Neue Ufer direkt voraus!

Das 3. Semester findet heute sein Ende.
Wir blicken dankbar auf die Erfahrungen in Rumänien, am Schloss und in Albanien zurück!
Unser persönliches Fazit und zu welchen neuen Ufern wir im Einzelnen aufbrechen, wollen wir euch nicht vorenthalten.

 

 

 

„Wenn ihr nur Vertrauen habt, werdet ihr alles bekommen, worum ihr Gott bittet.“ Mt 21,22

Gebet bewegt und wirkt – das durfte ich/durften wir die letzten Wochen (wieder) neu erfahren und erleben. Wir dürfen Jesus um alles bitten: Dass Camp-Teilnehmer zu Jesus finden, Bewahrung, Hilfe in scheinbar aussichtslosen Situationen, warmes Duschwasser, Spülmaschinen,… Manchmal erfüllen sich unsere Gebete anders als erwartet. 😉

Für mich beginnen nun die Semesterferien. Im September starte ich auf Schloss Klaus dann mit dem 1. Semester.

 

 

 

 

 

 

Eine unvergessliche Zeit geht zu Ende. Ganz besonders und unter anderem nehme ich mir mit, dass es sich immer lohnt mit und für Gott unterwegs  zu sein. Denn mein Blick wurde immer wieder auf das gelenkt, worauf es wirklich ankommt. Seine Liebe zu uns. Das ist alles was trägt. Das ist alles was zählt.

Nun geht es für mich mit einen neuen Lebensabschnitt weiter. Ich werde ein duales Studium im medizinischen Bereich beginnen.

 

 

 

 

 

Was mich am meisten am 3. Semester begeistert und geprägt hat, waren Begegnungen und Gespräche mit Menschen, die von Gott einen Auftrag bekommen haben und diesen treu mit Freude & Liebe schon viele Jahre ausführen. Ich bin sehr dankbar, dass ich erleben durfte, wie Gott Projekte und Situationen lenkt und leitet, wenn man sie in seine Hände legt und darauf vertraut, dass er es gut macht.

 

Für meine Frau und mich geht es nach der Bibelschule nach Magdeburg. Dort wollen wir den Menschen in unserer Nachbarschaft dienen und Zeuge sein von dem, was Jesus für uns bedeutet.

 

 

 

 

 

Was mir im 3.Semester wichtig geworden ist:

Dass es absolut nicht selbstverständlich ist, in einem Land und einer Familie aufgewachsen zu sein, in der man von Jesus hört. Wir sind Botschafter des Evangeliums. Wir sind berufen, die Frohe Botschaft mit unseren Worten und Taten hinaus zu tragen. Das ist mir besonders in Albanian bewusst geworden. Und mein Herz ist erneut ein Stück in Albanien geblieben.

Wo und wie es bei mir weiter geht:

Ich werde gemeinsam mit meinem Mann, so Gott will, noch im August nach Magdeburg ziehen und im September, nach der Geburt unseres Kindes, werde ich mich vorerst ganz dem Mama-Sein widmen.

 

 

 

 

Ich schaue auf eine schöne, coole und herausfordernde Zeit zurück.

Normalerweise bin ich eine Person, die gerne mit anpackt. Doch es gab eine Woche da musst ich es akzeptieren, nichts zu machen. Ich war sehr genervt. Doch Gott hat uns an diesen Platz gestellt und er weiß ganz genau, warum wir hier sind. Sei es zu Gesprächen mit anderen Personen oder Ermutigungen, die gut sind.

Für mich geht es am 10. September miz einem FSJ im Evangelischen Jugendwerk Württemberg weiter.

 

 

 

 

 

 

Nach drei Monaten blicke ich auf viele Begegnungen mit Menschen zurück, die in der Beziehung zu Jesus auch eine konkret gelebte Vision für ihr Leben gefunden haben. Sprich, nicht nur fromme Phrasen, sondern praktische Lebensgestaltung. Diese Realität und das Wirken Gottes darin begeistern mich bis heute. Ich stelle mir die Frage, ob Jesus eine konkrete Vision für mein Leben hat und wenn ja, wohin sie führt.

Im Blick auf ihn werde ich an dieser Frage auch in Zukunft dran bleiben. Entgegen der ursprünglichen Planungen zunächst als Saisonarbeiter in einem mittelständischen Unternehmen aus der fränkischen Heimat, ehe es dann mit dem Masterstudium weiter geht.

 

 

 

 

 

Aufgefüllt mit vielen wunderschönen, spannenden, fröhlichen und herausfordernden Erlebnissen darf ich auf eine wirklich gesegnete Zeit im 3. Semester zurückblicken. Die Verbundenheit, die wir IN JESUS mit Menschen unterschiedlichster Nation und Herkunft haben, hat mich unglaublich fasziniert, mit Freude erfüllt und sich in mein Herz gegraben – wie ein Vorgeschmack auf den Himmel, wenn alle Nationen gemeinsam Gott die Ehre geben. Auch durfte ich erfahren, wie Gott in mir arbeitet und mich verändert – ihm dafür alle Ehre!

