Überreich beschenkt von Gott

Leben im Überfluss – die Zeit in Albanien

Ich aber bringe Leben- und dies im Überfluss.

(Joh. 10,10)

Beim Lesen dieses Verses stellt sich mancher Leser vielleicht auch die Frage, wie dieses Leben im Überfluss aussieht, von dem Jesus hier spricht. Wenn ich an die drei Wochen Albanien denke, die wir jetzt hinter uns haben, passt dieser Vers aus meiner Sicht perfekt als Überschrift.

Ich habe es genossen, mit dem Fokus auf Jesus auf dem Camp zu dienen. Es war mir wirklich eine Freude in der Küche mit anzupacken und bei manch anderen Aktivitäten als Helfer dabei zu sein. Wir durften Menschen kennenlernen, die für mich wirklich zu Vorbildern geworden sind. Hierzu gehört für mich Eric, der mit einer Ruhe und Weisheit die Camps leitet. Aber auch Mitarbeiter wie Julie, Rodina und Irdi, die jede Woche aufs Neue voller Freude die Kinder auf dem Camp willkommen heißen. Und nicht zu vergessen die Frauen in der Küche, die so eine Liebe ausstrahlen und das Camp mit tollem Essen versorgen.

Es war wirklich cool, Teil einer Kultur zu sein, die beziehungsorientiert ist und so viel Leben in sich trägt. Gerade die albanischen Tänze, die jeder dort von Kind auf lernt, sind einfach der Hammer. Und es war schön zu sehen, wie viel Segen auf diesem Camp liegt, zu dem jedes Jahr über 1.500 Kids und Teens aus dem ganzen Land kommen. Der Segen bleibt aber nicht nur auf dem Camp, sondern verändert auch Erseka. So werden beispielweise einige ältere, bedürftige Menschen jeden Tag mit Essen versorgt. Für mich persönlich war es auch wertvoll, viel Zeit mit Gott verbringen zu können, auf seine Stimme zu hören und für andere zu beten.

In unserer letzten Campwoche waren wir nur „Teilzeitkräfte“, weil wir am Ende der Woche einen kurzen Albanientrip machen durften. Und so haben wir den Mitarbeitern eine Freude gemacht, indem wir bis Mittwochvormittag den im Camp so ungeliebten Spüldienst übernommen haben.

Am Mittwoch hieß es dann Abschied nehmen, was einigen von uns doch schwer gefallen ist. Uns ist so viel Dankbarkeit entgegen geströmt, was mich persönlich sehr bewegt hat. Eric meinte, dass unser Einsatz Spuren hinterlassen wird auf dem Camp und bei den Mitarbeitern, von denen einige zu der 1. Generation an Christen in Erseka gehören. Fraglich bleibt für mich persönlich, ob nicht der Albanien Einsatz bei mir mehr Spuren hinterlässt als umgekehrt. Umso schöner ist es, wenn beide Seiten gesegnet sind. Natürlich könnte ich an dieser Stelle auch über die Schattenseiten dieses Landes berichten, aber ich möchte bewusst auf die Schönheit schauen und auf Gottes Licht, das dort scheint.

Unser Kurztrip hat uns nach über 4 Stunden Fahrt durch die vielseitige und wunderschöne Landschaft Albaniens nach Vlora an den Strand geführt. Für uns als Team war es, trotz einiger Krankheitsausfälle, ein schöner Abschluss des Albanieneinsatzes. Es war cool gemeinsam Zeit zu haben, am Strand zu sein, das Meer zu genießen, gut zu Essen etc. Ein letztes Highlight war die Rückkehr zum Camp vor unserer Abreise. Die Mitarbeiter haben uns herzlich empfangen und wir konnten nochmal mit Tänzen die Zeit abschließen.

Vielen Dank für eure Gebete. Wie ihr hoffentlich herauslesen konntet, hat Gott sie erhört. Nun sind wir zurück am Schloss und verbringen hier bis zur Abreise am Freitag unsere letzten Tage. Bitte betet für Gesundheit, auch innerlich gutes Ankommen und dafür, dass die Zeit sowohl für uns als auch die Mitarbeiter hier zum Segen wird.

Liebe Grüße,

David

Mitarbeiterbild.

Falëminderit – Die zweite Woche in Albanien

Für die zweite Woche in Albanien möchte ich „falëminderit“ (Dankeschön) sagen. „falëminderit“ an die Menschen, die für uns beten, „falëminderit“ an die Leute, die uns unterstützen, „falëminderit“ an die Menschen, die uns in Albanien so herzlich aufgenommen haben. Die Liste könnte man noch ewig weiterführen. Das größte „falëminderit“ aber geht an unseren Gott, der uns hier an diesen Ort geschickt hat.

