegen einfach ignoriert und runtergeschluckt habe.

Ich habe erkannt, wie wichtig es ist auf sich zu achten und Jesus seine Sorgen zu sagen, anstatt sie zu ignorieren!

………..

 

Konfis VorchdorfDie Konfiabende in Vorchdorf haben Sophia, Jonas, Lisa und ich (Klaudia) betreut. Es waren 4 Abende geplant und am Donnerstag war der letzte Termin. Da die Grippewelle auch bei Lisa zugeschlagen hat, Sophia in Rumänien ist, mussten Jonas und ich alleine dort hin. Ganz ehrlich? Ich war alles andere als begeistert! Ich habe keine Ahnung woher immer wieder meine Angst kommt, dass die Jugendlichen schräg schauen würden wenn sie die „alte“ Frau ankommen sehen – aber egal woher, ich habe zunächst einmal Panik geschoben! Ich konnte mir aussuchen, entweder die Spiele zu organisieren oder die Andacht zu halten. Für mich hieß das, die Wahl zwischen Pest und Cholera zu treffen! Da Spiele so gar nicht mein Ding sind habe ich Jonas den Vorschlag gemacht mal eine Geschichte aus der Bibel zu nehmen, die den Jugendlichen die Bibel auf eine Weise zeigt, wie sie es vielleicht noch nicht kennengelernt haben. Also haben wir uns eine Stelle aus dem AT gesucht, die spannend und zugleich Tiefe hat (wie natürlich alle Geschichten aus der Bibel *grins*). Nach Spielen und lecker Grillfleisch setzten wir uns mit den 6 Jugendlichen zusammen und ich ließen sie in der Bibel „1.Samuel 24“ aus ihrer Übersetzung lesen. Bei meiner Vorbereitung, hatte ich mit der NLB gearbeitet und dort war die Geschichte viel spannender und einfacher für die Jugendlichen zu verstehen. Nachdem sie mit demVorlesen fertig waren, wurde mir zunächst ziemlich flau im Magen denn so spannend wie ich diese Geschichte angekündigt hatte, war sie jetzt aber offensichtlich doch nicht, wie man unschwer in Ihren Gesichtern ablesen konnte. Ok, als ich ihnen meine gesammelten Hintergrundinfos über David, Saul und die Toilettengeflogenheiten der damaligen Zeit erklärt hatte, wurde es besser. Aber es musste trotzdem ein neuer Plan her -Heiliger Geist wo bist Du? Eigentlich sollten die Teens jetzt alleine lesen und danach ihre eigenen Gedanken erzählen. Aber nochmal diese Geschichte runterleiern? Nun wirklich nicht! Aber dann erinnerte ich mich daran, dass ich ganz gut in Schauspiel bin. Also sagte ich zu ihnen: “ Legt mal eure Bibel weg und ich lese euch die Geschichte nochmal vor “. Gesagt getan und siehe da, es gab den ein oder anderen Lacher und nachdem ich fertig war auch einige interessierte Fragen und Ansichten über die wir, in Verstärkung mit dem Jugendleiter Klaus und Jonas, eine sehr gute Gesprächsrunde hatten. Also, geht doch! … und dabei habe ich nur das getan, was ich am besten kann und das was mir Spaß macht!!! Beim Feedback hat Klaus mir gesagt, dass ich unbedingt in diese Richtung weitermachen soll, ich eine tolle und humorvolle Art habe, die mich richtig gut bei den Jugendlichen ankommen lässt. Na, wer hätte das gedacht? Auf der Rückfahrt zurück zum Schloss, sagte Jonas zu mir: “ Man, was du immer hast. Du bist echt ein Angsthase und nachher sagst dann doch immer, das hat soooo ein Spaß gemacht.“

Danke Jesus, dass du mir wieder einmal gezeigt hast, dass es für Dich keine hoffnungslosen Fälle gibt!!!:-)

…………………………….

Raphael

Am Donnerstag bin ich, mehr oder weniger spontan, dazu aufgefordert worden doch ins Flüchtlingsheim Kirchdorf zu fahren. Bis vor zwei Wochen wäre um diese Uhrzeit der ehrenamtliche Deutschkurs gewesen, doch aufgrund Lehrerknappheit und Ramadan findet er an diesem Tag nun nicht mehr statt. Auch wenn sich meine Motivation, dennoch hin zu fahren, anfänglich in Grenzen hielt, habe ich mir ohne lange zu zögern, den Hanibal geschnappt und bin hingefahren. Dort angekommen war ich zu Beginn noch ziemlich verunsichert, wie ich denn nun auf die, teilweise fremden, Menschen zugehen sollte.
Meine Unsicherheit sollte sich jedoch innerhalb kürzester Zeit in Luft auflösen, als wir, auf einer Art Innenhof zwischen den beiden Containerreihen, freundlich empfangen und gleich ins laufende Gespräch eingebunden wurden. Die Männer berichteten von ihren Sorgen und Hoffnungen und waren, auch wenn sie untereinander auf Arabisch redeten, dabei stets darauf bedacht, auch mich auf Deutsch aufzuklären, worum es gerade ging.
Während dessen konnte ich einem jungen Mann dabei helfen seine deutschen Phrasen, die er gerade übte, zu perfektionieren. Im Nachhinein muss ich wirklich sagen, dass ich dankbar bin, hin gegangen zu sein. Ich hatte eine nette Begegnung und konnte dabei auch noch offenes Ohr und Helfer sein.

…………

Anna AndachtAnne

Gott schreibt auf krummen Zeilen gerade.