Mein weiterer Weg jetzt ist noch relativ ungewiss – im weiteren Blick werde ich vermutlich wieder Teilzeit als Erzieherin arbeiten, eine Weiterbildung zur christlichen Seelsorge anstreben und weiter schauen, was Gott für mich bereit hält.

 

 

 

 

Die Bibelschulzeit hat mich ganz besonders an meinem Charakter gewirkt. Dafür bin ich sehr dankbar. Gott hat meine Bitte erfüllt, dass ich anderen praktisch helfen darf und ich sein Werkzeug bin.
Jetzt werden die nächsten Schritte aktive Mitarbeit in der Gemeinde und die Arbeitstelle für mich sein.

 

 

 

 

 

 

Wenn ich zurück schaue, dann erkenne ich, dass ich mich selbst nochmal ganz anders entwickeln und kennenlernen konnte durch die besonderen Ereignisse. Es hat meinen Horizont erweitert genauso wie meinen Blick auf meine Beziehung zu Jesus, in der ich an manchen Punkten noch tiefer wachsen kann und will. Mein Herz brennt noch mehr für Mission und jetzt beginnt die Reise, wie das in meinem Leben seinen Platz bekommt, wenn es jetzt für die nächsten zwei,drei Jahre in die vielfältige Stadt München geht für eine Ausbildung zur medizinischen Fachangestellten.

 

 

 

 

 

Ich bin dankbar, dass ich mit den Kindern unterwegs war. Gott hat mir eine große Freude gegeben. Er zeigte mir, dass alle Kinder gleich für mich sind.
Gott hat mir diese gute Gaben gegeben, mit Kindern freundlich zu sein. In Bosnien werde ich weiter mit Kindern arbeiten und auf der Farm helfen.

 

 

Die letzte Woche in Albanien!

Schon wieder sitze ich in Österreich, im Schloss und Albanien liegt schon drei Tage hinter uns… kaum zu glauben!
Aber bevor die große Wehmut über das Ende des dritten Semesters ausbricht, bekommt ihr nochmal einen Einblick in die letzte Woche in Albanien!

Die letzte Woche in Albanien

Nachdem eine ganz andere Woche mit einem ganz anderem Camp, ganz anderen Menschen und ganz anderen Programm vorbei war und das Wetter sich endlich wieder für reinen Sonnenschein entschieden hatte, brach unsere letzte Woche in Udhekryq an!

An unserem letzten Wochenende in Albanien war es nur kurz ruhig, denn es reiste ein weiteres Kurzzeitmissionsteam aus Cornwall an und das nächste Camp für die nächste Woche stand vor der Tür. Trotzdem war der Sonntag ein sonniger Ruhetag. Wir gingen ein letztes Mal in den Gottesdienst und Miki hat sein persönliches Zeugnis auf Englisch erzählt! Das hat er ziemlich gut gemacht! Ich habe ihm auch bei der Übersetzung geholfen und es war schön, dass es ihn so gefreut hat und er generell mit seiner Ausstrahlung die Menschen für sich gewinnt.

Manche von unserem Team haben den Montag früh – in der Nacht quasi – mit einer wunderschönen und anstrengenden Wanderung auf den Mt. Gamozi begonnen. Eigentlich wollte ich dabei sein, aber aus Gründen ging es mir an diesem schönen Tag schlecht. Ich habe persönlich an manchen Tagen immer wieder meine Grenze erlebt, wenn zu viel um mich herum passiert und besonders viele (neue) Menschen kommen. Aber ich habe gelernt, es aufzufangen und mir die Zeit und Ruhe zu geben, die ich brauche. Das ist etwas, das mir in Albanien stark aufgefallen ist, wie sehr ich von manchen Dingen oder Umständen abhängig bin.
Eine Sache, die ich im Leben gewinnen will ist, meine Heimat in Jesus zu haben, dass ich von ihm abhängig bin und nicht davon, wer oder was um mich herum ist.
Wie gut, dass man so viele liebe aufmerksame Menschen um sich hat, auch wenn man selbst sich manchmal verloren fühlt.

Ich habe besonders in der letzten Woche die Gegend um das Fackelträgerzentrum herum nochmal genießen wollen… meine Stille Zeit draußen zu haben, wo die Schafe weiden, Blumen blühen, die Hühner rumrennen, die Kröten quaken und die Hunde bellen… nur eine Zauntür entfernt. Die Menschen, die ich kennengelernt habe, die Freundschaften, die ich von der Zeit mitnehme, habe ich nochmal bewusst pflegen können. Ich habe „Kleinigkeiten“ genießen können z.B. die albanischen Lieder, die Sonnenuntergänge, die letzten Spüldienste, die Hilfeleistungen, die man noch geben konnte, die ganzen Umarmungen von den Staff’lern, das Essen, in die Stadt gehen für einen Kaffe oder Salep. Was mich total gefreut hat, wenn Kinder auf einen zukommen und einen kennenlernen wollen und versuchen mit einem zu sprechen und ich mit meinem gebrochenem Albanisch versuche, Smalltalk zu führen und es irgendwie klappt. Aber diese letzten Tage in Udhekryq sind an einem vorbeigerast. Eben lag ich noch im Trampolin mit zwei Staff’ler(inne)n und bin unter den Sternen eingeschlafen und auf einmal war da der letzte Tag, an dem wir Foleza das Kinderheim spontan besuchten und der Abend, an dem wir eingeladen wurden zum Essen und dann der Freitagmorgen, an dem man sich von allen und allem verabschiedete…