Die zweite Woche in Albanien war eben so intensiv wie die erste, wenn nicht sogar noch intensiver. Dieses Mal hatten wir es mit ca. 150 Kindern im Alter von 12 – 14 Jahren zu tun. So wie letzte Woche waren wir in den verschiedensten Aktivitäten eingeplant. Vom Klettergarten über die Küche bis hin zum Kanufahren war wieder alles dabei. Das Wetter war über die Woche sehr gut, so dass wir jeden Tag mit den Kindern draußen nutzen konnten.

Mein persönliches Highlight in der Woche war, als ich mit einem jungen Mädchen im Kanu saß und sie fragte, ob es ihr auf dem Camp gefällt. Sie antwortete darauf: „of course, it’s the best summer I ever had” (Übersetzung: „Ja natürlich, das ist der beste Sommer, den ich jemals hatte). Diese Antwort hat mich mit Freude erfüllt und mir ist nochmal so richtig bewusst geworden, wie wichtig unsere Aufgabe hier am Camp ist. Obwohl wir nicht gerade in der leitenden Position und nur ein kleiner Teil von einem riesigen Camp sind, sind wir doch eine große Hilfe, begeistern die Kinder und bauen so am Reich Gottes mit. Von den Mitarbeitern haben wir gehört, dass einige Kinder sich für ein Leben mit Jesus entschieden haben, was unglaublich schön ist.

Natürlich ist die Campzeit nicht nur einfach, wir haben auch mit Schwierigkeiten zu kämpfen. Eine davon ist die Sprache, die es für uns immer noch relativ schwer macht gute Beziehungen mit den Kindern aufzubauen. Klar gibt es vereinzelnd Kinder die Englisch sprechen, schwierig bleibt es trotzdem. Doch wenn Beziehungen entstehen, schätzen wir diese umso mehr. Auch die Beziehung mit den Mitarbeitern wächst stetig, was wirklich schön ist. Am Donnerstag waren wir bei Eric eingeladen, einem der Leiter des hiesigen Fackelträgerzentrums. Er berichtete einiges von seinem eigenen Leben und der Geschichte des Fackelträgerzentrums „Udhëkryq“.

Am Samstag nach dem Camp, wurden wir mit einem Ausflug an einen nahegelegenen See belohnt. Dort haben wir den Tag mit ein paar Mitarbeitern verbracht. Wir machten ein Lagerfeuer, sangen Lieder und schliefen unter freiem Himmel, einfach wunderbar. Den Sonntag waren wir wieder in der Kirche und den Rest des Tages entspannten wir.

Zurückblickend kann man die Woche als sehr positiv und erfolgreich ansehen. Ich bin wirklich dankbar für jeden einzelnen Tag und für jede einzelne Begegnung.

Freundliche Grüße aus Albanien,

Ralph

Missionseinsatz Albanien: Den Menschen in Albanien dienen

„Riiiiing“ der Wecker klingelt, es ist 1.00 Uhr in der Nacht. Abflug vom Wiener Flughafen um 6.35 Uhr, für Frühaufsteher eine gute Zeit, für uns Bibelschüler herausfordernd. Trotz früher Stunde haben wir es geschafft alle gesund und munter am Flughafen anzukommen.

“Den Leuten in Albanien dienen”

Unter diesem Motto machten wir uns auf die Reise. Um ca. 8.45 landeten wir in Ohrid, Nordmazedonien. Der Flughafen war recht überschaubar, doch die Probleme ließen nicht lange auf sich warten. Wir mussten nun, unter einer Ansammlung von Taxifahrern, die Lauthals „Taxi, Taxi, Taxi“ brüllten, unseren Chauffeur ermitteln. Doch das war für uns ein Klacks, nach wenigen Minuten machten wir uns bekannt mit Irdi, einem sehr herzlichen und humorvollen Mitarbeiter von Udhëkryq. Er sollte uns nun Wohlbehalten von Nordmazedonien zum Fackelträgerzentrum in Albanien bringen. Alleine die Fahrt war ein Abenteuer. Es ging nämlich, mit einer Person zu viel im Auto, über ausbaufähige und sehr kurvige Straßen. Dass wir eine Person zu viel im Auto waren, war anscheinend kein Problem. Ganz im Gegenteil, in einer uns unbekannten Stadt stieg eine weitere Person, die uns bis heute ebenfalls unbekannt ist, mit ein. So fuhren wir zu 11 in einem 9-Sitzer zum Fackelträgerzentrum.