Letzten Freitag hatten wir (Raphael, Immanuel, Klaudia und ich) das letzte Mal Andacht mit den Bewohnern vom Adelsmayrhof. Die beiden Männer und ich hielten dort bereits während der Bibelschule wöchentlich Andacht mit der bunten Truppe. Unser Wunsch war es dies im 3. Semester weiter zu führen.„Danke Tabea für´s möglich machen.“ Danke an den Adelsmayrhof für die herausfordernde aber dadurch sehr wertvolle Zeit bei euch.
Ich ging mit weichen Knien, Adrenalinüberschüssen und Zweifeln in die Andacht. Heraus kam ich immer mit einem Lächeln auf den Lippen, Freude im Herzen und einer Verbesserung oder Idee für eine Andacht. Unabhängig davon wussten wir oft nicht ob der Gedanke oder die Botschaft die wir vermitteln wollten ankam. Mir half es darüber nach zu denken warum und für wen stehe ich da eigentlich vorne. Wenn ich an meine Andacht denke, dann war mir vor allem wichtig ihnen an meinem Leben zu zeigen, dass mit Jesus aus jeder Unheilsgeschichte eine Heilsgechichte wird.

Gott liebt uns nicht trotzdem. Gott liebt uns WEIL wir seine Geschöpfe sind.

……………

Marsch für Jesus

 

Hanibal

Letzte Woche war ich in Wien (mit Jonas, Franzi, Hanna und Tabea) beim Marsch für Jesus. Ich bin mit so vielen Menschen auf der Straße für Jesus gelaufen. Ich habe dabei gesungen und eine Flagge auf der „Ich liebe Jesus“  stand, getragen. Ich habe so viele Menschen gesehen und ich fand es schön wie alle Lieder für Jesus gesungen haben.

M4J2

 

 

Unter dem Schirm des Höchsten!

… nach dem Sturm scheint die Sonne. Und mit der Sonne kommt der nächste Blogeintrag (KW 23) – als Teamaktion.

 

KidsDayHallo ich bin Hanibal.

Letztes Wochenende war ich mit meinem Team in Windischgarsten auf dem Kids Day. Hier habe ich mit den Kindern zusammen gespielt. Ich habe mit ihnen auf der Wiese Fußball, aber auch mit ihnen Kicker (Tisch Fußball) gespielt. An diesem Tag war für mich alles neu, da ich noch nie mit Kindern zusammen was gemacht habe. Ich bin über diese Erfahrung sehr glücklich und habe sehr viel Spaß gehabt. Ich freue mich, wenn ich so etwas wieder machen kann.

 

…………………………..

Sich unter den Schirm des Höchsten zu stellen kann schwerer sein als gedacht.

Mittwoch bis Samstag setzte mich (Anne) eine starke Erkältung außer Gefecht. Genau in dieser Zeit fanden Projekte wie Stricken mit den Flüchtlingen, Kids-Day und ein Anspiel für den Fußball-Gottesdienst in Windischgarsten statt. Meiner Meinung nach war ich wichtig und teilweise sogar so wichtig, dass manche Projekte ohne mich ausfallen müssten. Was nicht der Fall war. Gott und (durch)Tabea belehrte(n) mich eines Besseren. Mir blieb nichts anderes übrig als los zulassen, Verantwortung abzugeben und Gott zu vertrauen. Gott zu vertrauen, dass ER den Schirm in der Hand hält und ich mich beruhigt darunter stellen kann und nicht umgekehrt.

………………………….

KidsDay2Am Samstag war Kids Day und dadurch dass Anne krank wurde, Jonas und Franzi in einer Freizeit, Immanuel und Raphael beim Ki-Punkt, Klaudia in Deutschland war und Sophia in den letzten Vorbereitungen für Rumänien steckte, hatten wir niemanden in den letzten Tagen außer mich (Lisa) zum Planen. Ich war im ersten Moment ziemlich überfordert, als Anne zu mir kam und ich alle ihre Aufgaben übernehmen musste. Leicht in Panik, habe ich es erst einmal vor Jesus gebracht: „Okay ich hab keine Ahnung wo ich zuerst anfangen soll, aber ich weiß, dass du mir die Kraft und klare Gedanken für diese Herausforderungen gibst“. An einem Tag habe ich geplant, geschrieben, für die Spielstationen einiges besorgt, Fragen für die Austauschrunde überlegt und noch vieles mehr! Es war ziemlich viel zutun und ich bin Anne sehr dankbar, dass sie trotz ihrer Krankheit mir bei Kleinigkeiten geholfen hat. Nachdem ich endlich alles fertig hatte, dankte ich Gott dafür, dass er mir so viele Ideen und Kraft gegeben hat. Ich vertraute ihm, dass jetzt alles in seiner Hand lag. Am Kids Day war ich am Anfang ziemlich nervös und bin durchgegangen ob ich alles hatte. Als wir in der Gemeinde waren und es zum einteilen der Station ging, habe ich gemerkt, dass ich mir keine Namen für die einzelnen Stationen überlegt hatte, und die Laufzettel nicht geschrieben habe. Obwohl ich mir es aufgeschrieben hatte! Mein Gedanke war kurz vorher, ja das packen wir schon, dass machen wir wenn wir dort sind. Aber Tabea ausdrücklich gesagt hatte, dass wir dass nicht packen werden wenn ich alles kurz vorher mache. Ich habe es nicht geglaubt, vielleicht war es mein Stolz, dass ich es nicht geglaubt habe, und meinte es besser zu wissen.
Ich bin Gott sehr dankbar, dass er mir diese Möglichkeit gegeben hat, mal eine andere Seite von mir kennen zu lernen! Denn nur so kann ich lernen aus dem Erlebnis und es später anders zumachen!

…………………..

Gemäß meinen (Klaudia) neu erkannten Gaben, haben Anne und ich uns für ein Anspiel gemeldet, das zum Thema Fußball und zur Tabeas Predigt passen musste.