Die Rückreise

Völlig müde saß ich im Bus und fühlte mich zurück an den Anfang gebeamt. Aus dem Fenster konnte ich die Schönheit Albaniens wieder an mir vorbeiziehen sehen, wie bei der Hinfahrt – nur ging es nach Tirana und Schloss Klaus rückte näher. Aber wir gönnten uns noch einen Nachmittag und eine Nacht in Tirana bevor es dann tatsächlich zurück nach Österreich ging. Tirana ist eine spannende Stadt, nicht zu vergleichen mit der 3.000 Einwohner Stadt Erseka. Wir klapperten ein paar Sehenswürdigkeiten ab mit einem langen Spaziergang.  Es war ein schöner Abschluss von unserer Zeit in Albanien.
Unsere Rückreise letzten Samstag verlief reibungslos bis auf die 35 Minuten Verspätung von unserem Flug nach Wien. Es fühlte sich zuerst komisch an, eine ganz andere Landschaft zu sehen, wenn man aus dem Fenster schaute, weil mir alles komisch vertraut vorkam. Es fühlte sich an wie Heimkommen und gleichzeitig war irgendwas anders. Vielleicht weil ich mich verändert habe oder weil ich gedanklich in der Zukunft hänge.

Jetzt genieße ich es, die letzten Tage hier zu verbringen mit meinen Mitbibelschülern und gedanklich zu sammeln, was hinter mir liegt (und auch ein  bisschen von dem was vor mir liegt) und was ich von dieser Zeit mitnehme an Schätzen, Gedanken, Segen, Freude, …

Ich spreche an dieser Stelle mal ein Dankeschön aus an alle, die an uns denken und für uns beten! Im nächsten Blogeintrag verabschieden wir uns dann mit einem kleinen Rück- und Ausblick!

Liebste Grüße vom Schloss
Lane & Team

Bitte für …

  • Gutes Abschließen der Bibelschulzeit
  • Zukunftswege jedes Einzelnen
  • Campsaison, generell die Arbeit vom Fackelträgerzentrum in Udhekryq

 

Gott macht alles gut

Für mich geht eine herausfordernde, spannende, crazy und nasse Woche zu Ende. Wir durften diese Woche an unsere Grenzen gehen. Egal ob es an der wenigen Arbeit liegt, dem schlechten Wetter, der herausfordernden Kultur oder den vielen sich stellenden Fragen. Wir durften so viele Erfahrungen machen, aber erst mal der Reihe nach.

Young Life Woche

Die Woche startete mit Spaß, Tanz, lauter Musik … Young Life war diese Woche im Fackelträger Zentrum Albanien. Young Life ist in mehr als 100 Ländern aktiv und vermittelt jährlich fast einer Million Jugendlichen positive Werte und eine Botschaft der Hoffnung. Young Life überbrückt Grenzen und ist für alle Jugendlichen da – unabhängig von ihrer Begabung, Abstammung, Religion oder Herkunft. Da Young Life ihre ganzen Mitarbeiter mitgebracht hat, gab es kaum Arbeit für uns. Unsere einzige Aufgabe war es in der Küche mit abzutrocknen und spülen zu helfen oder bei den Workshops am Nachmittag zu helfen. Ich durfte beim Kanu fahren mit helfen. Auch wenn es dort auch nicht viel zu helfen gab, weil wir dafür fünf Mitarbeiter waren, hat es sehr viel Spaß gemacht. Ansonsten haben wir das Programm von Young Life beobachtet und teilweise mitgemacht. Es ist sehr interessant zu sehen, wie eine evangelistische Freizeit aussehen kann. Ich durfte so einiges lernen und sehen, was gut und was nicht so gut ist.