Die Mitarbeiter am Fackelträgerzentrum haben uns sehr herzlich empfangen. Ich für meinen Teil habe mich ab der ersten Minute sehr wohl gefühlt. Noch am selben Tag wurden wir auch schon in die albanische Kultur mithineingenommen. Zum Mittagessen gab es „Pettula“, ein frittierter Teig, der mit Zucker absolut spitze schmeckt. Am Abend wurde dann noch ganz traditionell getanzt, wir Bibelschüler waren direkt ein Teil dieser großen Familie.

Am Sonntag hatten wir das Privileg in der recht lebhaften Kirche in Ersekë dabei zu sein, was uns ebenfalls einen guten Einblick in die Kultur gegeben hat.

Am Montag fing der Ernst des Lebens an. Die erste Freizeit mit knapp 180 Kinder mit dem Thema Jona. Es gab sehr viele Angebote für die Kinder, von Bogenschießen über Pool bis hin zu Kletterturm war alles dabei. Auch Fußball oder andere Ballsportarten sind bei den albanischen Kindern sehr beliebt. Wir Bibelschüler waren in unterschiedlichen Bereichen aufgeteilt. Manche waren beim Klettern, manche beim Fußball wieder andere beim Pool oder in der Küche, um dort die Frauen zu unterstützen, die das Essen für über 200 Personen vorbereiten. Abends gab es immer Programm mit vielen Liedern, ein kurzes Theaterstück und einen Input. Für mich und auch die anderen Bibelschüler ist die Sprachbarriere eine Herausforderung. Man kann sich mit den Kindern nur in ganz gebrochenem Englisch oder Albanisch unterhalten, was für den Beziehungsaufbau nicht gerade förderlich ist. Trotzdem haben wir erleben können, wie Gott uns auch mit diesem Problem nicht alleine lässt und wir haben gemerkt wie die Woche über gute Beziehungen entstanden sind.

Für mich war es so eindrücklich zu erleben, wie man alleine durchs Fußballspielen Beziehungen aufbauen kann. Ich habe mich nach ein Paar Partien richtig gut mit einigen Jungs verstanden. Sie haben dann auch in Laufe der Woche noch viel mit mir geredet und verschiedene Aktivitäten mit mir gemacht. Für mich war es einfach ein Geschenk Gottes, dass ich mich trotz der Sprachbarriere so gut mit den Kindern anfreunden konnte. Ich freue mich schon auf die nächsten „Camps“ und bin gespannt, was Gott noch so für uns vorbereitet hat.

Liebe Grüße,

Ralph

Absoluto guto

„Meinem Gott vertrau ich gerne,

er meint es absoluto gut mit mir“

So heißt es in einem Kinderlied, das wir vorletztes Wochenende in Linz mit über 40 Kindern gesungen haben. Vor zwei Wochen hätte ich noch nicht gedacht, dass ich diese Überschrift über meinen Blogbeitrag stellen würde. Ganz im Gegenteil: In der Vorbereitungszeit vor den beiden Kinderprogrammen in Linz und hier am Schloss  dachte ich mir eher: „Was mache ich hier eigentlich? Ich habe gerade 1 Jahr Urlaub, könnte irgendwo am Sandstrand liegen oder auf einer Berghütte ein kühles Radler und Kaiserschmarrn genießen. Jetzt mache ich Kinderprogramm, etwas dass ich bisher so gut wie gar nicht gemacht habe und ich bisher auch nicht zu meinen Stärken gezählt habe.“ Zugegeben, gerade das Kinderprogramm in Linz auf einem Treffen mennonitischer Gemeinden war anfangs sehr herausfordernd für mich. Unbekannte Umgebung, fehlende Erfahrung, wenig Schlaf  etc. Aber es lief richtig gut! Unser Programm wurde gut angenommen und wir haben in unseren Andachten den Kids zeigen können, wie wir anhand der Beziehung von Jesus und Petrus von Jesus lernen können (Freundschaft, Vertrauen, Umgang mit Fehlern). Es war einfach cool mit den Kids Gott zu feiern, „Gott ist stärker noch als Superman…“ klingt jetzt noch in meinen Ohren nach.

Zurück am Schloss startete gleich im Anschluss das Kinderprogramm der Frühjahrsbibelwoche. Statt 25 hatten wir nur 5 Kinder in unserer Altersgruppe. Aber es war schön, die Möglichkeiten am Schloss zu nutzen, um den Kids ein cooles Programm zu bieten, aber auch um Andachten und Zeugnisse über Gottes Charakter bei der Kanufahrt oder am Lagerfeuer weiterzugeben.

