Sich Gott ganz hingeben – wirklich?

Das 3. Semester begann am Mittwoch (24.04.2019) mit einer gemütlichen Austauschrunde. Es war ein fröhliches Wiedersehen, bei dem wir uns über unsere Zeit während der Pause austauschen konnten – schön wieder am Schloss zu sein.

Kurz darauf ging es inhaltlich los. Neben dem durchgehenden Thema „Christsein mit Welthorizont“ ging es um die Freaks der Bibel: Die Nasiräer. Diese „Gottgeweihten“ waren Menschen, die sich Gott ganz hingaben. Und sogar für eine Zeit auf „normale und an sich nicht schlechte“ Dinge verzichteten. Wo bin ich herausgefordert zu verzichten, damit ich Gott ganz zur Verfügung stehe? Was muss ich während dem Missionseinsatz bewusst hintenanstellen oder auch in der Zeit danach?
Mit Gott leben wollen viele – aber dafür auf etwas zu verzichten ist heute nicht im Trend.

Um als Team zusammen zu wachsen wurden wir dann am Freitag auf eine besondere Wanderung geschickt. Wir mussten unser Ziel allein mit einer Landkarte finden, einen Fluss überqueren und Feuer machen – natürlich ohne Feuerzeug!

„Wo sind wir eigentlich?“ war zu Beginn die Frage. Nachdem wir uns auf eine Position einigen konnten ging es Querfeldein, steil Bergauf. Am Fluss angekommen benötigten wir drei Versuche, bis alle trockenen Fußes am anderen Ufer ankamen. Auf einem Baumstamm quer über einen Fluss – die Anspannung war bei manchen deutlich zu spüren.

Am Zielort angekommen stand uns dann die letzte und auch herausforderndste Aufgabe bevor. Feuer machen, allein mit Naturmaterialien und einem Feuerstahl. Nach einer halben Stunde von Fehlversuchen gelang es uns endlich mit einem Funken das trockene Gras anzuzünden. Die Freude war groß und die Belohnung in Form von Steaks war grandios.

Was haben wir gelernt? Rücksichtnahme, Zusammenhalt und Kommunikation sind essentiell und in allem braucht es das Vertrauen zueinander, damit Hürden wie z.B. die Flussüberquerung gemeistert werden können.

Am Samstag stand dann die Mitgliederversammlung von Schloss Klaus an, bei der wir Bibelschüler ganz praktisch beim Catering mitgeholfen haben. Damit konnten alle Schloss Mitarbeiter an dem Treffen teilnehmen.

Es war schön, dass wir einfach mit Freude dienen und somit ein Segen für alle Mitarbeiter und Gäste sein konnten. Beim Gottesdienst am Sonntag gab es eine kurze Vorstellung unseres Teams und es war ermutigend zu erfahren, dass es so viele gibt, die uns im Gebet mittragen wollen und werden.

Seit Sonntagabend sind wir als Team nun vorerst komplett. Wir sind sehr dankbar, dass Gott uns so für das 3. Semester zusammengestellt hat und freuen uns über die Abenteuer, die er für uns bereithält. Was sich für uns als Team auf jeden Fall schon etabliert hat, sind die regelmäßigen Gebetszeiten, denn uns ist wichtig, mit all unseren Anliegen vor Gott zu kommen – uns IHM ganz hingeben. Denn letztendlich sind wir für ihn unterwegs und völlig auf seine Führung angewiesen.

Bitte betet für einen guten Start in Rumänien– wir werden euch bald darüber berichten.

Und vielen Dank für alle Unterstützung im Gebet!

Liebe Grüße,

Friedi