Wirklich nicht einfach, wenn man mit Fußball so gar nichts am Hut hat. Da wir aber dachten, dass es zum Thema sicherlich genügend im Internet steht, waren wir guter Dinge schnell fündig zu werden. Nur leider haben wir nichts passendes gefunden und somit musste schnellsten eine Idee für ein Anspiel her.
Am Ende des Abends hatten wir dann doch tatsächlich nicht nur eine Idee, sondern das komplette Anspiel fertig.
Dem Heiligen Geist sei dank.
Es war einfach Klasse wie wir auf einmal – und wir konnten uns absolut nicht erklären woher das auf einmal  kam – so vor Ideen sprudelten. Da wir schon die Anzahl der mitwirkenden Personen festgelegt hatten, planten wir auch gleich die passenden Teammitglieder zu den Charakteren, des Anspiels ein. Am Samstag Abend hätte dann der Termin für die erste (und einzige Probe) unseres Anspiels stattfinden sollen.
Nur leider kam es nicht dazu, da es durch heftige Grundsatzdiskussionen, zwischen einigen Teammitgliedern, so eskalierte, dass Tabea spontan eine Krisensitzung einberief.
Durch unsere Gebete, hat Jesus uns beigestanden und uns Kraft gegeben, die es möglich gemacht hat, dass Anne, Hannibal, Sophia, Lisa und ich ein wirklich schönes und passendes Anspiel am Gottesdienst durchführen konnten.

………………………….

Hallo Leute, auch von mir (Jonas) eine kleine Geschichte, was ich dieses Wochenende erlebt habe.

Mit Franzi habe ich das Kinderprogramm bei der Familienfreizeit gemacht. Hier habe ich auf Grund unseres Krisengesprächs, dass wir am Samstagabend bis 24 Uhr hatten, keine Zeit mehr eine ausgiebige Andacht für den Sonntag vorzubereiten. Ich bin hierdurch echt an meine Grenzen geraten und war sehr verzweifelt, da ich nicht wusste wie ich das alles schaffen sollte. Da ich sehr spät ins Bett gekommen bin, habe nur noch zu Gott gebetet, dass er mir hilft und er mir einen Weg zeigt. Nach dieser Nacht, die echt gut war, bin ich schon vor meinem Wecker aufgewacht. Ich habe mir dann die Zeit genommen mich nochmal hin zu hocken um die Andacht auszuarbeiten. In dem Gebet, das ich am Anfang dieser Zeit machte, ist mir ein Gedanke gekommen der richtig gut gepasst hat. Ich hatte dann sogar noch Zeit mich mit Freunden zu unterhalten, die dieses Wochenende auf Besuch waren.
Diese anstrengende Situation führte mir Gottes große Macht vor Augen. Ich hätte das alles nicht ohne ihn geschafft. Ich war so glücklich darüber, dass es mir dann auch richtig Spaß gemacht hat mich wieder auf das Kinderprogramm einzulassen.

Dank Gott ging alles gut aus.

……………………

Regenbogen

Wie ihr schon in den vorigen Abschnitten bemerkt habt, kam es am Samstagabend zur Teamkrise. Die Emotionen kochten über. Das was jeden Einzelnen in den letzten Wochen gestört hat, kam auf den Tisch. Wir merkten, dass was uns von Anfang an wichtig war und wir in unseren Teamwerten festgelegt hatten, setzten wir nicht um. Das führte zu Frustrationen untereinander. Wir stellten fest, dass wir nebeneinander her lebten, aber der wirkliche Austausch untereinander fehlte, gerade auch im geistlichen Bereich. Es fehlte der Austausch unserer Erfahrungen mit Jesus und das wirkliche Interesse zeigen und Sehen des Anderen. Besonders der Umgang miteinander war von Missverständnissen und Missinterpretationen geprägt. Wir hatten „das Team“ und „die Sache“ ein stück weit aus den Augen verloren.

Einheit Einheit2

Die Frage die sich jeder einzelne von uns stellen musste, war: „Wie viel bin ich bereit zu geben? Bin ich bereit mich zurück zu stellen, für das Team und für Jesus?“

Regenborgen

 

Es war an der Zeit für wirkliche Ehrlichkeit und alles was uns störte auf den Tisch zu bringen. Gerade als wir gemeinsam auf den Weg zueinander waren, alles ausgesprochen hatten, sahen wir über dem Stausee einen Regenbogen. Für uns alle war dies das Zeichen, dass Gottes Gnade über uns ist und wir uns gemeinsam unter seine Gnade stellen dürfen. Er ist uns gnädig und vergibt uns, so können auch wir uns untereinander vergeben. (Franzi)

Jetzt können wir wieder gemeinsam im Team die Zeit genießen und uns NEU auf unsere „Mission“ ausrichten um das umzusetzen was wir uns vorgenommen haben.

 

 

……………………………

Auch wäre noch zu erwähnen, dass Sophia seit Montag mit Birgitt Gehring, Melli und Steffi (Praktikantinnen aus der DIG), sowie Christian (ebenfalls ehemaliger Bibelschulkollege & Teilnehmer des 3. Sem. 14/15 in Rumänien) für einen zweiwöchigen Einsatz in Rumänien sind. So sehr wir uns auch für sie freuen, sind wir doch sehr traurig darüber dass sie erst in unserer letzten Woche zurück kommt und wir bis dahin eine große Lücke im Team vorfinden.

Zum Thema Ziele und Zukunftspläne, zum Schluss für Euch noch ein Update:

Bei manchen von uns wird langsam klar, worauf wir die kommenden Monate und Jahre zugehen werden. Ich (Raphael) werde, so wie ein bis zwei Mitschülerinnen aus dem 1. und 2. Semester, in Liebenzell `Soziale Arbeit` studieren. Lisa wird eine duale Ausbildung zur Hauswirtschafterin machen. Immanuel will gerne Im Herbst das 1. Semester nachholen und bis dahin am Schloss bleiben, um hier mitzuhelfen. Bei manchen anderen sind die Zukunftspläne noch etwas wackelig. Da Franzi zu einem Bewerbungsgespräch muss, fliegt sie am Donnerstag nach Berlin. Klaudia hat sich ein Konvent angeschaut und überlegt sich einer christlichen Gemeinschaft anzuschließen. Anne, Hanibal und Jonas wissen noch nicht, wie es nach der Bibelschule weiter gehen wird, aber sie sind trotzdem bestens gelaunt, denn sie und auch wir wissen…

dass wir sein Werk sind, geschaffen in Christus Jesus zu guten Werken, die Gott zu vor bereitet hat, dass wir darin wandeln sollen. Epheser 2,10

 

Wir sind dankbar für eure Gebete!