Besonders eindrücklich war bei beiden Freizeiten für mich, wie Gott einem eine Liebe für die Kinder schenken kann, ganz egal ob man die Kinder im ersten Moment sympathisch oder unsympathisch findet. Und so bleiben mir vor allem die persönlichen Begegnungen mit den Kids in guter Erinnerung.

Mittlerweile ist für mich die Freizeitarbeit hier am Schloss zu Ende und ich darf ein paar freie Tage genießen, bevor es am Samstagmorgen nach Albanien geht. Ok, mit dem Sandstrand wird es hier wohl nichts, aber ich bin dankbar die schöne Natur (z.B. den Ausflug an die Dr. Vogelsang-Klamm) und die gute Gemeinschaft mit den Mitarbeitern hier am Schloss genießen zu können. Und den Kaiserschmarrn bekommen unsere Köche Kevin und Philipp ja auch gut hin.

Wir freuen uns sehr über eure Gebete. Gerne dürft ihr für die Freizeitarbeit der anderen Bibelschüler und unseren bevorstehenden Einsatz in Albanien beten.

Seid gesegnet!

David

Gott erleben – ganz praktisch in der Freizeitarbeit

Philine, Samuel und ich durften am Pfingstwochenende beim Pfingstevent am Schloss mit dabei sein. Bei den Vorbereitungen wurde uns gesagt, dass sich dieses Mal nur 8 Teens angemeldet haben. Ich habe mir da zuerst gedacht: “Ok lohnt sich das dann überhaupt? So ein Programm auf die Beine zu stellen für so wenige Teens?“ Aber ich entschied mich dazu, dass es sich für jeden Einzelnen lohnt. Und es auch als Chance zu sehen, um mit den Teens wirklich ins Gespräch zu kommen und auf sie ganz individuell eingehen zu können. Nachdem ich mir das vorgenommen hatte, habe ich mich sehr auf die Freizeit und die kleine Gruppe gefreut.

Am Anreisetag war ich trotzdem nervös, weil ich mir nicht sicher war, wie es für die Teens sein wird, mit so wenigen Leuten auf der Freizeit zu sein. Am Abendessen bei den Gesprächen fiel irgendwann der Satz von einem Mädchen, dass es so schön ruhig hier ist und dass sie das gerade voll genießt. Das war die erste Bestätigung, dass es auch für die Teens cool ist in so einer kleinen Gruppe zu sein. Dadurch konnte auch eine richtig gute Gruppengemeinschaft entstehen. Am Anfang hatte ich auch die Befürchtung, dass die Teens nicht miteinander klar kommen, da sie schon recht unterschiedlich waren. Doch diese Befürchtung hat sich überhaupt nicht bestätigt. Wir waren so eine harmonische Gruppe, bei der jeder auf jeden geachtet hat und alle ihren Spaß hatten.

Das Thema des Wochenendes war Akte XX – Frauen in der Bibel. Unsere Aufgaben waren einen Beauty Palace als Willkommenspunkt für die Teens, den Lobpreis- und Gebetsabend und eine Andacht vorzubereiten. Die Andacht wurde von Samuel vorbereitet und um die anderen zwei Punkte kümmerten Philine und ich uns.
Zusätzlich waren wir Teil eines Anspiels, bei dem die Teens jeden Tag einen Kriminalfall aus der Bibel aufklären mussten.

Der Lobpreis- und Gebetsabend war eines meiner Highlights an dem Wochenende. Es war etwas ungewiss davor, wie das Wetter werden wird, da wir geplant hatten ihn am Lagerfeuer stattfinden zu lassen. Doch unser Vertrauen auf Gott hat sich gelohnt. Der Abend konnte draußen stattfinden.
Im Nachhinein kann ich sagen, dass wir an dem Abend Gottes Führung erlebt haben. Das durften wir auch schon am Abend selbst spüren. Wir starteten mit ein paar Liedern und einem Kurzinput über Hanna, der Mutter Samuels. Diese Frau hat mich sehr fasziniert. Ihr Vertrauen auf Gott, dass er Gebet hört und erhört und ihre Treue, das Versprechen das sie abgelegt hat einzuhalten, sind zwei Eigenschaften, die ich mir wünschen würde. Ich wäre gerne mehr wie sie. Nachdem wir noch ein paar Lieder gesungen hatten, ging es über in Gebetsstationen. Eigentlich hatten wir überlegt, dass Philine die Station betreut, an der man für sich beten lassen kann. Doch es sollte anders kommen. Philine hatte den Eindruck, dass es gut wäre, wenn sie mit einem der Teens, welcher eine Lernbeeinträchtigung hat, zusammen die Gebetsstationen durchläuft. Deswegen hat sie mich ganz spontan gefragt, ob ich ihre Station übernehme. Da ich noch nie eine solche Station übernommen habe, war ich ganz schön nervös. Ich saß dort und habe zuerst einfach gebetet, dass Gott mich führt und ich ruhig werde. Dies durfte ich auch direkt spüren. Für mich war die Zeit, in der ich für andere beten durfte, so wertvoll. Ich war danach so erfüllt und von Gott begeistert. Auch Philine hatte an diesem Abend ein richtig gutes Gespräch mit einem der Teens. Es war einfach genial zu sehen, wie Gott uns da geführt hat. Es ist so schön zu erleben, wie Gott lenkt und wie es sich lohnt auf ihn zu vertrauen.