Gott mach alles Gut

Es gab einen Punkt in der Woche, da habe ich mich sehr leer gefühlt. Da die Erwartungen vom dritten Semester in Albanien nicht gestillt sind. Diese war, dass ich helfen möchte, dass wir aktiv sind und mittendrin sind. Das hat mich sehr beschäftigt, weil dies nicht der Fall war. Wir waren eine Randgruppe die diese Woche nicht wichtig war. Das konnte ich eine bestimmte Zeit nicht akzeptieren. Ich bin da, um zu helfen, aber ich konnte an meiner Situation nichts ändern. In diesem Moment hatte ich so einen richtigen Tunnelblick und habe nicht über den Tellerrand hinaus geschaut. Das merkten auch die Bibelschüler um mich herum. Ich war frustriert und habe mir gedacht: „Wenn es so weiter geht, dann wird es keine gute Woche“.
Wir haben auch darüber im Team der Drittsemestler gesprochen und da kam der Satz: „Auch wenn wir diese Woche nichts zu tun haben, sind wir nun hier. Gott weiß genau, warum wir hier sind. Vielleicht schenkt er uns diese Woche, um auch mal zur Ruhe zu kommen …“
Nach dem ich darüber nachgedacht habe, ging es mir viel besser. Ja, Gott wollte, dass wir hier sind und ich konnte plötzlich viel positiver voraus schauen. Ich war plötzlich sehr dankbar. Auch wenn wir nicht viel Arbeit hatten, gab es immer wieder gute Gespräche mit Teilnehmern oder Mitarbeitern von Young Life. Wir wollten meistens immer auch bei den Meetings dabei sein und das Abendprogramm anschauen oder auch teilnehmen. Dies kann auch im Young Life Team einen Eindruck von Unterstützung sein. Wenn sich die Möglichkeit ergab, durfte ich mit Young Life vor der Veranstaltung beten. Ansonsten haben wir motiviert, mitgefiebert, beobachtet und gelernt.
Nach dieser Woche mit Yong Life bin ich Gott sehr dankbar dafür, auch wenn ich erstmal sehr kritisch und unmotiviert auf die ganze Woche geschaut habe. Er hat mal wieder gezeigt, wie groß und mächtig er ist. Wir dürfen in seiner Freude und Liebe leben, nur man muss dies auch erkennen, dass er da ist und er es gut meint. Im letzten Bericht hat Dominik Wolfinger geschrieben: „Er überwindet träge Herzen. Er kann“.

Im Drittesemester-Team haben wir die freie Zeit mit Beten, Lesen, Spazieren und Kaffeetrinken verbracht. Die Zeit des 3. Semesters geht auch so langsam zu Ende. Ich bin sehr dankbar für das Team, dass wir die Zeit gemeinsam nutzen konnten. Man ist ganz oft im Tag irgendwie drin und vergisst schnell seinen Nächsten gegenüber. Wir vergessen ganz oft unseren Nächsten mit Liebe, Freude und Hilfsbereitschaft zu begegnen. Ich muss mir das auch immer wieder sagen, weil ich ganz oft daran scheitere und mir immer neu sagen muss! Die Frage ist, wie groß ist die Liebe Gottes? Sie ist unendlich groß und wir sollten das weitergeben. So ist unser Auftrag. Doch manchmal merkt man, dass wir nur Menschen sind und wir die Vergebung Gottes brauchen und haben. Da ist wieder die Liebe Gottes da. Wir können ohne ihn nichts machen. Alles führt zu unserem lieben Vater.

Alle Bibelschüler aus dem 3. Semester wünschen jedem Einzelnen Gottes reichen Segen und ich möchte mich ganz herzlich bei jedem einzelnen bedanken, der für uns betet. Es ist schön zu hören und zu sehen, wie viele an uns denken!

Danke!

Liebe Grüße aus Albanien

Jannis & Team

Gebetsanliegen:

  • die Kids die diese Woche ins Camp kommen, dass sie Jesus kennenlernen
  • Arbeiten im Bauteam (streichen, abreisen….)
  • Gute Rückfahrt und Rückflug

 

 

Erfahrungen der anderen Art

Es berichtet euch Dominik vom seinem Besuch in Albanien.

Bereits auf dem Hinflug hatte ich eine seltene Erfahrung. Ich kam mit meiner Sitznachbarin im Flugzeug auf den Glauben zu sprechen: Für einen West-Europäer an und für sich etwas, über das man im ersten Gespräch nicht redet. Und irgendwie hatte sich auch in mir Widerstand breit gemacht, als mir der Gedanke kam, noch bevor wir das Gespräch anfingen. Ich war gerade gar nicht in Stimmung über meinen Glauben zu sprechen – auch wenn ich davon überzeugt bin, dass es die beste Botschaft der Welt ist: das Evangelium.

In meiner Unlust habe ich nur eines getan, nämlich mich Gott hingehalten und gesagt „Wenn du willst, dass ich über meinen Glauben rede und dich bezeuge, dann musst du es machen.“ Und so war es dann auch, Gott hat es gemacht. Von den ersten oberflächlichen Sätzen kamen wir schnell auf das „göttliche Ziel“, unseren Glauben, zu sprechen. Die Zeit verging im wahrsten Sinne des Wortes „wie im Flug“ und nach vielleicht einer Stunde waren wir bereits mitten im Landevorgang. Es ist eben Gottes Sache und wir sollen uns ihm zur Verfügung stellen.

In Albanien angekommen gab es dann weitere interessante Erfahrungen. Das Team der Bibelschüler war nach der ersten Freizeitwoche motiviert und fröhlich über die 100 Kinder, die jeden Tag zum Programm ins Fackelträgerzentrum kamen. Was sie erlebt hatten, waren neue Erfahrungen mit einer für sie fremden Kultur. Ob der gefühlt „chaotische-riskante“ Straßenverkehr, die vermeintliche Pünktlichkeit, wenn der Gottesdienst 20 min später anfängt oder der kulturbedingte rauere Umgangston mancher Kinder – das alles gehört zur albanischen Kultur.