 

Teamabend

 

 

 

Dürfen Missionare Urlaub machen? …

…eigentlich dachten wir, dass Tabea ein Scherz macht, als sie uns erklärte, was wir denn da so machen, in der Gosau, bei der Esther, im Pfarrhaus.
Sie sagte: „ Es gibt dort zwar viel zu tun und zu lernen, aber dieser Aufenthalt soll euch auch noch als mehr Team zusammen schweißen und ihr sollt dort auch wieder ein wenig auftanken können, um für die anstehenden letzten 5 Wochen gestärkt zu sein.“

Ok, Arbeit hatten wir wirklich aber nicht so viel, dass wir uns nicht mal ausgiebig – mit uns als Team – beschäftigen konnten und es war nach all den Wochen des Stresses, des Andachten vorbereiten, Freizeiten, Flüchtlingsarbeit usw. auch wirklich nötig. Wir Mädels sahen uns zuletzt nur noch kurz im Bad oder auf dem Gang zum Apartment. Die Jungs haben wir teilweise Tage nicht gesehen.

Und somit, … ja auch Missionare (in Ausbildung) dürfen Urlaub machen!

Vor allem wenn das Verhältnis, Dienen und Freizeit stimmt. Denn neben unserer Freizeit standen Aufgaben wie, Religionsunterricht in der Volksschule, Deutschunterricht im Flüchtlingsheim, Vorbereitung und Ausrichtung von einem Gebetsabend, Hauskreis, Jungschar Ausrichtung und Teilnahme, Mutter – Kind Gruppe, Teenie Abend und Gestaltung des Abschlussgottesdienstes, auf unserem Zettel.

Start in die WocheTrotz aller Aufgaben, war es so schööön , dass wir am letzten Tag in der Gosau alle  ein Problem hatten!
Wir wollten nicht mehr weg – aus der Gosau!
Ein perfektes Wetter, eine bezaubernde Pfarrerin als Gastgeberin und Lehrerin, liebe Menschen die uns herzlichst aufgenommen haben, eine Landschaft die uns zum staunen brachte und besondere Gaumenschmankerl, machte uns den Abschied sehr, sehr schwer.

Collage

 

 

Ich hatte mir zwar die Woche über Notizen gemacht, damit ich mir auch alles merken kann, was es zu berichten gibt. Da ich aber meine Kamera dabei hatte und das Wetter und die Motive einfach genial waren, habe ich mich entschlossen aus meinem Bericht aus der Gosau eher eine Fotostory zu machen. Denn heißt es nicht?: „Bilder sagen mehr als tausend Worte.“

Und ich glaube diese Bilder sprechen sogar Bände…

 

 

 

Außerdem durfte ich (Klaudia) einen Artikel für die Gemeinde Zeitung / Gosau zu schreiben, bei der ich alles in kürze zusammen gefasste habe, was uns in der Gosau bewegt hat. Dieser Artikel in Kombi mit unseren Fotos, ergibt eine ziemlich gute Zusammenfassung unseres Aufenthaltes dort vor Ort.

Aber lest und schaut selbst…

…………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………….

„Wir möchten uns kurz Vorstellen: Wir sind 5 Mädels (ok, die Schreiberin dieses Artikels, ist schon ein älteres Mädel von 52 ) und 4 Burschen aus Österreich, Deutschland und Syrien – derzeit Bibelschüler im 3. Praxis Semester auf Schloss Klaus. 
Geradewegs starteten wir vom Schloss aus, in großer Vorfreude darauf, endlich ins “tun“ kommen zu dürfen.
Mit unseren erarbeiteten Teamwerten im Gepäck, waren wir gespannt darauf ob sich unser hoch gestecktes Ziel auch in die Praxis umsetzen lässt.

„Lebt in Frieden miteinander. Versucht nicht, euch wichtig zu machen, sondern wendet euch denen zu, die weniger angesehen sind. Und bildet euch nicht ein, alles zu wissen!“ Römer 12,16

Schulunterricht


Schon am ersten Tag unseres Einsatzes war uns aber klar, dass alle Bedenken umsonst waren, denn 6 Monate Bibelschule, in der uns nicht nur ein theoretischen Wissen aus der Bibel beigebracht wurde, sondern auch ein herzliches und christliches Miteinander unter uns Bibelschülern, hinterließ seine positiven Spuren. Wir wurden so herzlich von der Gemeinde Gosau und Ihrer Pfarrerin  Esther Scheuchl aufgenommen, dass es für uns eine große Freude war mit anpacken zu dürfen, wo immer wir auch gebraucht wurden.    

 

 

Die Zeit hier bei euch in der Gosau war für uns ein großer Segen, denn hier konnten wir all unsere gesammelte Erfahrungen umsetzen. Aber das wertvollste, was jeder einzelne von uns wieder mit nach Hause nimmt, waren die vielen Gespräche mit den Menschen, bei denen wir erfahren durften, was das wesentliche unseres Aufenthaltes in der Bibelschule für jeden einzelnen von uns bedeutet:

„Jesus (wieder) zu unserem Mittelpunkt in unserem Leben zu machen.“ 

Trotz der Wichtigkeit über das Wissen aus der Bibel, ist etwas nicht bei uns verloren gegangen:

„Christsein ist kein Fach was du lernen kannst, sondern ein Leben was Du leben musst.“
Hans Peter Royer

Wir wünschen der Gemeinde Gosau Gottes Segen.

…………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………….

Abendveranstaltung

… Am Schluss möchte ich doch noch kurz etwas erzählen, was mich persönlich – als Frau – sehr bewegt hat.

