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Falëminderit – Die zweite Woche in Albanien

Für die zweite Woche in Albanien möchte ich „falëminderit“ (Dankeschön) sagen. „falëminderit“ an die Menschen, die für uns beten, „falëminderit“ an die Leute, die uns unterstützen, „falëminderit“ an die Menschen, die uns in Albanien so herzlich aufgenommen haben. Die Liste könnte man noch ewig weiterführen. Das größte „falëminderit“ aber geht an unseren Gott, der uns hier an diesen Ort geschickt hat.

Die zweite Woche in Albanien war eben so intensiv wie die erste, wenn nicht sogar noch intensiver. Dieses Mal hatten wir es mit ca. 150 Kindern im Alter von 12 – 14 Jahren zu tun. So wie letzte Woche waren wir in den verschiedensten Aktivitäten eingeplant. Vom Klettergarten über die Küche bis hin zum Kanufahren war wieder alles dabei. Das Wetter war über die Woche sehr gut, so dass wir jeden Tag mit den Kindern draußen nutzen konnten.

Mein persönliches Highlight in der Woche war, als ich mit einem jungen Mädchen im Kanu saß und sie fragte, ob es ihr auf dem Camp gefällt. Sie antwortete darauf: „of course, it’s the best summer I ever had” (Übersetzung: „Ja natürlich, das ist der beste Sommer, den ich jemals hatte). Diese Antwort hat mich mit Freude erfüllt und mir ist nochmal so richtig bewusst geworden, wie wichtig unsere Aufgabe hier am Camp ist. Obwohl wir nicht gerade in der leitenden Position und nur ein kleiner Teil von einem riesigen Camp sind, sind wir doch eine große Hilfe, begeistern die Kinder und bauen so am Reich Gottes mit. Von den Mitarbeitern haben wir gehört, dass einige Kinder sich für ein Leben mit Jesus entschieden haben, was unglaublich schön ist.

Natürlich ist die Campzeit nicht nur einfach, wir haben auch mit Schwierigkeiten zu kämpfen. Eine davon ist die Sprache, die es für uns immer noch relativ schwer macht gute Beziehungen mit den Kindern aufzubauen. Klar gibt es vereinzelnd Kinder die Englisch sprechen, schwierig bleibt es trotzdem. Doch wenn Beziehungen entstehen, schätzen wir diese umso mehr. Auch die Beziehung mit den Mitarbeitern wächst stetig, was wirklich schön ist. Am Donnerstag waren wir bei Eric eingeladen, einem der Leiter des hiesigen Fackelträgerzentrums. Er berichtete einiges von seinem eigenen Leben und der Geschichte des Fackelträgerzentrums „Udhëkryq“.

Am Samstag nach dem Camp, wurden wir mit einem Ausflug an einen nahegelegenen See belohnt. Dort haben wir den Tag mit ein paar Mitarbeitern verbracht. Wir machten ein Lagerfeuer, sangen Lieder und schliefen unter freiem Himmel, einfach wunderbar. Den Sonntag waren wir wieder in der Kirche und den Rest des Tages entspannten wir.

Zurückblickend kann man die Woche als sehr positiv und erfolgreich ansehen. Ich bin wirklich dankbar für jeden einzelnen Tag und für jede einzelne Begegnung.

Freundliche Grüße aus Albanien,

Ralph