Es ist nicht unbedingt schlechter, aber es ist anders. Eine Sache ist jedoch gleich: Das Herz der Mitarbeiter dort schlägt ebenso leidenschaftlich für Jesus. Und das war und ist der Kern der Arbeit. Bei allen spaßigen Aktivitäten und Action mit den Kindern wird es dort erzählt, gepredigt und gelebt. Jeden Abend gibt es eine Botschaft mit einer Geschichte und zusätzliche an den Vormittagen eine Vertiefung in Kleingruppen. Wie die Kinder darauf reagieren blieb uns oft vorenthalten, weil uns nicht nur die Kultur, sondern auch die Sprache einen direkten Blick verwehrt. Aber eines ist klar: Gott wirkt an den Herzen der Kinder und überwindet größere Hindernisse als unsere Kulturunterschiede. Er überwindet träge Herzen. Er kann.

Liebe Grüße von Dominik

Freut Euch!

 

Die ersten Tage in Erseka, Albanien

Koffer packen, Zimmer sauber machen, rein ins Auto und los geht es wieder. Nach knapp vier Wochen auf Schloss Klaus geht es für uns weiter nach Albanien. Wo wir die nächsten vier Wochen verbringen werden. Wieder ein anderes Land, ein anderer Ort, andere Menschen, anderes Essen und ein anderes Bett. Mit jeder Menge Input im Kopf: denn in den Tagen vor unserem Abflug haben wir uns mit „Mission in der Bibel“ und der Geschichte, der Sprache von Albanien auseinander gesetzt.

„zu Hause“ sein

Trotz der ganzen Vorbereitungen für den Einsatz in Albanien hat mich ein Thema immer wieder beschäftigt. Für ein Meeting einer Jugendfreizeit, am Wochenende vor unserer Abreise, habe ich mich verstärkt mit dem Thema „zu Hause sein“ beschäftigt. Das Thema des Meetings war der Psalm 84. Der Psalmist schreibt dort wie sehr er sich wünscht in den Vorhöfen des Tempel in Jerusalem zu sein. Das er am liebsten dort wohnen würde, dort wo er der Gegenwart Gottes am nächsten kommen kann.

Ich habe mich gefragt wo mein „zu Hause“ ist? Zwischen Bibelschule, Rumänien, Albanien und den Vorbereitungen für die Zeit danach kann ich die Frage nicht so einfach beantworten. Was ich aber weiß ist, dass egal wo ich jetzt bin und egal wo ich sein werde, ich das Privileg habe, das zu erfahren wovon der Psalmist träumt – ganz nah bei Gott zu sein. In seiner Gegenwart zu leben bedeutet „zu Hause“ zu sein, egal wo ich gerade bin!

Ankommen in Albanien

Nach einem kurzen Flug sind wir bei wunderschönen 35 Grad in Tirana, der Hauptstadt des Landes, angekommen. Danach ging es für uns noch gut 5 Stunden mit dem Kleinbus in den Süden weiter. Nah an die griechische Grenze, nach Erseka. In dem von Bergen umgebenen Dorf liegt das albanische Fackelträger Zentrum „Crossroads“ (Unter dem Blogeintrag befindet sich ein Video das die Arbeit hier vorstellt). Da ich persönlich bereits im letzten Jahr, vor der Bibelschule, für drei Wochen bei den Sommercamps in Albanien ausgeholfen haben, war ich gespannt was sich alles verändert hatte. Und ich freute mich, noch einmal die Möglichkeit zu haben, hier her kommen zu können und auch bekannte Gesichter wieder zu sehen. Und im vergangen Jahr hatte sich hier so einiges verändert. Beispielsweise gab es seit wenigen Tagen eine Industriespülmaschine, die zwar noch keiner getestet hatte, aber nur darauf wartete in Gebrauch genommen zu werden.

Kampi

Der Samstag diente dann dazu das Gelände auf die vor uns liegende Camp-Zeit vorzubereiten. Gemeinsam durften wir einen großen Swimmingpool aufbauen. Dekoration gestalten, kleinere und größere Bauarbeiten durchführen und unseren ersten albanischen Wörter anwenden.
In dieser Woche findet ein Tagescamp (auf albanisch: kampi) für Kinder aus Erseka statt. Das heißt, die Kids kommen am Vormittag und gehen wieder vor dem Abendessen. In der Zwischenzeit finden Workshops, wie beispielsweise Basteln, Klettern oder Kanu fahren statt. Es wird aber auch Zeit für Lobpreis und einen Input geben. Diese Woche wird, wie die gesamte Sommerzeit, unter dem Thema „Freuet euch im Herrn allezeit!“ aus dem Philipperbrief 4,4 stehen.

Beten für:

  • die Kids die diese Woche ins Camp kommen, das sie Jesus kennen lernen
  • das Temperaturregelung bei Wasser repariert werden kann
  • Bewahrung bei allen Workshops und Arbeiten im Gelände

Liebe Grüße aus Albanien,
Ben & Team

 

Video über Crossroads Albania:

 

Jesus ist auch mein Freund

Und wieder liegt eine volle aber reich gesegnete Woche hinter uns als Team. Es ist wirklich jede Woche ein unglaubliches Geschenk, zurückblicken zu können und Gottes Wirken zu sehen. Fast alle waren in die hier stattfindende Frühjahrsfreizeit – eine Familienfreizeit – eingebunden und durften uns in ganz unterschiedlichen Bereichen (die meisten im Kinderprogramm) einbringen.