Auch in der evangelischen Landeskirchen ist es erst seit ein paar Jahren möglich, dass Frauen ein Pastorenamt ausüben können. Wenn man aber die Geschichte der Gosau studiert, war es doch gerade eine Frau die für die Glaubensfreiheit – speziell den evangelischen Glauben – gekämpft hat und ihr Leben für ihren Glauben einsetzte.

Viele Gläubige flüchteten, vor der Verfolgung des katholischen Kaisers, in den Untergrund. Trotz aller Unterdrückung und Austreibung des evangelischen Glaubens, gab es 1781 noch immer zahlreiche Protestanten in Österreich. Nach dem bekannt werden des Toleranzpatentes sammelten sich die Evangelischen um 3 Zentren, von denen eines das Gebiet Gosau war. Dort vollzog die Bevölkerung fast geschlossen den Übertritt zur evangelischen Kirche. Dieses aber war der Verdienst einer einzelnen Frau die sich getraut hat auf zu stehen um sich als evangelisch zu outen. Ihr Mut war es zu verdanken, dass sich dann auch alle anderen Bürger von Gosau getraut haben.

 

Collage2

 

 

Esther, wenn sie ein Kinderlied vorsingt, z. B. „Das Füchslein in dem Wald“ – damit hat sie nicht nur die Kinder begeistert. Wir fanden das so schön, dass selbst wir es nochmal sehen und hören wollten.

Nun tritt also diese „ kleine“ bemerkenswerte und gottesfürchtige junge Frau, in die Fußstapfen der großen Frauengeschichte in der Gosau….das aber in ihrer ganz persönlichen modernen Art. Denn heute dürfen diese Fußstapfen auch in High Heels getreten werden…

 

 

Collage3

 

  • Danke, für diese besonders schöne gemeinsame (Aus-) Zeit vom Schlossalltag.
  • Danke, dass wir im Pfarrhaus bei dir wohnen durften und du uns sooo gut „versorgt“ und „umsorgt“ hast.
  • Danke an die Organisatorin Tabea, dass Du uns diesen Aufenthalt möglich gemacht hast!

 

 

Team

 

 

Die verrückteste Woche meines Lebens…

 

…war das zwar nicht unbedingt, aber so konnte euch immerhin dazu bewegen, auf den Link zu klicken.

Wenn ihr schon mal hier seid, dann lest doch gleich weiter…

 

Freizeit FBW

Die KW 20 begann für Lisa und mich mit dem letztem Tag der Gemeindefreizeit Schwechat. Ich denke immer noch mit Freude zurück auf die Kleinen, die wir betreuen durften. Ich glaube, für uns beide zu sprechen, wenn ich behaupte, dass die Kids wirklich toll waren. Auch wenn wir zwei noch Anfänger waren und gelegentlich dementsprechende Fehler machten, zeigten sie sich dankbar für das Programm das wir ihnen boten. Was für mich besonders spannend war, war die Erkenntnis, dass ich, wenn ich von den Kleinen ernst genommen werden will, lernen muss, mich auf das Niveau der Kids zu begeben, authentisch zu sein und gleichzeitig auch noch Respektsperson zu sein. Man muss sein antrainiertes erwachsenes Gehabe ablegen und wieder denken wie ein Kind und sie da abholen, wo sie sind. Wenn das auf sie nicht glaubwürdig wirkt hat man ganz schnell keine Chance mehr. Auch was die Frage „Wie schafft man es am besten, Kinder für das geplante Programm zu begeistern?“ angeht, konnte ich an diesem Wochenende viel dazu lernen. An dieser Stelle möchte ich mich auch bei Babsi und Lydia bedanken, die uns in dieser Zeit angeleitet und unterstützt haben.

 

Programm am Abend                 Gäste

Für Andere von uns war dieser Montag der letzte Tag der Pfingstfreizeit, die ja über den selben Zeitraum stattfand. Ich glaube, es war für uns alle sehr spannend und lehrreich, aber über den freien Dienstag danach haben wir uns dann doch gefreut.

Die Woche die folgte, entsprach dann für die Meisten von uns wieder mehr dem regulären Ablauf. Wir hatten unsere wöchentlichen Einsätze bei den Klienten der DIG, besuchten Flüchtlingscafés, Deutschkurse usw.!

Für mich persönlich verlief die Woche etwas anders als für den Rest des Teams, da ich ab Mittwochmittag für ein paar Tage zu Bewerbungsgesprächen in einer Wiener Schule war. Meine Eltern haben mich für die Dauer freundlich aufgenommen. Die Gespräche liefen gut. Es gab ein Gruppengespräch aber auch eines, bei dem ich alleine „verhört“ wurde. Da es sich um eine gewöhnliche Schule, ohne christlichen Hintergrund handelt, und in meinem Lebenslauf mehrfach die Rede von Schloss Klaus und meinem Glauben die Rede war, wurde ich dazu auch direkt befragt und hatte somit die Gelegenheit, zu meinem Glauben zu stehen.

 

Immanuel DIG

Um noch ein bisschen aus den Erfahrungen anderer erzählen…

Immanuel war stolz auf den „Kubb-König“, den er, als gelernter  Tischler, im Zuge seiner Arbeit in der DIG, fertigstellen konnte.
Bei Kubb oder auch Wikingerschach, handelt es sich um eine unterhaltsame Freizeitbeschäftigung, bei der mit verschiedenen Holzklötzen auf andere Holzklötze geworfen wird. Oft spielen wir es im Ki-Punkt oder der DIG.

Klaudia und Sophia waren in den vergangenen Tage für die Frühjahrsbibelwoche eingeteilt. Auch Anne, um sie hier namentlich zu erwähnen, da sie für die Technik eingeteilt war. Auch für sie war es eine spannende Woche.