Zurückblickend auf das Wochenende, bin ich begeistert wie gut die Zeit mit den Teens war und bin Gott dankbar, dass er so viel aus dem Wochenende gemacht hat. Nicht nur die Teens konnten Neues aus der Bibel und von ihm lernen, sondern auch ich wurde beschenkt.

Der Rest von unserem Team war in Linz bei einer Konferenz von der Mennonitischen Gemeinde. Dort durften sie für knapp 50 Kinder Programm machen. Für sie war es eine sehr gesegnete Zeit, in der sie und die Kinder von Jesus lernen konnten, da dies auch das Thema der Konferenz war.

Gott segne euch!

Salome

Zurück am Schloss! Back to the beginning!

Es ist so schön wieder am Schloss zu sein! Wir durften so eine gesegnete Zeit in Rumänien erleben und der Abschied war schwer, aber doch durfte ich jetzt auch wieder feststellen, wie wertvoll es ist, wieder zu dem Ort zurück zu kommen, wo das 3. Semester angefangen hat. Ich konnte innerlich zur Ruhe kommen und in Gottes Gegenwart auftanken.

Schon als wir in Rumänien bei dem Fackelträgerzentrum PDF waren, fande ich es faszinierend, wie ich einen Frieden fühlen konnte und mich Gott so nahe gefühlt habe. Ein Ort der so vom Gebet getragen ist und von Gott so reich gesegnet ist, dass man es fühlen kann. Das hat mich so bewegt und ich bin so glücklich, dass ich dasselbe über Schloss Klaus sagen kann. Auch hier darf ich besonders spüren, wie Gott diesen Ort mit seinem Segen und seiner Gegenwart erfüllt.

Es ist auch so bereichernd Gottes Schönheit in dieser wunderschönen Natur zu genießen!

Das Schloss im Sommer zu erleben ist auf jeden Fall eine Erfahrung wert! Man kann nur staunen, wenn man die majestätischen Berge von der Sonne erstrahlt sieht und nachts das Funkeln der zahlreichen Sterne betrachtet! Einfach unfassbar wunderschön! Friedi erzählte mir an einem Abend, als wir die Sterne bestaunt haben, wie in einem Kinderbuch die Erschaffung der Sterne beschrieben wurde: ‚Mit einer einfachen Handbewegung streut er die unzählbaren Diamanten an den Himmel und meint: „denkst du, es wird ihnen gefallen?“‘ Was für ein schönes Bild, dass Gott uns die Natur als Geschenk gegeben hat, damit wir uns daran freuen können!

Es tut einfach gut zwischendrin eine Zeit zu haben, wo man von Gott wieder mit Kraft ausgestattet wird für die nächste Zeit. In der letzten Woche konnten wir nämlich schon mit den Vorbereitungen beginnen für die Freizeiten, die jetzt anstehen. Wir hatten viel Spaß dabei zu lernen, wie man eine Gruppe anleitet beim Bogenschießen und Kanu fahren, was wir gleich mit einem Grillausflug verbunden haben. Außerdem durften wir das Schloss auch praktisch beim Unkraut jäten unterstützen!

Spannend zu erleben war auch, wie wir beim Vorbereiten für das Kinder- und Teen Programm in die Geschichten der Bibel eintauchen konnten, um sie aus kindlicher Perspektive zu betrachten. Da wird einem wieder bewusst wie unglaublich groß und herrlich unser Gott ist und wie sehr er uns liebt!