Gemeinsam mit Sarah und Nicole war ich für die “Minis”, den Kindern im Altern zwischen 3 und 6 Jahren, zuständig. So genau wussten wir nicht, was auf uns zukommt und wie unsere Gruppe sein wird. Ehrlich gesagt war meine Motivation zu Beginn der Woche nicht übermäßig groß. Aber ich wollte mich bewusst darauf einlassen und war dementsprechend gespannt, wie Gott das diese Woche “bewerkstelligen” würde! Dass Er es tun würde, war keine Frage – nur wie?

Fisherman’s Friends

Gleich in den ersten beiden Tagen wurde deutlich, dass wir eine wirklich tolle und harmonische Gruppe von 10-12 Kindern ”bekommen” hatten. Am meisten faszinierte mich zu sehen, mit welcher Konzentration und Aufmerksamkeit die Kinder während der biblischen Geschichten dabei waren. Das Thema der Woche war “Fisherman’s Friends”. Hierbei ging es um einige der verschiedenen Freunde Jesu. Bei uns “Mini’s” angefangen bei der Berufung der ersten Jünger (Mt 4,18-22) über die Schwestern Maria und Martha (Lk 10,37-42) bis hin zu der Geschichte, in der Jesus die Kinder segnet (Mt 19,13-15).

Gefüllt war die Woche mit sehr viel Spaß, Singen und Lachen. Neben gemeinsamen Singen (wie z.B. den alten Schlager: “Sei ein lebend´ger Fisch”, passend zum Thema 🙂 ), der Geschichte und einer Obstjause, waren wir fast immer draußen unterwegs.  Lager bauen, mit dem Schwungtuch experimentieren und der große Höhepunkt: Eine ultrageniale Wasserschlacht, bei der sich jeder in Acht nehmen musste, der an uns vorbeilief. 🙂

“Jesus ist auch mein Freund”

Mich persönlich hat die nüchterne und klare Aussage eines Dreijährigen ganz besonders berührt und ins Nachdenken gebracht. Er hat gesagt: “Jesus ist auch mein Freund”. Ganz simpel und doch ganz klar. Es kam so rüber, als wäre es das Normalste überhaupt und dass es keinen Zweifel daran gibt. Wie sehr kann ich mir eine Scheibe von der Selbstverständlichkeit abschneiden, mit der Kinder Jesus als ihren Freund ansehen und dadurch ihr Vertrauen zu ihm ausdrücken. Es sollte uns ermutigen, weiterhin treu Kindern von Jesus zu erzählen und unseren Glauben vorzuleben. Denn mit Jesu Freundschaft fängt alles an. Und wie unglaublich schön ist es, wenn schon Kinder diese Wahrheit hören und annehmen. Ich wurde allein in dieser Woche eben gerade dazu ermutigt, Kindern bei jeder sich bietenden Gelegenheit von Jesus zu erzählen und ihnen diese Freundschaft anzubieten.

Aber es geht noch viel weiter, denn Er ist weit mehr als ”nur” unser Freund: Er ist unser Erlöser, König, Herr und vieles mehr. Und Er lebt in uns und möchte sich in unserem Leben verherrlichen . Welch ein Wunder und Geschenk, das wir da empfangen haben! Ihm darf ich vertrauen und das nicht nur in der Theorie. Kinder vertrauen ihren Eltern bedingungslos – wie sehr darf ich das ebenfalls bei unserem himmlischen Vater tun, denn Er ist der Einzige, der mich niemals enttäuschen wird. Ich bete für mich, aber auch für uns alle, dass wir jeden neuen Tag in diesem Wissen beginnen, dass wir Ihm alles zutrauen dürfen.

Ich bin unglaublich dankbar, dass wir in der vergangenen Woche wieder so viel von Gottes Größe und seinem Wirken erleben durften. Allein schon das geniale Wetter, das sich so gut bis auf den letzten Tag gehalten hat, war ein großes Geschenk. Ebenso dass es keine größeren Unfälle gab. Unser Herr hat alles in seiner Hand. Ihm wollen wir die Ehre geben.

Gespannt schauen wir jetzt auf die vor uns liegenden Wochen in Albanien und freuen uns zu erleben, wie Gott durch uns vor Ort Wirken möchte. Wir wollen bereit sein, uns von ihm gebrauchen zu lassen.

Soweit mal von uns!

Gottes reichen Segen euch allen, eure Becky und Team

Gebetsanliegen:

Bitte:

  • dafür, dass das Gehörte von Gottes Wort bei all den Freizeit-Teilnehmern Wurzeln schlägt und aufgehen darf
  • für eine gute Vorbereitungswoche für Albanien
  • für eine bewahrte Reise nach Albanien am 8.6., ein gutes Ankommen und Hineinfinden in die Arbeit. Dass wir dort zum Segen werden dürfen.
  • für die noch ungewissen Zukunftspläne einiger nach dem 3.Semester

Gott ist stärker, stärker noch als Superman

Hinter mir liegt eine Woche voller Kinderlachen, Bauprojekten und großartiger Ermutigungen. Denn diese Woche stand die Frühjahrsbibelwoche auf dem Programm und ich durfte gemeinsam mit Chrisi vom Jahresteam die Minis betreuen! Also eine kleine Grupper Jungs zwischen 2 und 6 Jahren!