Aber bei aller Anstrengung gab es, wie immer, auch was zu lachen:

Es fing damit an, dass Frau S. Aus H. (möchte namentlich nicht erwähnt werden) Klaudias Auto, den „Gelben Blitz“, unten am Spielplatz parkte. Als sie ausstieg begrüßte sie fröhlich den Jahresteamtarbeiter Bassam und zog guter Dinge und nichts Böses ahnend von statten. Doch schon kurze Zeit später stand Klaudias Auto in der Mitte des Platzes und rollte langsam aber sicher gefährlich nahe zu den Werkstätten runter – Frau S. hatte im Gefälle geparkt und wohl die Handbremse nicht gezogen. Bei späteren Befragungen bestand sie jedoch darauf „hundertprozentig“ die Handbremse gezogen zu haben.
Bassam und seine ehrenhaften Kollegen vom Bauteam sahen dies als wertvolle Gelegenheit, der offenbar unerfahrenen Autofahrerin eine wertvolle Lektion zu erteilen. Sie schnappten sich ein paar Seile und zogen das Auto mit Hilfe anderer PKWs hinter den Funcourt. Gerne hätte ich an dieser Stelle zur besseren Visualisierung Bilder eingefügt, leider jedoch wurden, durch Unbekannte, alle Beweisfotos vernichtet. Seit diesem Ereignis sind alle Jungs glücklich S. aus H. gute Ratschläge zum Thema Autofahren und Parken mitzuteilen.

Wenn ihr euch nun noch fragt „Okay, aber wie hat sich das Ganze schlussendlich aufgelöst?“ … nun, Anne sollte als nächstes mit diesem Auto fahren, doch als sie es einfach nicht finden konnte und umkehrte um Klaudia davon zu berichten, da erspähte sie den „Gelben Blitz“ in seiner ganzen Pracht, einsam und versteckt hinter dem Funcourt.

So verabschiede ich mich nun mit den Worten:

Ziehst du deine Bremse nicht,
sei aufs Bauteam stets erpicht.

Das Bauteam, das ist gern bereit,
ob es schön ist oder schneit.

Dich auf Fehler hin zu weisen.
bedenke das auf deinen Reisen.

Darum nimm meine Warnung ernst,
zieh die Brems b’vorst dich entfernst.

 

Liebe Grüße und noch eine gesegnete Woche,

euer Rapha

 

 

Sommer, Sonne, Sonnenschein

… das Warten hat ein Ende und hier berichtet uns Anne aus der vorletzten Woche!

Unseren Teamtag am Montag verbrachten wir damit auszuschlafen, erlebtes zu verarbeiten und zu entspannen. Das Wetter war herrlich. Einige tobten sich im Bogenschießparcour hinterm Schloss aus. Andere verbrachten mit mir den Nachmittag am See. Wir genossen die Sonne, das Schreiben und die Gespräche. Ich entspannte beim Stricken und Füße im eiskalten Wasser baumeln lassen.

 

Sprung ins kräftigende NassWasserfall

 

Mein besonderes Schmankerl der Woche war wieder einmal Mathetes. Das ist ein Jüngerschaftskurs. Er setzt sich mit Themen rund um die Nachfolge Jesus, meinem Leben und meiner Berufung auseinander. Während der Bibelschule wurde er diesmal nicht angeboten. Ich bin sehr glücklich darüber, dass wir ihn jetzt machen dürfen. Er war einer der Gründe warum ich mich für die Bibelschule Schloss Klaus entschieden habe.

 

Wir hatten wegweisende Fragen fürs Selbststudium bekommen, die wir diese Woche besprachen. Einer der Fragen war „Was habe ich von Jesus gesehen, dass ich geblieben bin?“. Mein Tagebucheintrag lautete: „ich habe endlich den Halt gefunden, den ich in meinem Leben gesucht habe. Jesus ist mein Grund und Boden. Er ist mein Stecken und mein Stab. Er versorgt mich.“!

Es gab zu diesen Fragen detaillierte Fragen mit Bibelstellen, wie zum Beispiel „Hat Jesus meine Durst nach leben gestillt?“ (Joh. 4,13-14).

Wasserfall2Ich fand es zu einfach und zu langweilig diese Fragen mit „Ja“ zu beantworten. Stattdessen überlegte ich mir, wie es in meinem Alltag aussieht wenn ich meinen Durst bei Jesus stille. Dazu gehören unter anderem solche Momente wie die Zeit am See. Einfach nur SEIN und EMPFANGEN. Meistens tauche ich eher in biblische Bücher ein und erstelle kuriose Mindmaps. Oder ich gehe Begriffen auf den Grund und erstelle ebenso kuriose Mindmaps. Irgendwann tauche ich auch wieder erfrischt auf.

Am meisten fordert es mich heraus einfach nur zu Sein. Auch wenn es genauso Kraft schöpfend wie Bibelarbeit ist, kommt das in meinem und anderen aus unserem Team  im Alltag zu kurz. An stressigen Tagen bleibt dann beides auf der Strecke.

  • Bitte betet dafür, dass wir Wege zum und Freude am sein vor Gott entdecken und umsetzen.

 

Treffe Entscheidungen ansonsten tun es andere für dich!

 

Nach dem wir uns mit Elmar über die wegweisenden Fragen ausgetauscht hatten, beschäftigten wir uns mit den Themen zu unserem Leben und Entscheidungen die wir treffen. Wozu lebe ich? Sprich, was ist meine Motivation für mein zukünftiges Leben? Elmar erklärte uns wenn das „Wozu“ gut beantwortet ist, hilft es mir durch Krisenzeiten. Er sprach auch davon, „Wenn du nicht weißt wozu du lebst, wissen es andere ganz genau!“. Das Thema bewegte uns alles aus dem Team. Jeder von uns fragte sich in den letzten Wochen immer wieder „Warum bin ich hier? Was ist eigentlich mein Platz?“, „Warum habe ich mich für dieses Projekt entschieden? Ich kann doch gar nichts leisten.“ oder „Warum wollten wir anhand des Römerbriefs herausfinden wer wir in Gott sind??! Was hat uns da geritten?“. –  Egal wo wir sind, es wird Zeiten geben in den wir uns ähnliches fragen.