Viele Grüße,

Aileen

Gott belohnt Vertrauen

„And I will always love you…“ – ich werde dich immer lieben – hörten wir es aus den Lautsprechern des Transporters, den zwei Handwerker beluden und der einige Meter von uns entfernt stand. Es war am Dienstag, 28. Mai, als wir uns am Morgen ein letztes Mal auf den Weg ans Jugendhaus nach Keresztur machten, um uns von den Mitarbeitern, mit denen wir in den letzten dreieinhalb Wochen zusammengearbeitet und zusammengelebt haben, zu verabschieden. Begleitet wurde die teils emotionale Verabschiedungsrunde nun eben unbeabsichtigt vom noch emotionaleren (und vielleicht ein wenig kitschigen ?) Whitney Houston-Hit. Und irgendwie hatte ich den Eindruck, dass das Lied doch zur Situation passte. Denn das war es, was wir in diesem Moment über die Menschen, von denen wir uns verabschiedeten und über die Arbeit, die wir in den vergangenen Wochen kennen lernen durften, dachten: Wir werden nicht so schnell vergessen, was wir hier erleben durften.

„An Verabschiedungen erkennst du, wie viel du einem Menschen bedeutest“ waren die passenden Worte, die David im Nachhinein dazu gefunden hatte. Und wir konnten wirklich sagen, dass uns die Menschen, die wir kennen gelernt haben, sehr ans Herz gewachsen sind. Und wir hatten den starken Eindruck, dass es auch umgekehrt der Fall war. Denn: Wir konnten uns erst auf dem Heimweg machen, nachdem wir unser verstecktes Gepäck in einer Schnitzeljagd wieder gefunden und am Abreisetag unser mit Klarsichtfolie eingewickeltes Auto befreit hatten. ?

Dass in diesen drei Wochen eine so tiefe Verbindung zu den Menschen in Keresztur und Umgebung entstanden ist, empfinde ich als großes Wunder – vielleicht sogar als das größte Wunder unserer Rumänienzeit. Warum? Die Frage, die uns in der Vorbereitung und auch in der Anfangszeit in Rumänien am stärksten begleitet hat, war: Wie können wir Jesu Liebe weitergeben, wie können wir Beziehungen zu den Menschen in Rumänien aufbauen, wenn wir (fast) kein Wort ungarisch sprechen – und die Menschen vor Ort kein Deutsch können? Auf diese Frage hatten wir keine Antwort. Und so blieb uns nichts anderes übrig, als Gott ganz zu überlassen, wie er uns gebrauchen und was er mit uns in Rumänien anfangen wird. Wir zogen im Vertrauen darauf los, dass seine Fähigkeiten größer sind als sprachliche Barrieren. Und nach dem ersten gemeinsamen (und recht schweigsamen) Essen im Jugendkreis, direkt am Ankunftstag, war uns klar, dass es hier Gottes Eingreifen braucht. Und das haben wir nun tatsächlich erlebt.

Es gab in unserer letzten Woche zwei konkrete Erlebnisse, in denen diese Erfahrung von Gottes Wirken ganz klar sichtbar wurden:

Zum einen durften wir noch einmal zwei Tage Kinderbibeltage in Fiatfalva mitgestalten. Dieses Mal waren die etwas älteren Kinder an der Reihe. Unsere Befürchtungen, vielleicht zu lebhafte Kinder vor uns zu haben, wurden überhaupt nicht bestätigt. Und auch hier durften wir wieder erleben, wie Gott ohne Sprache Verbindungen geschaffen hat.

Zum zweiten möchte ich noch kurz das absolute Highlight der letzten Rumänienwoche schildern: Da uns die Männer aus Csekefalva beim gemeinsamen Arbeiten und durch die Jugendabende sehr wichtig geworden sind, haben wir uns dazu entschieden, sie am letzten Sonntag zum Abendessen einzuladen. Das war sehr spannend, weil wir wussten, dass nur einer der jungen Männer so viel Deutsch spricht, dass er die gröbsten Dinge in der großen Runde vermutlich übersetzen kann. Wie die persönlichen Gespräche am Tisch ablaufen werden oder ob es viel peinliches Schweigen geben wird, wussten wir nicht. Besonders ich war vor diesem Abend nervös und konnte mir nicht so richtig vorstellen, wie der Abend wohl werden würde. Im Gebet habe ich Gott den Abend bewusst hingelegt und ihn gebeten, die Führung zu übernehmen und aus dem Abend zu machen, was er daraus machen wollte. Und die gemeinsame Zeit war wirklich überwältigend! Wir erlebten so eine Freude, eine Fröhlichkeit, gute Gespräche mit Händen und Füßen und Wortfetzen und eine tiefe gemeinsame Zeit. Es war ein Abend mit guten, alten Freunden – die wir eben erst seit drei Wochen kannten. Wir waren alle dankbar und froh, die Entscheidung für diese Einladung getroffen zu haben.