Ebenso wie die anderen Kids hatten wir das Thema „Nehemia“. Ich freute mich sehr auf die Woche, die vor mir lag, auch wenn ich etwas angespannt war wie das alles werden würde. Nach dem ersten gemeinsamen Vormittag mit den Kindern war ich total entmutigt: Die Kinder hatten zwar super miteinander gespielt, doch wollten sie weder die Lieder richtig mitsingen, noch hatten sie bei der Geschichte von Nehemia länger als 30 Sekunden zugehört. Wie sollte das nur die Woche über werden? Wir wollten doch den Kindern von Gott erzählen! Das Kinderteam betete dann nochmal besonders dafür das die Kinder zuhörten und ich war am kommenden Tag total überwältigt, als sie das dann wirklich taten. Ja, Gott ist stark und stärker noch als wilde Kinder 😉

 

Wir begannen mit den Kindern das Lied „Gott ist stark“ zu singen, was sie, zu meiner Überraschung, liebten. Voller Begeisterung sangen sie so laut sie konnten „…Gott ist stärker noch als Superman.“. Mit eben dieser Begeisterung haben wir dann auch gemeinsam eine Hütte aus Ästen im Wald errichtet!

Auch mich hat die Geschichte um Nehemia zum Nachdenken gebracht. Wir erzählten den Jungs das die Bauleute und Nehemia von Feinden angegriffen werden sollte. Und gleich schon wurde von Ihnen Pläne zur Verteidigung geschmiedet: Die Israeliten sollten Waffen nehmen und Speere, die Mauer mit Gewalt gegen die Angreifer behaupten. Doch was tat Nehemia? Er betete zu Gott. Er berichtete ihm von der Situation, vom bevorstehenden Angriff. Und ja, die Männer auf der Mauer haben sich mit Waffen ausgerüstet- doch die waren letztendlich überhaupt nicht nötig. Denn Gott sorgte dafür das kein Angriff stattgefunden hat. Das hat mich diese Woche total ermutigt: Wir suchen oft nach logischen oder menschlich besseren Lösungen, wenn wir vor einem Problem stehen. Wir wollen uns aus eigener Kraft verteidigen, wenn ein Angriff kommt. Dabei haben wir doch Gott auf unserer Seite. Zu dem wir kommen können. Denn Gott steht hinter uns, Er will für uns kämpfen und Gott ist stark, stärker noch als Superman. So wie wir mit den Kindern jeden Tag gesungen haben.

Es war wirklich eine total ermutigende Woche, in der Gott wieder einmal gezeigt hat, das alles in Seinen Händen liegt. Das Er über den Umständen steht. Er hat uns in dieser Woche total geniales Wetter geschenkt, und jede Menge Bewahrung! Er hat uns Kraft gegeben und eine Gemeinschaft untereinander die wohl einzigartig war.

In diesem Sinne, eure Sarah & das ganze Team vom 3.Semester

„Gott erlebt“ Video Beitrag von Jannis

„Casa luminii“ – Haus des Lichts

Katja schreibt:

Schon einige Jahre habe ich (Katja) immer wieder von diesem Haus gehört und jedes Mal gedacht, das möchte ich mal sehen!

Dieses Jahr war es endlich möglich, dass ich mitfahren konnte nach Rumänien und diese Arbeit kennenlernen durfte. Und der Zeitpunkt konnte nicht besser sein – seit erst kurzer Zeit hatten sie dort auch eine kleine Werkstattarbeit für die erwachsen gewordenen Klienten gestartet. Ein Neuanfang, der in so vielem an die DIG Pionierzeiten erinnert!

Bis dahin waren die Klienten der Werkstatt eingebunden im Haus des Lichts. Teils haben sie dort mit Eltern gewohnt, teils in der Tagesstätte für Kinder mit Beeinträchtigungen ein intensives und gutes Therapieprogramm erfahren, eine Tagesstruktur gehabt – aber mit dem Erwachsenwerden brauchte es etwas Neues.

Jetzt sind in einem kleinen Häuschen eine Straße weiter, noch lange nicht barrierefrei ;o), zwei Mitarbeiterinnen und sieben Klienten dabei, Kabel zu entmanteln… wie in der DIG, nur mit handbetriebenen Maschinen.

Der Tag beginnt für die Mitarbeiter mit einer Andacht, dann starten die Touren und wenn alle da sind, gibt es einen liturgischen Morgenkreis mit Klienten und Mitarbeitern. Danach startet die Arbeit. Mittagessen bringt sich jeder selbst mit, im Moment kann nicht für alle gekocht werden.

