Missionseinsatz Albanien: Den Menschen in Albanien dienen

„Riiiiing“ der Wecker klingelt, es ist 1.00 Uhr in der Nacht. Abflug vom Wiener Flughafen um 6.35 Uhr, für Frühaufsteher eine gute Zeit, für uns Bibelschüler herausfordernd. Trotz früher Stunde haben wir es geschafft alle gesund und munter am Flughafen anzukommen.

“Den Leuten in Albanien dienen”

Unter diesem Motto machten wir uns auf die Reise. Um ca. 8.45 landeten wir in Ohrid, Nordmazedonien. Der Flughafen war recht überschaubar, doch die Probleme ließen nicht lange auf sich warten. Wir mussten nun, unter einer Ansammlung von Taxifahrern, die Lauthals „Taxi, Taxi, Taxi“ brüllten, unseren Chauffeur ermitteln. Doch das war für uns ein Klacks, nach wenigen Minuten machten wir uns bekannt mit Irdi, einem sehr herzlichen und humorvollen Mitarbeiter von Udhëkryq. Er sollte uns nun Wohlbehalten von Nordmazedonien zum Fackelträgerzentrum in Albanien bringen. Alleine die Fahrt war ein Abenteuer. Es ging nämlich, mit einer Person zu viel im Auto, über ausbaufähige und sehr kurvige Straßen. Dass wir eine Person zu viel im Auto waren, war anscheinend kein Problem. Ganz im Gegenteil, in einer uns unbekannten Stadt stieg eine weitere Person, die uns bis heute ebenfalls unbekannt ist, mit ein. So fuhren wir zu 11 in einem 9-Sitzer zum Fackelträgerzentrum.

Die Mitarbeiter am Fackelträgerzentrum haben uns sehr herzlich empfangen. Ich für meinen Teil habe mich ab der ersten Minute sehr wohl gefühlt. Noch am selben Tag wurden wir auch schon in die albanische Kultur mithineingenommen. Zum Mittagessen gab es „Pettula“, ein frittierter Teig, der mit Zucker absolut spitze schmeckt. Am Abend wurde dann noch ganz traditionell getanzt, wir Bibelschüler waren direkt ein Teil dieser großen Familie.

Am Sonntag hatten wir das Privileg in der recht lebhaften Kirche in Ersekë dabei zu sein, was uns ebenfalls einen guten Einblick in die Kultur gegeben hat.

Am Montag fing der Ernst des Lebens an. Die erste Freizeit mit knapp 180 Kinder mit dem Thema Jona. Es gab sehr viele Angebote für die Kinder, von Bogenschießen über Pool bis hin zu Kletterturm war alles dabei. Auch Fußball oder andere Ballsportarten sind bei den albanischen Kindern sehr beliebt. Wir Bibelschüler waren in unterschiedlichen Bereichen aufgeteilt. Manche waren beim Klettern, manche beim Fußball wieder andere beim Pool oder in der Küche, um dort die Frauen zu unterstützen, die das Essen für über 200 Personen vorbereiten. Abends gab es immer Programm mit vielen Liedern, ein kurzes Theaterstück und einen Input. Für mich und auch die anderen Bibelschüler ist die Sprachbarriere eine Herausforderung. Man kann sich mit den Kindern nur in ganz gebrochenem Englisch oder Albanisch unterhalten, was für den Beziehungsaufbau nicht gerade förderlich ist. Trotzdem haben wir erleben können, wie Gott uns auch mit diesem Problem nicht alleine lässt und wir haben gemerkt wie die Woche über gute Beziehungen entstanden sind.

Für mich war es so eindrücklich zu erleben, wie man alleine durchs Fußballspielen Beziehungen aufbauen kann. Ich habe mich nach ein Paar Partien richtig gut mit einigen Jungs verstanden. Sie haben dann auch in Laufe der Woche noch viel mit mir geredet und verschiedene Aktivitäten mit mir gemacht. Für mich war es einfach ein Geschenk Gottes, dass ich mich trotz der Sprachbarriere so gut mit den Kindern anfreunden konnte. Ich freue mich schon auf die nächsten „Camps“ und bin gespannt, was Gott noch so für uns vorbereitet hat.

Liebe Grüße,

Ralph