Gott hat unser Vertrauen auf ihn, mit dem wir nach Rumänien gegangen sind, belohnt. Und wir durften erleben, wie er unsere leeren Hände gefüllt hat, sodass wir etwas weitergeben konnten und auch für uns viel übrig geblieben ist. Sein Segen und Wirken sind geflossen, das durften wir deutlich spüren.

Die Zeit in Rumänien ermutigt mich, auch zukünftig die richtigen und nötigen Schritte zu gehen und dabei auf Gott zu vertrauen. Und ich hoffe, dass das auch dich ermutigt, dasselbe zu tun!

Ich danke dir für deine Begleitung und dein Beten während unserer Zeit in Rumänien und freue mich sehr, wenn du uns auch weiterhin unterstützt. Wir sind gespannt, was uns in der Zeit am Schloss und in Albanien erwartet.

Im Herrn verbunden – er wird dich immer lieben.

Dein Samuel

Dank:

  • Viel Segen, den wir in Rumänien erleben und weitergeben durften
  • Bewahrung bei allen Aktionen und auf den Fahrten
  • Für alle Beziehungen, die uns geschenkt wurden

Bitten:

  • Darum, dass jeder die Zeit in Rumänien gut verarbeiten kann und sie somit gute Entwicklungsschritte nach sich zieht.
  • Für eine ebenfalls segensreiche Zeit am Schloss.
  • Dass die Menschen in Keresztur, Csekefalva und Fiatfalva Jesus immer besser kennen lernen.
  • Dafür, dass Gott die mit Händen zu greifende Not der Kinder, die wir in den Kinderbibeltagen kennenlernen durften, ausfüllt. Sie brauchen Jesus so sehr.

Ein Stück Himmel auf Erden

Bevor du weiterliest, bitte ich dich, einen Moment inne zu halten, um dir zu überlegen, wo es in deinem Leben Momente gab, bei denen du anschließend sagen konntest:

„Wow, hier durfte ich ein Stück Himmel auf Erden erleben“.

Genau diese Aussage beschreibt das Erlebte von uns letzten Sonntag als Team und mir persönlich – und da möchte ich dich nun in zwei konkrete Erlebnisse mit hineinnehmen.

Einmal im Monat findet in Arkeden, auf dem Gelände der dortigen Kirchenburg, ein gemeinsamer Gottesdienst mit anschließendem Beisammensein für alle Mitarbeiter der Arbeit vor Ort statt. Dieser Tag soll dazu dienen, gemeinsam Gott zu loben und ihn zu ehren, Gemeinschaft zu pflegen und es soll ein Tag der Wertschätzung und des Danke-Sagens für die Mitarbeiter und ihre Arbeit sein.

Damit es nicht zu einem Fest wird, an dem die Personen, denen gedankt und die beschenkt werden sollen, selbst arbeiten müssen, sagten wir als Bibelschulteam mit Freude der Anfrage zu, uns um diesen Tag und alles was dazugehört zu kümmern. Hierzu gehörten die Vorbereitungen vor Ort, das Kochen des Essens und die musikalische Mitgestaltung des Gottesdienstes.

Da wir nicht irgendein Essen servieren wollten und für den Großteil unserer Gruppe das Herz für die schwäbische Küche schlägt, beschlossen wir, unsere ungarisch-rumänischen Freunde zur Vorspeise mit Flädlesuppe und zur Hauptspeise mit selbstgemachten Spätzle und Geschnetzeltem zu bekochen.

Zur Mittagszeit starteten wir gemeinsam mit Kaffee und Kuchen unter dem großen Kastanienbaum auf dem schönen Gelände der alten Kirchenburg.

Bei der Ankunft und während des ganzen Tages beeindruckte mich zutiefst die Offenheit und Herzlichkeit von Johannes und Martin, zwei Pfarrer, die wir in dieser Zeit kennenlernen durften, im Umgang mit den Mitarbeitern. Unter den Mitarbeitern befinden sich Personen, die teilweise wenig in der Gesellschaft angesehen sind, doch genau hier war eine unfassbar große Liebe sichtbar und spürbar. Mit offenen Armen gingen sie bei der Begrüßung auf die einzelnen Personen zu, umarmten sie, sprachen mit ihnen, zeigten ehrliches Interesse, verbrachten Zeit mit ihnen, lachten gemeinsam und setzten sich bewusst mit ihnen an einen Tisch um gemeinsam zu Essen. Genau in diesem Tun und Handeln von Martin und Johannes erkannte ich Jesus. Jesus, der sich nicht mit den angesehenen Leuten abgegeben hat und sich nur in ihren Kreisen bewegte und aufgehalten hat, sondern Jesus, der Zeit mit den Menschen verbrachte, die von der Gesellschaft verstoßen und verachtet wurden. Genau mit diesen Menschen wollte Jesus Gemeinschaft leben und haben. Auch bei Johannes und Martin war eine völlige Annahme, Wertschätzung und Liebe ihren Mitmenschen gegenüber spürbar, die mich unglaublich beeindruckte und mich an das Beisammensein im Himmel und an das Handeln und das Wesen von Jesus erinnerte.