VorbereitungenEs ist zwar anstrengend und doch eine große Hilfe jetzt schon in die Verantwortung genommen zu werden. Wir lernen in die Stille zu gehen, zu formulieren und schriftlich festzuhalten warum wir das eigentlich tun.

Alle von uns müssen sich nach dem dritten Semester damit auseinandersetzen wie es weitergeht. Keiner geht mehr in seine alte Arbeitsstelle zurück. So wie es bisher scheint wird die neue Arbeitsstelle auch andere Schwerpunkte/Arbeitsbereiche umfassen. Gerade bei so komplexen Themen ermutigen mich Statements wie „Wenn ich weiß wozu ich lebe, kann ich mit Überzeugung „Nein“ zu Dingen sagen und mit voller Inbrunst „Ja“ zu Dingen sagen.“. Daneben haben wir uns auch mit dem Bibeltext in Mattäus 25,14-30 beschäftigt. Es geht um den Herrn der an drei Knechte verschieden viele Talente verteilt und wie sie damit umgehen. Am Ende bewertet es der Herr.

Mich zog die Aussage des dritten Knechtes in Vers 24 in den Bann. In der heißt es „Herr, ich wusste, dass du ein harter Mann bist: Du erntest, wo du nicht gesät hast, und sammelst ein, wo du nicht ausgestreut hast,“…

Ich war total aufgebracht. Der Knecht beschimpft und beschuldigte seinen Herrn zu unrecht. Er soll doch einfach nur das einsetzen was er hat. Habe ich bis vor kurzem nicht genauso gedacht? Gott der Richter, der mit erhobenen Zeigefinger und Adleraugen auf mein Leben schaut. Er wird mich nach Timbuktu oder in die sibirische Steppe schicken und schauen wie ich da (nicht) klar komme. Gott der mir das nehmen wird, was ich mir im Laufe des Lebens aufgebaut und hart erarbeitet habe. Mich erschreckte es, dass die Argumente hauptsächlich auf Erzählungen und Bibelverse die aus dem Kontext gerissen wurden bezogen. Mir wurde klar dass ich Gott eigentlich gar nicht richtig kannte. Gleichzeitig berührte es mich zu tiefst, wie Gott nie nachließ mich zu umwerben und sich mir vor zu stellen obwohl ich selbst als Christ über ihn so niederschmetternd dachte.

Henna WorkshopElmar machte uns noch einmal deutlich, dass der Herr seine Sklaven kennt. Er nimmt sie mit hinein in die Verantwortung und gibt ihnen das was sie verantworten können. Die beiden ersten Knechten lobte er gleichermaßen in den höchsten Tönen, obwohl sie unterschiedlich viele Talente übertragen bekamen. Das wurde mir erst jetzt bewusst. Ebenso, dass der Dritte im Bunde, sein Talent ablehnte indem er es vergrub.Elmar und auch Tabea schaffen es immer wieder, dass ihre Unterrichtseinheiten auch nachher noch für genügend Gesprächsstoff bei uns sorgen.

  • Wir sind dankbar, für den Teamtag der eine coole Balance aus Spiel, Spaß und geistlichem Input ist.
  • Bitte betet dafür, dass wir uns bewusst Zeit nehmen für die wegweisenden Fragen in Mathetes und uns ihnen stellen.
  • Betet dafür, dass wir nicht nur von Jesus begeistert sind, sondern es auch laut kund tun.

 

Ein Team an einem Ort und doch überall verstreut!

Kinderprogramm Lisa                 Gemeindefreizeit2

 

KünstlerPfingsten haben wir hautnah miterlebt wie es ist als Team in einer Schloss-Burg zu sein und sich trotzdem nur zwischen Tür und Angel zu sehen. Einige von uns waren in der Pfingstfreizeit mit Jugendlichen oder der Gemeindefreizeit involviert. Andere waren im Apartment 30 am Rundbriefe zu schreiben und/ oder Andachten für die Frühjahrsbibelwoche vorzubereiten. Wenn ich mal jemanden von den Teilnehmern der Freizeiten antraf und nachfragte kam ein strahlendes „voll super“.

Gemeindefreizeit

 

Je weiter das Wochenende voran schritt kam ein müde lächelndes „voll gut und intensiv“. Lisa fasziniert mich immer wieder. Sie schafft es selbst am letzten Tag noch zu strahlen und mir vorzuschwärmen wie toll Kinder sind und wie cool es doch ist sich ganz und gar auf Gott einzulassen.

 

 

  • Wir sind dankbar für die Begegnungen und den Spaß den alle hatten.
  • Bitte betet für die kommenden Freizeiten und dafür dass Gott das erlebte tief in die Herzen der Gäste und Mitarbeiter verwurzelt.

 

 

 

 

Jesus versöhnt!

Die letzte Woche war für mich (Franzi) geprägt von Gemeinschaft und  Einheit im Team, aber auch mit vielen jungen Menschen und Freunden.

Gleich zu Beginn der Woche stand unser erster „richtiger“ Teamtag mit Tabea an. Wir hatten viele tolle Vorschläge, was wir an diesem Tag machen könnten, doch wenige für schlechtes Wetter. Von einigen wurde begeistert der Vorschlag vorangetrieben verstecken im IKEA zu spielen, was nicht von allen begeistert aufgenommen wurde. Doch da bessere Ideen fehlten, setzten wir es um. Und hatten alle viel Freude und Spaß die kindliche Seite zum Vorschein zu bringen. Es war ein ausgelassener Nachmittag mit viel zum Schmunzeln und zum Lachen. Danach stand noch eine Partie Bowling an – so war für jeden etwas dabei.