Für drei Tage bin ich mitgelaufen in ihrem Alltag dort, bei den Kindern in der Tagesstätte und auch in der Werkstatt – und was mich sehr berührt hat, war das Willkommen sein. Allein da zu sein, hat so viel spürbare Freude und Dankbarkeit ausgelöst! Mit Mareikes tatkräftiger Unterstützung haben wir in der Werkstatt neue Dinge ausprobiert, und Mitarbeiter und Klienten haben sich gern und mit viel Freude darauf eingelassen!

Dank Übersetzung von Helmi war es möglich, ganz viele Fragen zu stellen und zu beantworten. Ansonsten mussten schon mal Hände und Füße her, um sich zu verständigen. ;o)

Ich bin sehr gespannt, wie sich die Arbeit weiter entwickelt und denke, ich war nicht das letzte Mal dort….

Mareike schreibt:

Viele unvergessliche Eindrücke, die ich mitnehmen durfte von der dortigen Arbeit. Ich bin froh und dankbar, dass ich eine Woche dort sein durfte.

Ich fühlte mich als „stiller“ Beobachter, als Material und Ideenfinder,  Nähmaschinenreparateur und – zerleger oder einfach auch als Assistentin von Katja.

Besonders aber fühlte ich mich herzlich willkommen.

Faszinierend war, wie die Kinder und Jugendliche auf ein Lächeln, ein sanften Händedruck und ein bisschen Zuwendung reagiert haben. Wie sehr zeigt das, was sie sich in ihrem Herzen wünschen: Wahrgenommen und angenommen zu werden.

Mich hat es unfassbar begeistert zu sehen, wie sich die Mitarbeiter für die  Kinder einsetzen, die allein keine Chance hätten, in der Gesellschaft gesehen, gehört, geschweige denn gefördert zu werden. Sie tun ihr Bestes dafür, obwohl sie privat selbst vieles tragen müssen.

Für mich sind sie ein großes Vorbild, wenn Jesus sagt, „Ihr seid das Licht der Welt“. Genau das tun sie und tragen somit vollkommen berechtigt ihren Namen „Haus des Lichts“.

Unglaublich, wie viel Potential in den Menschen und in dem Haus stecken. Angefangen bei den räumlichen Gegebenheiten, das vorhandene Material, den Qualifikationen der Mitarbeiter und letztendlich, das Allesentscheidende,  das Herz der Mitarbeiter, das voller Liebe ist.

Doch in all dem war ein Schmerz in den Augen der Mitarbeiter zu erkennen. Denn die Umstände sind im Allgemeinen nicht leicht. Mein Gefühl war, dass sie gerne noch mehr tun würden, den Kindern noch mehr helfen möchten, aber die nötige Unterstützung und Zeit dafür einfach fehlt.

Umso schöner war der Gedanke, der mit unserem Besuch immer größer wurde, dass Gott nicht umsonst uns Christen und gleiche christliche Arbeiten zur richtigen Zeit zusammenführt. Es ist noch so viel möglich und ich bin unglaublich gespannt, was Gott mit der Arbeit noch alles vor hat.

Sabrina schreibt:

Sabrina aus dem letzten Bibelschuljahrgang war auch gerade eine Woche im Haus des Lichts und beschreibt ihre Eindrücke so:

Für mich ist es schwer, ein Highlight aus der Zeit im Haus des Lichts zu finden, denn es gibt so viele… Faszinierend für mich war, dass ein Lächeln und ein paar Worte Rumänisch z.B. Guten Morgen und den Namen des Klienten ausreichten um ihr Vertrauen zu gewinnen. So war es fast schon egal, dass wir uns nicht verständigen konnten, weil die Stimmlage und Körpersprache meist ausreichten.
Was mich verwundert hat war, dass für mich „normale“ Sachen wie Filzen, Sticken oder mit der Strickliesel umzugehen für die Klienten und teilweise auch für die Mitarbeiter etwas völlig Neues waren. Das hat mir die Möglichkeit gegeben, mich in die Arbeit einzubringen und vor allem hat es mich dankbar werden lassen, für den Luxus, den ich jeden Tag genießen darf.
Neben der fast unbändigen Freude der jungen Erwachsenen, wenn sie nach mehreren Versuchen und Ermutigungen stolz ihr Werk präsentierten, hat mich die Perspektive der Eltern beeindruckt. Einen Teil von ihnen durfte ich kennen lernen. Ich bin sehr bewegt davon, wie dankbar die Eltern sind, dass ihre Kinder gefördert werden und im Haus des Lichts ein Zuhause gefunden haben. Egal ob es die Kinder im Haus direkt sind oder die jungen Erwachsenen in der Werkstatt. Ihre Kinder dürfen so sein wie sie sind und sie sind genauso angenommen. Sie haben mit großer Freude verschiedene Geschichten über ihre Kinder erzählt. Was sie gelernt und verstanden haben, wie sie sich geöffnet und verändert haben und vor allem das jede Veränderung ein Schritt Richtung mehr Selbstständigkeit bedeutet. Oft sind diese Schritte klein und für uns kaum der Rede wert, für die Eltern aber eine große Erleichterung.
Ich bin sehr dankbar für die Zeit im Haus des Lichts, die Offenheit und das Vertrauen, mit dem ich empfangen wurde.