Ein weiteres Erlebnis, was mich zu der Aussage „Ein Stück Himmel auf Erden“ führte, war die Einheit in der großen Vielfalt. Die Vielfalt, die in uns als Gesamtgruppe war, sei es durch unsere unterschiedlichen Nationalitäten, durch die verschiedenen Sprachen, unterschiedliche Generationen oder durch die ganz individuellen Hintergründe und teils sehr unterschiedlichen Biografien, führte uns nicht zur Spaltung, sondern es war eine starke Einheit spürbar. Diese Einheit wurde während dem Gottesdienst mit dem gemeinsamen Feiern des Abendmahls und dem Lobpreis in unterschiedlichen Landessprachen deutlich spürbar. Besonders an diesem Tag war eine tiefe Verbundenheit zueinander spürbar, die nur durch die Einheit in Jesus Christus unseren Herrn möglich ist.

An diesem wunderschönen, erfüllenden und gesegneten Tag schenkte Gott uns ein Stück Himmel auf Erden und Einblick in das was noch bevorsteht! Wir können uns sehr darauf freuen!

Viele liebe Grüße aus dem schönen Rumänien – und bis bald!

Philine

„Verwechsle nicht die Schöpfung mit dem Schöpfer!“ – „Erst die Arbeit, dann das Haus!“

Diese bedachten Aussagen kamen mir in der zurückliegenden zweiten Woche in Rumänien immer wieder in den Kopf – beim Lesen wird euch klar warum. Ich möchte euch mit hineinnehmen in das was wir alles mit Gottes Hilfe erleben durften.

Anfangen möchte ich bei den Erlebnissen von letztem Wochenende. Drei Mädels von unserem Team durften während der Frauenfreizeit im Fackelträgerzentrum in der Küche und im Haus mithelfen und so in die Gemeinschaft der Frauen eintauchen – rumänisch und ungarisch sprechende, Siebenbürger Sachsen, Deutsche, etc. Diese rund 50 Frauen, darunter auch einige Mitarbeiterinnen der Arbeit von Scharsers, wurden sehr ermutigt durch die Bibeleinheiten von Birgitt Gehring mit dem Thema ‚Vater unser – mit dem Herzen beten‘.

Als am Sonntag der Rest von unserem Team nachkam, gab uns Eberhard, der Gründer des Fackelträgerzentrum, eine Extraführung durch das Gelände und erzählte uns spannende Geschichten der Entstehung. Wie Gott wirkt ist einfach der Hammer.  Es war allein schon beim Kauf des Grundstücks so viel von Gottes Führung zu sehen und hinter jedem einzelnen Haus auf dem Zentrum steckt seine eigene Geschichte. ABER Eberhard hat ein Motto: Erst die Arbeit dann das Haus! So fing alles mit einer Punktlandung von einfachen sanitären Anlagen für eine große Zeltlagerarbeit an und die Häuser kamen immer erst dazu, wenn sich die Arbeit vergrößert hat und der Platz nicht mehr ausreichte.

Nach einem Tag Erholung, bei dem wir in einer ruhigen Minute bei einem Spaziergang in der Nähe des Zentrums das Prinzip „Verwechsle nicht die Schöpfung mit dem Schöpfer!“ einhielten und anschließendem Bummeln in Brasov, ging es ab Dienstag auf die Zielgerade für die Vorbereitung der Kinderbibeltage.

Die Räumlichkeiten in Fiatfalva sind soweit in der Renovierungsphase und pausieren J. 17 Kinder aus der Romasiedlung im Alter von 6-9 Jahren erleben dort, dass unserem Gott NICHTS UNMÖGLICH ist. David besiegt Goliath, weil Gott auf seiner Seite ist. Unser Gott ist so groß, so stark und so mächtig. Er möchte mit jedem von ihnen in Beziehung leben. Jeder ist eingeladen. Ihm können sie vertrauen. Wie wunderbar, wenn diese Kinder lauthals singen: Mein Gott ist so groß, so stark und so mächtig, unmöglich ist nichts MEINEM GOTT!

Debby