Gott erleben – ganz praktisch in der Freizeitarbeit

Philine, Samuel und ich durften am Pfingstwochenende beim Pfingstevent am Schloss mit dabei sein. Bei den Vorbereitungen wurde uns gesagt, dass sich dieses Mal nur 8 Teens angemeldet haben. Ich habe mir da zuerst gedacht: “Ok lohnt sich das dann überhaupt? So ein Programm auf die Beine zu stellen für so wenige Teens?“ Aber ich entschied mich dazu, dass es sich für jeden Einzelnen lohnt. Und es auch als Chance zu sehen, um mit den Teens wirklich ins Gespräch zu kommen und auf sie ganz individuell eingehen zu können. Nachdem ich mir das vorgenommen hatte, habe ich mich sehr auf die Freizeit und die kleine Gruppe gefreut.

Am Anreisetag war ich trotzdem nervös, weil ich mir nicht sicher war, wie es für die Teens sein wird, mit so wenigen Leuten auf der Freizeit zu sein. Am Abendessen bei den Gesprächen fiel irgendwann der Satz von einem Mädchen, dass es so schön ruhig hier ist und dass sie das gerade voll genießt. Das war die erste Bestätigung, dass es auch für die Teens cool ist in so einer kleinen Gruppe zu sein. Dadurch konnte auch eine richtig gute Gruppengemeinschaft entstehen. Am Anfang hatte ich auch die Befürchtung, dass die Teens nicht miteinander klar kommen, da sie schon recht unterschiedlich waren. Doch diese Befürchtung hat sich überhaupt nicht bestätigt. Wir waren so eine harmonische Gruppe, bei der jeder auf jeden geachtet hat und alle ihren Spaß hatten.

Das Thema des Wochenendes war Akte XX – Frauen in der Bibel. Unsere Aufgaben waren einen Beauty Palace als Willkommenspunkt für die Teens, den Lobpreis- und Gebetsabend und eine Andacht vorzubereiten. Die Andacht wurde von Samuel vorbereitet und um die anderen zwei Punkte kümmerten Philine und ich uns.
Zusätzlich waren wir Teil eines Anspiels, bei dem die Teens jeden Tag einen Kriminalfall aus der Bibel aufklären mussten.

Der Lobpreis- und Gebetsabend war eines meiner Highlights an dem Wochenende. Es war etwas ungewiss davor, wie das Wetter werden wird, da wir geplant hatten ihn am Lagerfeuer stattfinden zu lassen. Doch unser Vertrauen auf Gott hat sich gelohnt. Der Abend konnte draußen stattfinden.
Im Nachhinein kann ich sagen, dass wir an dem Abend Gottes Führung erlebt haben. Das durften wir auch schon am Abend selbst spüren. Wir starteten mit ein paar Liedern und einem Kurzinput über Hanna, der Mutter Samuels. Diese Frau hat mich sehr fasziniert. Ihr Vertrauen auf Gott, dass er Gebet hört und erhört und ihre Treue, das Versprechen das sie abgelegt hat einzuhalten, sind zwei Eigenschaften, die ich mir wünschen würde. Ich wäre gerne mehr wie sie. Nachdem wir noch ein paar Lieder gesungen hatten, ging es über in Gebetsstationen. Eigentlich hatten wir überlegt, dass Philine die Station betreut, an der man für sich beten lassen kann. Doch es sollte anders kommen. Philine hatte den Eindruck, dass es gut wäre, wenn sie mit einem der Teens, welcher eine Lernbeeinträchtigung hat, zusammen die Gebetsstationen durchläuft. Deswegen hat sie mich ganz spontan gefragt, ob ich ihre Station übernehme. Da ich noch nie eine solche Station übernommen habe, war ich ganz schön nervös. Ich saß dort und habe zuerst einfach gebetet, dass Gott mich führt und ich ruhig werde. Dies durfte ich auch direkt spüren. Für mich war die Zeit, in der ich für andere beten durfte, so wertvoll. Ich war danach so erfüllt und von Gott begeistert. Auch Philine hatte an diesem Abend ein richtig gutes Gespräch mit einem der Teens. Es war einfach genial zu sehen, wie Gott uns da geführt hat. Es ist so schön zu erleben, wie Gott lenkt und wie es sich lohnt auf ihn zu vertrauen.

Zurückblickend auf das Wochenende, bin ich begeistert wie gut die Zeit mit den Teens war und bin Gott dankbar, dass er so viel aus dem Wochenende gemacht hat. Nicht nur die Teens konnten Neues aus der Bibel und von ihm lernen, sondern auch ich wurde beschenkt.

Der Rest von unserem Team war in Linz bei einer Konferenz von der Mennonitischen Gemeinde. Dort durften sie für knapp 50 Kinder Programm machen. Für sie war es eine sehr gesegnete Zeit, in der sie und die Kinder von Jesus lernen konnten, da dies auch das Thema der Konferenz war.

Gott segne euch!

Salome