Nachdem die letztem Teamtreffen sehr davon bestimmt waren organisatorische Dinge zu klären, Teamwerte festzulegen, sich mit geistlichen Themen auseinanderzusetzen, hat es uns als Team sehr gut getan einfach so miteinander Zeit zu verbringen. Seit diesem Teamtag hat sich unser Team und unser Mädels Zimmer vergrößert. Rosalie – Rambo – das Schwein ist eingezogen. Über den Namen gibt es unterschiedliche Meinungen. Gerettet aus dem IKEA von Sophia begleitet sie uns nun. Vielleicht entdeckt ihr sie hin und wieder auf unserem Blog.

photo_2016-05-11_12-29-52 (Medium)

Gemeinschaft nicht nur als Team sondern mit ca. 13 000 anderen jungen Christen war ab Mittwochabend im Programm. Christival, eine große Veranstaltung für junge Christen in Deutschland, die in größeren Abständen stattfindet. Diesmal  in Karlsruhe – ein besonderes Ereignis – unter dem Titel  „Jesus versöhnt“.

Stand2 (Medium)Stand (Medium)

Auf zum Christival ging es als Team, leider ohne Hanibal, mit unterschiedlichen Erwartungen im Gepäck.  Wir konnten bei Tatjanas Bruder und Schwägerin übernachten. Tatjana hat letztes Jahr das 3. Semester gemacht. Es war ein richtiger Segen für uns. Wir wurden sehr liebevoll aufgenommen – 10 Leute auf einmal – das ist nicht ohne! Das Schöne war, dass wir so gemeinsam als Team in den Tag starten konnten bevor es aufs Festival ging.


Was hat mich am Christival begeistert?

Begeistert haben mich die Einheit und die Freude aller. Auf einem Festival zu sein, an dem junge Menschen und Mitarbeiter aus den unterschiedlichsten Gemeinden und Projekten zusammen kommen. Und es um eins geht, nämlich Jesus und nicht um die Unterschiede.

Halle Abendprogramm (Medium)Die gute Stimmung, Ausgelassenheit, Freundlichkeit aller war nicht nur auf dem Christival Gelände wahrnehmbar, sondern auch in der Stadt. So hat sich ein S- Bahnfahrer bei seinen Fahrgästen bedankt mit der Aussage, er habe noch nie so viele positiv gestimmte Leute gefahren.

Ist das nicht eine geniale Aussage! Da wird es richtig sichtbar, dass wir Salz und Licht sind. Bei einer Person, kann man schnell sagen, sie ist einfach freundlich. Aber bei über 13.000, da wird sichtbar, dass alle eine Quelle, Jesus, haben.

Begeistert hat mich auch die Kreativität der Veranstalter.

 

DSC02784 (Medium)So gab es morgens einen Programmpunkt – mit einem Bibelabschnitt in den Tag zu starten- spannend für Teens und Jugendliche gestaltet. Es gab vier unterschiedliche Formate. „Plug – In“ will ich euch kurz vorstellen: Jeder bekommt zu Beginn einen Kopfhörer mit verschiedenen Kanälen. So kann jeder für sich eine Lobpreisrichtung wählen – zwei Lobpreisbands – und ein DJ sind gleichzeitig auf der Bühne. Jeder wählt sich seinen Musikstil per Kopfhörer. Jeder singt für sich, doch alle zu Ehre Gottes. Zieht man sich den Kopfhörer aus dann fragt man sich schnell wo man gelandet ist, da ein Gesangs -wirrwarr hörbar ist. Ich hab mich gefragt, wie das im Himmel aussehen wird. Werden wir alle denselben Text, dieselbe Melodie und in derselben Sprache singen? Wird es so ähnlich aussehen wie bei Plug In – alle mit demselben Ziel Jesus die Ehre zu geben, doch in unterschiedlicher Art und Weise? Zum Hören des Bibeltextes konnte eine von drei  Sprachen gewählt werden. Danach konnte man sich  entscheiden auf welche Frage zum Bibeltext, man gerne eine Antwort hören möchte.

photo_2016-05-11_12-29-34 (Medium)
Am letzten Abend gab es ein Mega-Picknick. 13.000 – Picknickdecken, dazu Bürger aus Karlsruhe, die das Essen mitbrachten – Kann das gut gehen? Wird jeder satt? Findet jeder Platz?

Nach kurzem hin und her, war für jeden genug Platz und Essen da und noch Essen übrig. 800 Gastgeber machten mit!! Es war toll zu sehen wie viele Karlsruher sich beteiligten und noch am Abend mit dabei waren.  Dazu gab es noch tolles Wetter, gute Stimmung, gute Laune. Wir haben den Abend zusammen mit Bibelschülern vom 1+2. Semester verbracht- was wunderschön war! Danach gab es Konzerte um das Schloss herum und in der Innenstadt.

 

Gruppe Schlossgarten (Medium) DSC02827 (Medium)


Was habe ich beim Christival geschätzt?

Sehr geschätzt habe ich Freunde zu treffen. Das war eines meiner Highlights.  Es war richtig schön, dass einige aus unserer Bibelschulklasse da waren.  Es war spürbar, dass in dem halben Jahr Freundschaften entstanden sind,  Tiefe und Vertrauen.

Geschätzt hab ich, dass es einen „Stille Raum“ gab. Es war für mich eine Oase im sonstigen Trubel und lautem Treiben. Zur Stille zu kommen und sich Zeit für Jesus zu nehmen.

Dabei bin ich über Johannes 17, 23 gestolpert beim Bibellesen. Das hat für mich das Christival ausgemacht. Das wünsche ich mir für unser Team und für uns als Christen.

 

DSC02880 (Medium)

„Ich in ihnen und du in mir- so sollen sie zur völligen Einheit gelangen, damit die Welt erkennt, dass du mich gesandt hast,  und dass sie von dir geliebt sind, wie ich von dir geliebt bin.“

Und natürlich das wunderbare, tolle Wetter mit viel Sonnenschein!!!

 

Hanibal und Juraj